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So ist es wenn jemand etwas interpretiert und über Yoga redet ohne eigene Erfahrung und Praxis.
Wer Zeit und Lust hat kann drüber hier weiter lesen:
http://www.lichtarbeit.asia/yoga-und-autogenes-training.html

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auweia, hab den Text nur kurz überflogen und werde bestimmt keine Energie darauf verschwenden alles genau durchzulesen......aber jedem das seine.
;)
Das war die schnellste Antwort die ich am Yogapad bekommen hatte :)

Ja, jedem das seine..... das ist eine gute Einstellung....... was leider in Christentum nicht gehalten wird (es gibt natürlich Ausnahmen)...

Meiner Meinung nach, kommen diese einseitige Interpretationen im Text aus Angst und Unwissenheit heraus.

Ich habe z.B. an vielen yogischen Altaren Jesus Bild gesehen und ich habe noch nie gehört dass Yoga Christentum abgelehnt hat.... Ich habe auch nie gehört dass Hindus oder Yogis andere Völker oder Kulturen zum Yoga zwingen wollten, was in Chrstentum öfters passiert war.....

Es gibt eventuell einige Gefahren wenn manche zum Yoga oder einigen Mediationstechnicken greifen ohne Vorbereitung oder nicht mit kompetentem Yogalehrer oder Guru. Aber solche "innere Schaden" können überall passieren: in der Familie, an der Strasse, Schule, Beziehungen, am Spielplatz, vor dem Fernseher..........

Om Shanti und einen schönen Sonntag
meine Meinung: "Jesus was a yogi"
;)
dir auch einen schönen Sonntag !
Abend,
(nun treffe ich auch dazu ;-))
und ebenfalls auwei-auwei!
Haben doch eh alle religionen ein ziel, egal welchen namen man dem "Kind" gibt..!!!!
Nur mit dem unterschied das alle religionen (außer hinduismus und buddhismus - meines wissens nach) durch kampf, krieg und tot verbreitet wurden! denken wir mal an die sogenannten kreuzzüge zurück...!
mantren sind also "teufelswerk", aha, lateinische kirchentexte dann auch????
für mich ein blinder der versucht zu sehen (dieser autor) oder ein analphabet der versucht zu schreiben!
aber vielleicht hat Yoga auch etwas in ihm geweckt, was ihm angst macht! womit er nicht umzugehen weiß und es somit verurteilt, da er vielleicht angst vor der veränderung hat und meint es könnte sein weltbild zusammenbrechen, spricht er schlecht und lehnt es von vornerein ab.
so ähnlich wie die hexenverbrennung damals..... (christentum......??? ;-P)
wer weiß!

gruß
angi
Es gibt in dem Artikel freilich viel, was ich anders sehe. Aber den Hauptpunkt würde ich auch so sehen: Yoga ist Religion. Gerade durch eigene Praxis kann man das doch spüren. Wiederbinden (religiare) steckt ja schon im Wort Yoga(zusammenbinden) drin. Und ein wiederverbinden mit dem allumfassenden, grenzenlosen ist es doch, was für mich in Yoga und Meditation geschieht.

Mal ganz nebenbei: Die Praxis des Christentums ist doch auch nur eine Art des Bhakti-Yoga gekoppelt mit Karma-Yoga.

Alles Liebe
Giri
Ich unterscheide zwischen Spiritualität und Religion, deshalb ist für mich persönlich Yoga eine Hilfe für die spirituelle Entwicklung.

Ein sehr schöner Artikel über die Unterschiede von Religion und Spiritualität, so wie auch ich das sehe, gibt's hier:

http://www.webnews.de/kommentare/207123/0/Der-Unterschied-zwischen-...
Ich find den Artikel nicht besser als den oberen, und mag auch die Disskusionsart von der Frau nicht besonders. Man nimmt ein paar negativen Punkte einer Bewegung (hier des Christentums) und stellt ihr eine positive Form der eigenen Ansichten (hier, wenn auch kaum ausgeführt, Spiritualität) gegenüber. Außerdem geschieht meiner Meinung nach auch ein Austausch von Dogmen: Nun ist es halt nicht mehr Gnade und Vergebung, sondern Karma und Inkarnation. Und sie bezieht sich bei ihrer Sicht auf Religion nur auf ein entartetes christliches, nicht auf Hinduismus, Buddhismus, Taoismus etc.

Ansonsten bin ich genauso kritisch gegenüber der Idee eines Glaubens an einen Gott, wie gegenüber der eines Glaubens an ein Ich und dessen Erfahrungen.

_()_
Giri
Ich find das Thema insgesamt recht schwierig, aber wichtig. Freilich empfind ich den Artikel als sehr engstirnig.
Aber eigentlich müsste man erst einmal klären: Was ist das: YOGA, um schauen zu können inwieweit ist es mit anderen Praktiken und Konzepten vereinbar.

Ein Bekannter von mir, Religionsphilosoph, meinte einmal, daß es so etwas wie Hinduimus eigentlich nicht gibt: Hinduismus meint alle Religionen im Einflussgebiet des Indus. Irgendwie geht es mir mit Yoga ähnlich: Irgendwie ist das ganze nicht fassbar und eher eine Sammelbezeichnung.

Es gibt manchmal den Versuch, die Essenz des Yoga zu formulieren. Meine Lieblingvariante ist die von Herrn Wolinsky (Schüler von Nisargadatta Maharaj): Du bist nicht der Körper. Du bist nicht der Geist (inklusive Gedanken, Gefühle, Empfindungen). Du bist nicht der Handelnde. Aber auch das würden sicher nicht alle Yoga-Praktizierenden unterschreiben.

Es gibt auch viele Aussagen von Sivananda und Sukadev, die ich so nicht unterschreiben würde. Auch da gibt es ja innerhalb verschiedener Yogarichtungen sehr konträre Anschauungen (z.B. was Karma und Reinkarnation angeht). Selbst wenn sie sich auf ein und das selbe Werk beziehen, wie zum Beispiel die Bhagavadgita, gehen doch die Kommentare dazu ziemlich weit auseinander (z.B. zwischen den Sichtweisen von Bhaktivedanta Prabhupada und Ramana Maharshi oder Ramesh Balsekar liegen Welten):

Es gibt mit Sicherheit einige Punkte der Yoga-Konzepte, die nicht mit den christlichen Konzepten in Übereinstimmung zu bringen sind. Und einige Yoga-Konzepte sind für mich auch unlogisch und nicht annehmbar (z.b. die Existenz von Ishvara), aber das gilt für christliche Konzepte freilich noch stärker.
Aber ich versteh schon, wenn Christen nicht Om namah Shivaya singen oder Gott in Bildgestalt verehren wollen. Aber ich denke, daß sie sich Teile entwenden können (Körperübungen, stille Meditation) und dies ja auch tun.

Alles Liebe und liebe Nicht-Gedanken
Giri
Hier noch ein vor kurzem gehörtes christl.Statemant:
Die christliche Spiritualität, die sich ehr um Nächstenliebe(vor allem geschichtl.) bemüht und die Gläubigen ausschließlich durch Gott vom Leiden erlöst vereinbare sich nicht mit der yogisch- egoistischen Selbstauflösung :-) (welches Selbst jetzt?) ....
weiß nicht mehr genau, aber ist es im Shivaismus/Vishnuismus nicht auch die Gnade Gottes, die es zur Erlösung braucht?..nur so ein Gedanke......nun ja,
dann auf zur Ichauflösung durch Erkenntnis ganz ohne mich :-)

Liebe Grüße
Karin
@Marion-Amritala :-) schönes Zitat, das Du da gefunden hast, fällt mir gleich noch was zu ein:


..wie war der Buchtitel.... der Erleuchtung ist es ja egal wie du sie erlangst....hab ich nicht gelesen, aber der Titel stach mir ins Auge.
Wenn jemand dann allerdings denkt er müsste aus seinem Weg dorthin eine Religion bauen, fragt sich dann "wer konstruiert , bzw. rekonstruiert"?"
Einzelne Wege, Anschauungen (ich sag mal bewusst nicht Religion,Yoga, Philosophie)..... als Hilfmittel/Werkzeuge auf dem individuellen Weg zu erkennen, finde ich brauchbar, solange sie nicht binden.
Und genau das zeichnet gute Lehrer, Freigeister welcher Sparte auch immer aus.

Liebe Grüße
Karin
Karin schrieb:weiß nicht mehr genau, aber ist es im Shivaismus/Vishnuismus nicht auch die Gnade Gottes, die es zur Erlösung braucht?.


Ja. Im Dvaita(Zweiheits)-Lehre des Vaishnavismus (z.B. ISKCON, die Hare Krishna-Bewegung) ist das nur eine Mixtur aus Karma und Gottes (Krishnas) Gnade. Insgesamt ist das eh sehr dem christlichen ähnlich. Es gibt persönliche Einzelseelen, die immer bestehen werden und immer persönlich sind. Ihr wahres Ziel ist Krishna zu lieben und ihn zu dienen. Dann ist die Seele glücklich. Und je näher sie ihm ist, desto glücklicher ist sie. Daher ist ihr Hauptziel, zu Krishna auf seinen Planeten Goloka Vrindavana wiedergeboren zu werden.
Und auch Gott ist eine Persönlichkeit, ein Wesen.

Alles in allem gar nicht so weit von christliche Ideen weg.Nur der Planet ist ein anderer.

Die Vaishnavas haben mit der Idee einer "Selbsterlösung", der Erkenntnis, dass ich eigentlich nur das Selbst=Krishna=Brahman bin, wie sie zum Beispiel in den Lehren von Ramana Maharshi auftauchen, genauso große Schwierigkeiten wie die Christen. Ich glaube, für Vaishnavas sind Advaitis und Buddhisten schlimmer als Atheisten.

Den Begriff Selbsterlösung halte ich allerdings für einen unguten: Das Selbst ist erlöst, nur das EINE Selbst mit den Nicht-Selbst durcheinanderzumehren ist ein (unser) Problem.


Karin schrieb:
dann auf zur Ichauflösung durch Erkenntnis ganz ohne mich :-)

Ja, wie drückte es Ranjit Maharaj so schön aus: Darum, worum es geht, ist ICH ohne mich.


Karin schrieb:..wie war der Buchtitel.... der Erleuchtung ist es ja egal wie du sie erlangst....

Die darin gelehrte Methode ist schon gut: Liebe dich so wie du bist und für das, was du bist, und wenn du das nicht kannst, dann liebe dich dafür, daß du es nicht kannst.

Aber den Titel find ich nicht so toll. Weil du wirst die Erleuchtung nie erlangen. Wie es Osho so schön formulierte: Entweder du bist, oder Erleuchtung ist.

Marion-Amritala schrieb:
„Nur weil Yoga seinen Ursprung in Indien hat, muss man keineswegs Hindu sein, um es zu praktizieren. Im Gegenteil! Auch von einem Hindu selbst wird nicht erwartet, dass er Yoga praktiziert. Das sind zwei verschiedene Dinge. Yoga fragt nicht nach einem Glauben, und haben wir einen eigenen, so wird dieser davon nicht angerührt.“


Nun ja, meine Hauptfrage bleibt jedenfalls immer noch: Was ist das, Yoga? Und wird noch ergänzt durch: Wodurch unterscheidet sich das "Ziel" des Yoga durch das "Ziel" des Hinduismus vedantischer Prägung? Geht es nicht jedesmal darum, diese Welt als Erscheinung zu erkennen und "sich" als unvergängliches Selbst, als das EINE, als DAS? (Und das würde ich als hinduistische Konzepte ansehen). Und diese Konzepte seh ich bei Patanjali, und noch viel mehr hinduistische Konzepte gibts dann bei Sivananda (sogar noch mehr als bei manchen Jnana-Yoga-Lehrer, z.B. bei Nisargadatta).

Für mich ist eine Religion ein Weg, der zu Befreiung und Frieden führt. Und ist Yoga nicht auch so ein Weg? Und da ist es nicht wichtig, das als theistischen Weg anzusehn. Buddhismus und Taoismus sind ja auch nicht-theistisch.

Karin schrieb: Einzelne Wege, Anschauungen (ich sag mal bewusst nicht Religion,Yoga, Philosophie)..... als Hilfmittel/Werkzeuge auf dem individuellen Weg zu erkennen, finde ich brauchbar, solange sie nicht binden.

Aber heisst Yoga nicht binden, anbinden? Und ist nicht dass Ziel zu erkennen, dass es nichts Individuelles gibt? Ist es nicht gerade dieser Glaube an etwas individuelles, persönliches, der da angebunden wird?
Persönliches, individuelles ist vereinzeltes, Er-schein-ung. Das Wort Person ist aber ein sehr schönes, es war die Maske, durch das die Stimme des Schauspielers (im alten Griechenland) hindurchtönt (per-sonare).

Genug Mindfuck für heute.

Alles Liebe
Giri
@Anand Giri
Danke für Deine Gedankengänge zum Thema:

„Die Vaishnavas haben mit der Idee einer "Selbsterlösung", der Erkenntnis, dass ich eigentlich nur das Selbst=Krishna=Brahman bin, wie sie zum Beispiel in den Lehren von Ramana Maharshi auftauchen, genauso große Schwierigkeiten wie die Christen. Ich glaube, für Vaishnavas sind Advaitis und Buddhisten schlimmer als Atheisten“

ja, klar und wenn man bedenkt, dass Yoga Ende des 19. und mit Beginn des 20.Jahrhunderts durch „Advaitis“ geprägt wurde, leuchten die immer wieder gelesen Kritiken der christl. Vertreter ein.

„Den Begriff Selbsterlösung halte ich allerdings für einen unguten: Das Selbst ist erlöst, nur das EINE Selbst mit den Nicht-Selbst durcheinanderzumehren ist ein (unser) Problem.“

Das Wort "Selbsterlösung"(hab ich nicht sogar "Selbstauflösung" geschrieben??)war "salopp" um vielleicht an der Stelle etwas Humor an den Tag zu legen??:-))

„Einzelne Wege, Anschauungen (ich sag mal bewusst nicht Religion,Yoga, Philosophie)..... als Hilfsmittel/Werkzeuge auf dem individuellen Weg zu erkennen, finde ich brauchbar, solange sie nicht binden.“

Individuell war sicher nicht das perfekte Wort, gemeint waren in etwa „Ungleichheiten der Fähigkeiten“, man könnte auch Bezug nehmen zu z.B. "Entwicklungslinien“(Wilbers)

Aber heißt Yoga nicht binden, anbinden...

Anjochen, genau, aber diese Anbindung meinte ich nicht, sondern die Bindung zu Methoden, Modellen, Systemen, Ritualen ect., die vielleicht zu bestimmten Zeiten nützlich und hilfreich sind, aber auch hier halte ich eine Loslösung immer wieder für wichtig, da das, was "Ist" nichts erfordert, wie bereits geschrieben "du bist, oder Erleuchtung ist."......war Osho nicht Tantriker?....


Nun ja, meine Hauptfrage bleibt jedenfalls immer noch: Was ist das, Yoga?

Es gibt für mich nicht das eine Yoga, sondern viele unterschiedlichen Einflüsse und Richtungen die das „Yogasystem“ prägen. Die sechs klassischen Schulen/Theorien in der indischen /hinduistischen Philosophie sind alles Sichtweisen/Modelle der einen Realität, sind Zugänge um die Grundfragen menschlicher Existenz zu beantworten. ImYoga(Patanjali)liegt für mich der Schwerpunkt in der konkreten Analyse des Bewusstseins, das den Weg der Loslösung geht. Es werden hier auch praktische Anleitungen gegeben. Für mich verschmelzen Yoga und Vedanta zu einer Einheit, auch die Literatur des klassisch/philosophischen Yoga (Yoga Sutras von Patanjali) sind meiner Meinung ohne vedantische Bezüge undenkbar, auch wenn der Entwurf als selbstständig erscheint.

Nun ja, auch ein Schuhplattler wird immer bayrisch geprägt bleiben.

In diesem Sinne
Alles Liebe
Karin

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