yogapad.de | Yoga - Community - Forum - Kurse - Lehrer - Übungen

Die meisten von uns nutzen Yoga, um dem harten Konkurrenzkampf der Arbeitswelt, dem ständigen Zeitdruck und dem alltäglichen Stress zu entfliehen. Sobald wir auf der Yoga-Matte unsere Asanas ausführen, dabei ruhig atmen und meditieren, können wir endlich abschalten. Wer sogar den Schritt wagt, seinen ermüdenden und unbefriedigenden Job zu kündigen, um stattdessen als professionelle/r Yoga-Lehrer/in zu arbeiten, verspricht sich davon ein Leben voller Harmonie und Gelassenheit. Doch nicht selten sieht die Realität völlig anders aus.



Denn auch unter den Yoga-Lehrenden herrscht eine enorme Rivalität, schließlich muss jede/r professionelle Yogi/ni Geld mit seinen Kursen verdienen. Yoga-Lehrer/innen sind ebenso an feste Arbeitszeiten gebunden, wie andere Berufstätige, müssen Werbung für sich und ihre Yoga-Schule machen und sich bemühen einen guten Ruf bei Schülern zu bekommen. Es fällt schwer, dabei nicht das Grundprinzip des Yoga selber gänzlich aus den Augen zu verlieren.

Wichtig ist es, sich in solchen Fällen einzugestehen, dass Wetteifer und Konkurrenzdruck tief in der menschlichen Seele verankert sind. Zuerst sollten wir akzeptieren, dass Rivalität ein Normalzustand ist. Denn nur so können wir versuchen, mithilfe von Yoga-Übungen gezielt dagegen zu steuern.

Der Yoga-Therapeut Zack Kurland kennt das Gefühl des Neides aus eigener Erfahrung. Denn auch er fühlte sich oft schlecht, wenn er in Magazinen Interviews mit anderen Yoga-Lehrenden las, deren Fotos sah oder Kursangebote überflog. "Ich war eifersüchtig und verunsichert, stumpfte ab. Ich erlebte wirklich eine ganze Zeit lang keinerlei Freude bei meiner Arbeit als Yoga-Lehrer", gesteht der New Yorker sich heute ein. Doch irgendwann hinterfragte er ganz ehrlich seine Gedanken und stellte fest, dass er sein Verhältnis zu Yoga völlig neu beurteilen musste. Da vor allem sein finanzieller Druck hoch war, entschloss er sich, nur noch halbtags Yoga zu unterrichten und sich nebenbei seinen Unterhalt als Webdesigner zu verdienen. "Endlich konnte ich Yoga wieder als Geschenk ansehen, dass mir Freude und Leichtigkeit vermittelt", erklärt Kurland.

Da der Konkurrenzkampf gemeinsam mit der Popularität von Yoga ansteigt, stehen immer mehr Leute vor den gleichen Problemen wie Zack Kurland. Umso wichtiger ist es, das positive Lebensgefühl, das wir durch Yoga erfahren, immer und überall zu verkörpern. Wir sollten also nie aus den Augen verlieren, dass wir Yoga vor allem deshalb unterrichten, weil wir anderen ein positives Gefühl vermitteln möchten. Nur so können wir auch selbst weiterhin Yoga mit guten Empfindungen praktizieren.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 430x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Antworten auf diese Diskussion

Leider sehr wahr:-(
Meine ersten Ausbilder waren so von Neid und Konkurrenzkampf zerfressen.
Da wurde grundsätzlich über andere Studios geschimpft und es wurde genau darauf geachtet, wo wir Auszubildenden unsere Pflichtstunden absolvieren (man sollte 50% in anderen Studios machen). Alles wurde schlecht gemacht, andere Stile bemängelt ( " die Sivanandas sind nur flexibel , aber haben keine Kraft") usw.
Schade........ich hatte mich dann nämlich entschlossen, die Ausbildung dort nicht zu beenden. Ich war schockiert - und total enttäuscht, denn das war nicht yogisch .So wollte ich nicht ausgebildet werden.
Klar konnte ich verstehen, dass es ein imenser Druck ist, ein Studio zu eröffnen und damit Geld zu verdienen. Und das auch noch in einer Großstadt, in der es damals zu diesem Zeitpunkt schon 42 Studios gab......trotzdem war das nicht okay.
Klar bewundere ich auch so manche bekannte Lehrerin und bin ein bischen neidisch:-) Und das im positivem Sinne und mit Bewunderung!
Oh ja.....dieses Kritisieren während der Ausbildung habe ich auch erlebt. Andere Yoga-Stile wurden zwar nicht verpönt, aber sie waren während der Ausbildung nicht gerne gesehen und das wurde auch dementsprechend bewertet. Auch ich empfand dies alles andere als "yogisch", aber ich habe die Ausbildung beendet und habe nun meine eigene Stil-Richtung gefunden.
An der VHS in welcher ich Unterricht gebe, gibt es, mit mir, drei Yoga-Lehrerinnen und wir kommen uns mit unserer verschiedenen Art nicht in die Quere. Jeder hat ihren bestimmten Kundenkreis, den sie mit ihrer Unterrichtsmethode anspricht.
Ansonsten gibt es hier auf dem flachen Land kaum Konkurrenz und eine gute Lehrerin spricht sich sofort herum.
Was muß ich da lesen? Yoga-Lehrer/innen führen untereinander einen Konkurrenzkampf aus?
Bemäkeln die Stile anderer? Soviel weiter fortgeschritten als der Normalo Übende und so was.
Kann das fast gar nicht glauben. War bisher der Ansicht der Beruf Yoga-Lehrer/in sei mehr als
nur Geldverdienen und erfolgreicher zu sein als der/die andere. So kann man sich täuschen!
Sat nam.

Es ist traurig aber wahr, dass es tatsächlich sehr viel Konkurenzdenken, spirituelles Ego und Streitigkeiten in der Yoga-Welt gibt. In Finnland, wo ich seit 8 Jahren gelebt habe, gibt es ein an sich gutes Online-Forum f¨ür Yoga, doch leider streiten sich die Leute dort anonym (also versteckt hinter Pseudonymen) zum Teil heftig. Ich war schockiert, wieviel Diskussionen dort richtig ausgeufert sind. Andere Yogastile werden kritisiert, einzenlne Lehrer oder Lehrmethoden verglichen, und jeder meint, dass sein Weg/ seine Methode die einzig wahre ist.

Nicht ohne Grund haben viele Meister vor den Gefahren gewarnt, die mit Erfolg und Ansehen verbunden sind. Yogi Bhajan hat in seinem Buch "Master´s Touch" die Rolle des Lehrers genau beschrieben, zum Teil mit drastischen Worten.
Mir ist mit der Zeit klar geworden, warum er immer wieder folgende Dinge betont hat (die auch in jeder Lehrerausbildung genannt werden und Teil des Ehrencodex sind:
"The higher you grow as a Teacher, the more humble you have to be."
"A Teacher realizes that he or she is a vehicle for the teachings, never their source."
Und ganz wichtig:
" As a Teacher you will always be in Chardi Kala (elevated spirits) and connected to your higher self, never caught in emotional turmoil. Count your blessings, not your curses. Always be graceful. Glow and grow."

Es wird schnell deutlich, dass die Rolle eines Lehrers eine demütige ist. Es geht nicht darum "besser" zu sein als andere, erfolgreicher oder berühmter, sondern letztlich darum dem Universum zu dienen.
Wenn man sich ganz in den Dienst des Universums stellt und aufrichtig sein Wissen weitervermittelt, kann man nichts falsch machen.
Auch Meister Sivananda hat es sehr gut zusammengefasst:
Serve, love, give, purify, meditate, realize.
Als erstes kommt "dienen".
Die Erkenntnis kann nur aus Demut und aus Liebe kommen. Niemals durch das Ego (das ja die Ursache von Konkurenzdenken ist...)
Sat nam.
Ich bin mal ein paar Monate mit dem Rucksack in Neuseeland unterwegs gewesen. In meiner Begeisterung habe ich mit dem Gedanken gespielt, auszuwandern. Und mich viel mit Deutschen dort unterhalten, die dies tatsächlich für sich realisiert hatten. Dabei habe ich etwas ernüchtert festgestellt: Die Probleme werden mit ausgewandert...

Zum Thema Arbeit ein Auszug aus dem "Glücksarchiv" (http://www.gluecksarchiv.de/inhalt/arbeit.htm):

Unsere Einstellung zu "Arbeit" ist bemerkenswert widersprüchlich:
Untersuchungen zeigen, dass sich Menschen bei der Arbeit im Allgemeinen geschickt und herausgefordert fühlen und daher glücklich, stark, kreativ und zufrieden sind. In der Freizeit fühlen sie sich dazu im Vergleich eher traurig, schwach, gelangweilt und unzufrieden. Dennoch wollen viele Menschen, wenn sie gefragt werden, weniger arbeiten und mehr freie Zeit haben. Es scheint, dass wir unsere eigenen Erfahrungen missachten und eher von Vorurteilen geleitet sind, wenn wir Arbeit beurteilen.

Und was wäre die Rivalität ohne ihren Weggefährten, die Solidarität:
"Zwei sind allemal besser dran als einer allein. Wenn zwei zusammenarbeiten, bringen sie es eher zu etwas. Wenn zwei unterwegs sind und hinfallen, dann helfen sie einander wieder auf die Beine. Aber wer allein geht und hinfällt, ist übel dran, weil niemand ihm helfen kann. Wenn zwei beieinander schlafen, können sie sich gegenseitig wärmen. Aber wie soll einer allein sich warm halten?"
(Kohelet (Prediger) 4, 9-11)
Mich wundert dieser Konkurrenzkampf gar nicht. Yoga ist kommerziell geworden. Schaut euch all die Zeitschriften an, die über Yoga berichten, die massive Anzahl an Büchern, die Online-Stores die aus dem Boden wachsen und Equipment verkaufen, die irre Anzahl an Studios und Schulen die eröffnen, die Menge an Yogalehrer die sich jährlich ausbilden lassen........usw.
Viele entdecken Yoga für sich zunächst als Schüler, denken dann daran sich als Yogalehrer ausbilden zu lassen, möchten vielleicht irgndwann unterrichten, tun das dann auch, sind unzufrieden im Hauptjob - > kündigen - > machen sich selbständig - > merken, dass das gar nicht so easy ist und schon gehts los mit dem Kampf!
Leider wird dann alles vergessen, was Yoga ausmacht.
Schade, aber das werden wir nicht mehr ändern können.
Yoga ist mittlerweile ein Berufszweig und eben auch ein wahnsinniger Wirtschaftszweig.Damit werden Milliarden verdient. Ist doch klar, dass viele besser sein wollen als andere, mehr Gel verdienen wollen als andere usw.
Als Schüler kann ich aber jederzeit wählen, ob ich bei einem solchen Lehrer bleiben möchte. Mich drängt sowas eher weg. Statt in einem edlen Yogastudio mit Wellness-Tempel und ShoppingStore trainiere ich dann lieber im Wohnzimmer bei einem Lehrer zu Hause der verstanden hat, um was es eigentlich wirklich geht.
Ich hoffe nur, ich werde mir diese Einstellung behalten, wenn ich selbst mal ins Haifischbecken der selbständigen Yogalehrer springe;-)
Vertraue, dass als dienender, hingebungsvoller Yogalehrer für dich gesorgt wird ! Auf allen Ebenen: du bekommst immer alles was du zum Leben brauchst und oft viel mehr.... Es funktioniert. Alle anderen störenden Gedanken entspringen aus dem EGO. Also die Identifizierung mit dem Verstand, dass man z.B. ein guter Yogalehrer ist. Das ist sehr verführerisch, sollte uns aber nciht davon abbringen, unseren Dienst den Menschen zu darzubringen, so dass unsere Schüler 10 fach größer werden als wir! Meditation hilft mir sehr....

Ich danke meinem Meister Yogi Bhajan, der uns das so klar gemacht hat.
Ich danke ihm und Guru Ram Das, dass sie und mein höheres Selbst mich immer halten.
Sat Nam, die Wahrheit liegt in dir...
Siri Gopal Kaur aus Frankfurt, www.sonnenkindyoga.de

Als Yoga-Lehrer/in mit Konkurrenzdruck umgehen

Konkurrenzkampf? Mir machen Yoga-Angebote zu "Dumpingpreisen" mehr Sorge!

Ja, dankeschön, Yogastunde: 8 Euro! (Nein, nicht die Volkshochschule und kein Verein)

Was kostet eine Nachhilfestunde?

Fahrstunde, Handwerkerstunde, Tennisstunde, Kosmetikbehandlung, Massage...

ein Haustier?

Steinreich wird man mit Yoga nicht (steinalt evtl.)... ;-)

Aber manchmal, wundere ich mich...

Nachdenklichkeit... überkommt mich ...

Hmmm....

 

 

 

 

 

 

 

Hallo,

gut zu den Beispielen kann ich nur sagen, klar auf den ersten Blick schon "höherpreisig", aber ich kenne z. B. auch die Person dahinter nicht (und manche wollen evtl. wirklich ihren Lebensunterhalt mit Yoga bestreiten bzw. versuchen es... und das ist ja nicht "unspirituell"... ) und ein Workshop muss auch organisiert werden, vielleicht ist genau dieser Workshop "seinen Preis wert"...? Manchmal sagt eine Summe eben nicht alles über die Qualität aus. Günstige Yogaangebote können richtig gut sein, teurere aber auch! :-) Ich bin selbständige Yogalehrerin und ich sehe heute z. B. eine selbständige Friseurmeisterin "mit anderen Augen"... Irgendwann wurde "Haare schneiden lassen" auch immer günstiger... Und diese Frau ist evtl. genauso spirituell auf dem Weg...

Alles Liebe, Melanie

hallo ihr, ich bin selbständig und habe einen eigenen YogaHerzRaum, seit 3 Jahren.

achtung und respekt vor JEDEM wesen und seiner/ihrer EIGENART ist die basis meiner ausbildung (lunayoga) zur lehrerin. jedes wesen braucht einen RAUM, ein revier sozusagen und wenn wir das nicht beachten entstehen unangenehme gefühle. manche brauchen abstand und manche sind lieber im engen kontakt mit anderen. wir sind menschen - auch wir yogalehrerInnen sind einfach nur menschen.

eigene grundbedürfnisse und rhytmen und erwartungen und prägungen stehen oft im widerspruch.

vor allem wenn wir uns mehr vergeistigen wollen und den körper und das leben selbst weniger würdigen.

im alltag - alle meine gefühle und gedanken betrachten, sie nicht mehr bewerten in gut und schlecht als objektive wahrheit, weil die gibt es nicht.manches tut mir heute gut und morgen passt es nicht, und für eine/n anderen ist es wieder ganz anders. jedes gefühl und jeder gedanke entspringt einer ursache und hat eine positive absicht - das leben zu bewahren, entwickeln. nur wenn wir auch satt sein dürfen, teilen wir selbstlos und brauchen keine disziplinen. nur wenn wir uns selbst die liebe und die lust am yoga gönnen und erlauben, können wir sie mit anderen teilen.

das hab ich im "über"leben als selbständige gelernt. wenn ich mich in ängsten verliere kommen weniger und wenn ich meine ängste verdränge dann schmerzt mein körper und ich verliere den kontakt zu meiner lust.

selbständig sein ist ein lernprozess,  weil zuerst mußte ich einmal lernen all das zu wissen und zu können, was ich zu tun hab. (verwalten, organisieren, vermieten, vernetzen usw...)

und vor allem lernen wir im laufe unseres lebens in vielen unterschiedlichen gruppen alle unsere eigenen schattenteile kennen und wenn wir wollen lieben. und dann erkennen wir die positive absicht dahinter und transformieren ihn zurück in seine ursprüngliche form - reine lebensergie.

und dann würden vielleicht viele menschen wahrnehmen, dass sie gar nicht so gerne all das machen - was sie sich von ihren selbstgewählten lehrerInnen vorschreiben lassen nur um sich nicht selbst zu ermächtigen.

weil jedes wesen, auch wenn erleuchtet oder sonstwie anders ist auch ein MENSCH wie du und ich.

und als mensch sind wir voller lebenslust - das ist noch kein ego - das ist unser wesen.

lg vibana

RSS

Was passiert gerade?

Events gepostet von Antje Schulze
Vor 53 Minuten
Blog-Beiträge von Sivananda-Inspirationen
Vor 3 Stunden
yogaeasy.de hat einen Status gepostet.
"Die Koffer sind gepackt, die Vorfreude ist groß - das Team von YogaEasy.de ist bereit für die Yoga Conference in Köln! www.yogaconference.de"
Vor 19 Stunden
Profil BildTN, ottose und Siddhartha sind jetzt Mitglieder von yogapad.de | Yoga - Community - Forum - Kurse - Lehrer - Übungen
Vor 22 Stunden
Blog-Beiträge von Thorsten Kloehn
Vor 22 Stunden
Foto gepostet von SvenBen
Vor 22 Stunden
Events gepostet von Annette Böhmer
Vor 22 Stunden
Tilo Wondollek hat das Profil aktualisiert.
gestern

© 2012   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Yoga-Forum | Yoga-Kurse | Yoga-Magazin | Vegetarier-Forum | Werbeagentur Münster

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen