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Eine Teilnehmerin von mir hat 4 Tage nach der Yogapraxis - ihre erste Yogastunde - extreme Angststörungen bekommen. Hat einer von Euch Erfahrungen damit. Kann es nach 4 Tagen noch im Zusammenhang zum Yogaüben stehen?

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Hallo Frauke,
um dazu etwas sagen zu können, bräuchte ich etwas detailliertere Informationen. Was ist denn genau passiert, hat sie auf einen bestimmten Reiz phobisch reagiert, war es eine Panikattacke. Ich Zweifelsfall würde ich ihr eine psychologische Abklärung empfehlen, da ja durchaus auch eine psychische Störung dahinterstehen kann.
Viele Grüsse, Andreas
Lieber Andreas,
danke für deine Antwort. Sie hatte keinen äußeren Reiz, auf den sie reagiert hat. Sie hatte auch vorher noch nie solche Beschwerden und bekommt wohl seither jetzt öfter diese Panikattacken mit Luftnot. Körperlich ist alles o.k.
Psychologische Beratung ist sicherlich gut und richtig, habe es ihr auch heute morgen empfohlen.
Mal schauen wie es weiter geht.
Liebe Grüße
Frauke
Hallo Frauke,

4 tage nach der yogapraxis ...

hast du irgendwelche infos was in den 4 tagen passiert ist/sein könnte?

mir erscheint der zeitraum von 4 tagen auf die reaktion einer 1. yogastunde schon sehr lang zu sein.


schöne zeit + freude,
marion
Liebe Marion,
danke für deine Antwort. Nichts ist passiert. Heute sagte mir die Teilnehmerin allerdings, dass die Atemnot zum ersten Mal schon 2 Tage nach der Stunde auftrat. Seither passiert das wohl regelmäßiger.

Dir auch eine schöne Zeit.
Frauke
Hallo Frauke,
was wir denken das werden wir...... Ich glaube hier ist es wichitg die Grundeinstellung zur Yogaphilosophie....Ich habe die gleiche Reaktion bei einigen Menschen schon beobachtet. Ich glaube die kommt vom viel lesen und von einem Grundmisstrauen zu allem was nicht zum Kulturkreis und Gewonheiten gehoert.
Es ist mir selbst was aehnliches viele Jahre her passiert, Angst aber kombiniert mit Begeisterung. Die Begeisterung hat zum Glueck gewonnen. Angst ist glaube ich eine normale Reaktion auf etwas neues, bei einigen Menschen ausgepraegter als bei anderen. Es gibt auch viele mystische und wiederspruechliche Stories ueber Yoga die eventuell Deine Teilnehmerin tief beaenstigt haben (Sekte, Kundalini, schlechte und gute Energien, Yoga Monsters:))) etc.....).
Und 4 Tage nach dem Yoga.... schwer zu sagen dass es genau mit der Yogastunde zu tun hat.... ich glaube andere Einfluesse und Gedanken, sowie eine schon vorliegende psychische Stoerung koennen die Ursachen sein....
Lg,
Dipalii
Liebe Dipalii,
danke für die Anregung. Werde in dieser Richtung nachforschen. Vertrauen haben und entwickeln spielt sicherlich eine große Rolle. Auch um sich öffnen zu können. Selbstvertrauen in die eigenen Kraft und Stärke und ebenso eine gewisse Gelassenheit sind wichtige Stützen auf dem Weg.

Alles Liebe
Frauke
OM OM OM
hallo Frauke,

es gibt viele verschiedene Angsstörungen. Ich würde ebenfalls deiner Teilnehmerin raten, das psychologisch abklären zu lassen. Wenn das erst 4 Tage nach der Yoga-Std. aufgetreten ist, würde ich es nicht in Zusammenhang bringen mit der Yoga-Std. Allerdings kann man das wirklich nicht so pauschal sagen. Yoga berührt unser Unterbewusstsein und manchmal kommen eben auch alte Verletzungen u.a. an die Oberfläche. Ich persönlich habe allerdings noch nicht gehört, dass so etwas nach 4 Tagen auftritt. Meistens geschieht es direkt in der Yoga-Std., dass jemand traurig wird oder andere Gefühle hochkommen. Wenn jemand mit vorhandenen Angststörungen in die Yoga-Std. kommt, kann ich mir vorstellen, dass es dann anders sein kann. Dafür wäre es wichtig es psychologisch abklären zu lassen.

Anschließend kannst du vielleicht spezielle Hilfestellungen geben. Vom 31.05. bis 05.06. biete ich bei uns in Bad Meinberg eine Yogalehrer Weiterbildung an. "Yoga bei psychischen Problemen". Da besprechen wir u.A. Ängste und Angststörungen - Welche Störungen es gibt, wie wir als Yogalehrerinnen damit umgehen können und wie wir individuelle Übungsprogramme entwickeln können.

Herzliche Grüße
Om Shanti
Shivakami R. Bretz
Om liebe Shivakami,
ich danke Dir für die Antwort. Die ein oder andere Idee zur Hilfe baut sich bereits auf und eine psychologische Beratung ist sicherlich ratsam, bevor sich das Problem körperlich manifestiert. Ich denke aber auch es ist sehr wichtig, sich immer wieder klar zu machen, welch machtvolles Instrument wir beim Yogaunterrichten in der Hand haben. Zur Öffnung, die ja häufig das Thema in Yogastunden ist, muss sich auch eine Stabilität, Festigkeit und Erdverbundenheit gesellen. Wenn die Öffnung zu unvermittelt kommt, verlieren wir vielleicht zu schnell den Boden unter den Füssen.
Gerne würde ich an Deiner Fortbildung teilnehmen, kann aber aus zeitlichen Gründen nicht. Werde drauf achten, wann Du es zum nächsten Mal anbietest.

Om shanti
Frauke
Liebe Frauke
Hier einige Gedanken meinerseits: Yoga bringt die Lebensenergie wieder in Fluss und Blockaden werden gelöst. Diese für viele neuen Empfindungen können auch Angst auslösen. Doch dann sind sie nicht mehr verborgen, wir können uns diesen Stellen und diese umwandeln. Vielleicht hilft es Deiner Schülerin, sich zu Fragen, vor was sie denn Angst hat. Sie kann dieser Angst somit ein Bild, ein Gesicht geben. Yoga soll doch auch die Frage aufhellen "wer bin ich?". Ich hoffe sehr, diese Person geht auf diese spannende Lebensreise und es ehrt Dich sehr, wenn sich diese Person Dir vertrauensvoll öffnet.

Viel Glück, Christian
Lieber Christian,
genau so empfinde ich auch. Ich denke, da ist viel unter den Teppich gekehrt worden, was vielleicht sowieso ans Tageslicht wollte und die Yogastunde war der Auslöser.
Ich habe meiner Schülerin heute morgen Ähnliches, was du geschrieben hast, geraten und hoffe auch sehr, dass Sie den Weg weiter gehen wird. Immerhin ist sie nach dieser "Hammer" Erfahrung trotzdem mit einem vorsichtigen Lächeln in ihre zweite Stunde gegangen und ich hoffe, dass Sie sich mir weiter mitteilt und ich die passenden Worte finde, sie zu unterstützen.

Danke für die aufmunternden Worte.
Frauke
Hat sie die Angst formulieren können?
Hallo Frauke,


nach 4 Tagen ist sehr lang.. - jedoch kann die Betreffende möglicherweise das vorher soweit verdrängt haben? - wie du sagtest: 'unter den Teppich kehren' ..?
Erfahrungen in dem Zusammenhang beginnen eigentlich immer direkt beim Ausüben, die Reaktion darauf ist natürlich verschieden lang.
Wenn ein Mensch von etwas weiß, rückt es schneller ins Bewußtsein, als wenn es ein unbekanntes ( nicht offen-sichtlich) Thema ist...Längst vergessene Dinge, stark ins Unterbewußte abgedrängte, brauchen Zeit um wieder aufzusteigen, dann ist immer zuerst die verdrängte Emotion, nicht das verdrängte Thema da. Ich halte jedoch für sehr warscheinlich, das noch etwas anderes zusätzlich einen Anstoss gab.
- Warum? Ganz einfach: Wie kommt die Betreffende auf den Zusammenhang mit dem von ihr vor 4 Tagen ausgeübten Yoga?

Starke Wirkungen der öffnenden Asanas sind in der 1. Stunde schon etwas Besonderes, nur meiner Erfahrung nach muß der Übende dann darauf achten, sanfter, achtsamer zu üben und seine Grenzen wahrnehmen und der Lehrende sollte darauf Einfluß nehmen, um dort die mitfühlende Unterstützung anbieten zu können, da gerade am Anfang diese Hilfe benötigt wird. Ich weiß, dass das Vertrauen (Loslassen der gelösten Emotion)in die eigene Kraft in dem Moment da ist und wächst, wenn der Übende wahrnimmt, das er selbst bestimmen kann, wie weit er in die Haltung (innerlich wie äußerlich) hineingeht - dafür zunächst erst einmal ein Gefühl entwickelt, wie er in die Haltung(en) geht (Ausrichtung und Kraftaufwand), wie er sich dabei fühlt..usw.
Das hört sich sehr nach Einzelbetreuung an, ist aber im Rahmen eines geschlossenen Kurses praktikabel.
Auch die anderen Gruppenmitglieder, wenn es eine feste Gruppe ist, profitieren davon, denn diese Gruppe ist in ihrer Konstellation einzigartig und nicht umsonst 'so wie sie ist' zusammengekommen.

Hat sich seitdem etwas getan, Frauke?

LG,

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