Wie geht man ein Yogatraining an? Was muss man berücksichtigen? Wir geben ein paar Tipps im Vorfeld, damit das Training ein voller Erfolg wird.
Du hast Dich dazu entschieden Yogi/ni zu werden. Aber wo anfangen? An wen wenden? Wo Unterstützung suchen? Gibt es ungeschriebene Yoga-Regeln, die es zu berücksichtigen gilt? Keine Angst. Den wichtigsten Schritt hast Du bereits getan. Für alles weitere geben wir Dir hier die nötigsten Informationen, damit Du ganz beruhigt und motiviert starten kannst.
Stilrichtung
Wähle zunächst die für Dich passende Yoga-Art. Das erfordert natürlich ein wenig Recherche. Heutzutage gibt es eine Menge an verschiedenen Yoga-Stilen aus der man wählen kann. Du hast im wahrsten Sinne des Wortes die Qual der Wahl, denn leider ist damit auch die Chance direkt die passende Richtung zu finden erschwert. Lass Dich nicht abschrecken, wenn der erste (zweite, dritte...) Kurs den Du gewählt hast nicht Deinem Typ oder Fitness-Level entspricht.
Tipp: Hatha Yoga ist zum Beispiel sehr anfängergeeignet durch seine sehr meditative und entschleunigte Art. Wer etwas mehr Bewegung sucht, dem könnte Vinyasa mit seinen sanft fließenden Bewegungsabläufen in Verbindung mit geregelter Atmung gefallen.
Kurswahl
Hast Du Dich für eine Richtung entschieden? Dann ist es Zeit den passenden Kurs zu finden. Das Internet ist hier das hilfreichste Tool um Kurse in Deiner Nähe zu finden. Einen Überblick gibt es zum Beispiel bei yogakurse24.de. Viele Fitness-Studios bieten ebenfalls Yogakurse an. Wenn Du also schon irgendwo Mitglied bist, bietet es sich natürlich an, dieses Angebot zuerst wahrzunehmen. Fang am besten an mit einem Einsteigerkurs. So triffst Du Leute auf demselben Level – Gemeinsamkeiten verbinden!
Tipp: Such einen Kurs der „auf dem Weg“ liegt. Also in Arbeitsnähe oder nah Deiner Wohnung. Je weiter weg die Yogaschule sich befindet, umso mehr Zeit nimmt es natürlich in Anspruch dorthin zu kommen. Große Entfernungen sollen Trainingswillige schon davon abgehalten haben ihre Kurse regelmäßig zu besuchen.
Kein Buch oder Video kann einen guten Lehrer oder eine gute Lehrerin ersetzen. Wenn Du aber keinen Kurs besuchen möchtest oder kannst, bieten sich Einsteiger-Videos an. Sie ermöglichen besser als ein Buch das Erfassen von Bewegungsabläufen.
Vorbereitung
Du hast einen Kurs gefunden und einen Termin vereinbart. Jetzt stellt sich die Frage was mitzubringen ist... und anzuziehen. Nur die Ruhe. Keiner erwartet beim ersten Training ein perfektes Outfit! Bequeme Sportkleidung die genug Bewegungsfreiraum lässt sollte es aber schon sein. Und auf ein Training ohne Schuhe oder Socken solltest Du vorbereitet sein. Matten stellt in der Regel das Fitness- oder Yoga-Studio.
Tipp: Ein eigenes Handtuch zur Unterlage ist angenehm, wenn man keine eigene Yogamatte mitbringt und eine Gemeinschaftsmatte nutzen will.
Kursablauf
Es ist gut zu wissen was einen erwartet. Deshalb ein kurzer Überblick über den Ablauf eines Kurses: Meist werden zunächst alle Matten im Raum verteilt, dem Lehrer zugewandt. Hier ist es sinnvoll genug Platz zum Nachbar zu lassen, denn manche Übungen erfordern viel Raum. Bevor das Training beginnt, kann man sich entspannt in der typischen yogischen Sitzposition, dem Sukhasana auf die Matte setzen oder sich schon mit leichtem Stretching aufwärmen.
Viele Yoga-Lehrer/innen beginnen ihre Kurse mit einem dreifachen „OM“, und machen dann einige Atem- oder Meditationsübungen. Bevor mit dem eigentlichen Kursprogramm begonnen wird, gibt es in der Regel noch einige Aufwärm-Übungen. Zum Schluss folgen meist ein letztes Stretching und eine Entspannungsphase um dann mit einem erneuten dreifachen „OM“ den Kurs zu beenden.
Grundsätzliches
Ansonsten gelten auch für Yoga-Kurse dieselben Regeln wie für andere Sportarten: Keine schweren Mahlzeiten vor dem Training zu sich nehmen, vor und nach dem Kurs ausreichend Wasser trinken. Du solltest dem Kursleiter mitteilen, wenn es Dein erstes Training ist, in der Regel wird die Frage nach Neueinsteigern aber von selbst fallen. Natürlich kannst und solltest Du jederzeit nach Hilfe fragen, aber auch hier wird der Kursleiter oder die Kursleiterin Dir meist zuvorkommen.
Und last but not least: Regelmäßiges Training macht den Unterschied! Nicht nur Dein Körper wird sich zum Positiven verändern, natürlich werden Dir auch alle Übungen durch die häufige Wiederholung leichter fallen und darum Bewegungsabläufe viel mehr Spaß machen. Vor allem wird Dein Geist lernen sich immer schneller und besser zu entspannen.
Jetzt kann doch eigentlich nichts mehr aufhalten, oder?