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Hallo an alle! Bin neu hier im Forum und hab mal ne Frage. Bin am überlegen eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu machen, da ich so viel Freude an Yoga habe und mir gut vorstellen kann dies auch zu unterrichten. Kann man dies auch Hauptberuflich machen? Wie sind da die Chancen?. Bin zur Zeit am Ende meines Studiums( Lehramt Sport und Chemie) und bin mir nicht mehr sicher, ob es mich glücklich macht später an einer Haupt/Realschule zu unterrichten.Deswegen überlege ich, ob ich anstelle des Refrendariats erstmal eine Ausbildung zur Yogalehrerin mache. Nur hab ich Angst, dass ich damit später nicht genug verdiene, wenn ich nur als Yogalehrerin tätig bin..Achso hat vielleicht jemand einen guten Tipp für eine Yogalehrerausbildung in der Nähe von Dortmund? Ganz besonders intressiert mich übrigens auch Yogatherapie.Mit welchen Kosten müsste ich rechnen?So viele Fragen;-) Vielleicht kann mir ja jemand helfen...viele liebe Grüße!

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Hi Lissi,
ich kann mit Dir nur meine Erfahrungen in Hamburg teilen.
In meiner 9-monatigen Yogalehrerausbildung hieß es u.a. dass man NICHT Hauptberuflich als Yogalehrer arbeiten soll, damit man von seinen Schülern nicht finanziell abhängig wird. Damit soll eine Form vom "Mißbrauch" ausgeschlossen werden und tatsächlich kenne ich Heiler (nicht Yogis!), die sehr teure Gruppenseminare geben und am Ende den Schülern sagen, dass sie jetzt die-und-die teuere Behandlung oder die nächste Stufe machen sollten . Bei dem Heiler natürlich...€€€

Soweit die Moral der Geschicht. Ganz praktisch gesehen, ist es von der finanziellen Seite auch eher schwierig.
Selbst unser Ausbilder leitet nicht nur Kurse und Ausbildungen sondern schreibt auch noch Bücher und wird als Referent gebucht. Der hat zudem zig Jahre an Erfahrung auf diesem Sektor.

Kalkuliere es doch mal durch:
- Raummiete & Reinigung
- Werbung
- Steuern
- Krankenversicherung
- Berufshaftpflicht
...denn eine Anstellung gibt es in diesem Bereich so gut wie nie.

Bedenke weiterhin, dass man dann arbeiten muss, wenn die Teilnehmer Feierabend haben - also in erster Linie Abends und am Wochenende.

Ich kenne ausser meinem Ausbilder keine/n, der/die allein als YogalehrerIn existieren kann (Lottogewinner ausgenommen).
Vielleicht ist es für Dich am Besten, sich erst einmal ein solides finanzielles Standbei zu schaffen und nebenbei Yogakurse zu unterrichten. Wenn es bombastisch läuft, kann man ja im nächsten Schritt zu einer Teilzeitstelle umsteigen. Und warum nicht Yoga auch an einer Schule einführen?

Zum Thema Yogatherapie, das ich übrigens auch sehr spannend finde:
Als "TherapeutIn" darf man sich nur bezeichnen, wenn man eine Prüfung vor der Ärztekammer abgelegt hat, also Ärzte oder Heilpraktiker ist.
In meinem Yoga ist der therapeutische Effekt ja schon so gut wie beinhaltet (wir arbeiten mit speziellen Kriyas die einen bestimmten Zweck haben).

Die Kosten der Ausbildung hängen davon ab, welchen Yogastil Du genau machst und demnach lernen willst.
Da gibt es die unterschiedlichsten Modelle und teilweise auch mehrjährige Ausbildungen.

Ich hoffe meine Erfahrungen konnten Dir ein wenig Anregung geben.
Liebe Grüße
Manu
Hallo,

Habe hier schon gute antworten gelesen;

ich selbst unterrichte in Wien, an der VHS, Uni und Therme Oberlaa;

es ist kein problem, mal zusätzlich ein paar hundert euro zu verdienen, aber wenn es mehr werden soll steht man oft unter zugzwang;

letztlich ist es die eigene person, das eigene wissen, welches weitergegeben werden soll; aber was kann man wirklich ehrlich und guten gesissens weitergeben? Ist es eine innerliche Befriedigung 20x wächentlich immer denselben asana unterricht zu geben .... legt Euch alle in savanasa, linkes bein hoch, rechtes bein hoch .... ??

ich habe lange in südafrika gelebt, und auch schon 2 mal viele monate in indien verbracht:

da kamen mir dann die yogalehrer ausbildungen in europa - im nachhinnein betrachtet - doch recht seltsam vor;

Ja, sivananda und yoga vidya machen wirklich erstklassische ausbildungen, ich würde aber wirklich empfehlen, nach indien zu fahren und zB yoga school of bihar oer sivananda ashrams zu erleben; es geht nur in zweiter linie um asanas, v.a. in der yoga school of bihar lernst du pranayama, japa, meditation, kundalini kiryas welche nur in geschützter umgebung wirklich geübt werden können;

lg

erwin
www.proyoga.at
Liebe Lisssi,
ich bin jetzt seit 20 Jahren Yogalehrerin und seit 17 Jahren in eigener Schule hauptberuflich tätig. Jetzt nach 17 Jahren unterrichte ich 120 SchülerInnen in der Woche und kann davon leben, aber alleine für die ganze Familie würde es nicht reichen. Mein Mann ist auch berufstätig und verdient seinen Teil dazu. Außerdem habe ich in all den Jahren viele Fortbildunggen im Bereich Systemmische Therapie und Geistiges Heilen gemacht, die mein Angebot vervollständigen. Ursprünglich lernte ich den Beruf "staatl. anerkannte Masseurin" und merkte auch schnell, dass ich damit nicht alt werden möchte und begann nebenher mit meiner 3 jährigen YogalehrerInnen-Ausbildung und bin ca. 3 Jahre dann erstmal parallel gelaufen. Halbtags Massage und abends Yogakurs in der VHS.
Also ich empfehle dir auf jeden Fall dein Referendariat zu machen und vielleicht schon parallel eine Yogalehrerausbildung oder danach.Auch als Lehrerin kannst du vielleicht halbtags arbeiten und die Yogakurse langsam aufbauen. Du mußt ja auch erstmal Erfahrungen sammeln.
Und jetzt mache ich Werbung für mich...: Ich biete ab Nov. eine YogalehrerInnen Ausbildung an und wenn du Lust hast, dann schaue unter www. yoga-kruessenberg.de oder Mail mir, wenn du genaue Infos zu gesendet haben möchtest.
Wünsche dir auf jeden Fall alles Liebe und eine gute Entscheidung für dich, Jeannette

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