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An vier Wochentagen entrollt Nancy Seitz ihre Yogamatte und bemüht sich um eine mindestens 90-minütige Asana Praxis, die auf der Tradition des Sivananda Yoga beruht. Aber Nancy trennt ihr eigentliches Leben nicht vom Yoga, denn auch die religiöse Seite hat die 55-jährige Redakteurin aus Manhattan gepackt.
 


So ist es ihr wichtig, dass das Göttliche ihr ganzes Leben durchdringt und bestimmt. Ihr Vormittag beginnt mit einer halbstündigen Mantra Meditation und sie bittet noch vor ihrer Fahrt zur Arbeit um eine gute Ankunft. Ihre Mahlzeiten beginnt sie nicht ohne einen Dank und einmal pro Woche nimmt sie an einer lokalen Lichtzeremonie teil, bei der der Göttin Saraswati Reis, Milch, Blumen und Wasser dargebracht werden. So ist ihre Yogapraxis angelehnt an die Lehren des Swami Sivananda.

Nancy Seitz ist überzeugt davon, dass ihr die unterschiedlichen Dimensionen ihrer Yogapraxis im Leben Halt geben, weil sie sich des göttlichen Einflusses bewusst ist. Sie erfährt Yoga als ein lebensrettendes Mittel in einer harten, hektischen und anstrengenden Welt. Dafür steht das Wort „Bhakti“ aus dem Sanskrit. Dieses Bhakti Yoga eröffnet einen Pfad zur Selbstverwirklichung und ermöglicht die Einheit und Liebe zu allem, was ist.
So empfindet es auch der Musiker Jai Uttal, der Schüler des Neem Karoli Baba war und heute mit seinen Chantings zu den Workshops und Kirtans rund um den Erdball reist. Er sieht seinen Pfad so, dass er seine Sinne und Emotionen auf das Göttliche hin ausrichtet.

Viele amerikanische Yogis der letzten Jahre sind in ihrer Praxis so weit gereift, dass zeigt auch das Interesse Vieler beim jährlichen Bhakti Fest, welches vom Esalen Institut und auch von einer anderen Vereinigung in San Francisco gefeiert wird. Manche der Teilnehmer passen sich in der Kleidung an die Hinwendung zum Göttlichen an und erscheinen mit weißen Roben um auch nach außen diese Verbindung zu präsentieren.

Frawley erklärt die Popularität des Bhakti Yoga damit, dass es sich leichter zugänglich zeigt als manche andere Form des Yoga und das er weit über den Fitnesscharakter der Vergangenheit hinausweist.

Nach einem Artikel von Nora Isaacs für das amerikanische Yoga Journal.

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Bhakti ist hart und anstrengend - und nicht die Flucht ins himmelblaue Zuckerwattewunderland... Reifungsprozesse sehen doch etwas anders aus, als gemeinsam nette Bhakti Feste zu feiern? Dort lächeln alle selig, denken "nichts" und sind so sehr mit sich und der Welt im Reinen, dass die genutzte Gehirnmasse sich tatsächlich auf Grammeinheiten reduzieren ließe. Yogapraxis? Graue Theorie. Die Darstellung nach außen - perfektioniert.

Darf Bhakti auch dafür stehen, für ernsthafte Selbsterfahrung und Gottsuche?

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