Ob es reicht, sich Yoga selbst beizubringen und welche Rolle Lehrer/innen auf unserem Yogaweg spielen.
Traditionell ist es so, dass die Lehren des Yoga vom Lehrer an den Schüler weitergegeben werden, der dann irgendwann selber zum Lehrer wird und einer neuen Generation von Schülern das Wissen vermittelt.
Natürlich kann man sich Yoga auch selbst beibringen. Aber zu einem gewissen Zeitpunkt kommt man ohne professionelle Anleitung nicht weiter. Lehrer/innen können uns mit Tiefenkenntnissen der Anatomie und den philosophischen Ansätzen von Yoga vertraut machen, wo Bücher nicht mehr weiterhelfen.
Aufgabe eines Lehrers oder einer Lehrerin ist es, die Schüler/innen an ihre Grenzen zu bringen um aus alten Verhaltens- und Denkmustern ausbrechen zu können. Das können einige selber – mit viel Selbstdisziplin. Andere brauchen eine inspirierende Kraft und eine starke Hand, die sie mit Themen konfrontiert, die sie normalerweise meiden würden.
Tatsächlich gehört es auch zu den Aufgaben des Lehrer oder der Lehrerin, dem Schüler oder der Schülerin zu helfen sich von ihrem Ego zu befreien und Vertrauen, Gehorsam und Bescheidenheit zu entwickeln. Es geht in erster Linie darum, dem Lehrer oder der Lehrerin zu dienen, und dadurch eine tiefe Liebe für ihn/sie und die spirituelle Praxis zu entdecken.
Leider gibt es die Möglichkeit mit seinem Lehrer so eng zu arbeiten heute nur selten: Die Klassen sind oftmals sehr groß und dadurch besteht die Gefahr, dass Schüler/innen von Angebot zu Angebot wechseln, sobald sie in irgendeiner Weise unzufrieden sind.
Habt Ihr auch schon solche Erfahrungen machen müssen?