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Ich stehe im Krieger, weil der geht immer. Sonnengrussvariationen. Krieger 1, Krieger 2, Krieger 3, Krieger 4, ... Krieger gehen einfach, finde ich. Aber wieso trainiere ich eigentlich den Krieger? Sollte Yoga nicht zu innerem Frieden führen? Naja, fürs Selbstbewusstsein ists allemal gut. (Bisschen lächerlich komme ich aber schon vor dabei).

Obwohl, mache ich es mir da nicht etwas zu einfach. Ich spiele mit dem gewaltbereiten Jungen ja auch nicht mehr Schiffe versenken, sondern Schiffe finden. Und beim Quartett gewinnt nicht der Dino mit den höchsten Aggressionspunkten, sondern der mit den niedrigsten. Findet er total langweilig, egal, ich bestimme!

Hat der Krieger damit was zu tun, mit Durchsetzungsvermögen? Ich korrigiere meine Haltung, Füße fest in den Boden, entschiedener Blick, Hände bis in die Fingerspitzen kraftvoll.

Vielleicht bin ich ja auch zu streng mit dem Jungen. Wieso soll er nicht Krieg spielen üben. Bei der Bundeswehr gibts immerhin noch krisensichere Jobs. Und so wirklich kämpfen tun die ja auch nicht mehr. Hängen irgendwie nur rum in Afghanistan. Sollten mal was tun, die Jungs (und Mädels)!

Krieg spielen oder den Krieger üben? Letzteres erscheint mir dem Ernst der Lage angemessener. Vielleicht doch gar nicht so unnütz, dieser Krieger...

Hilft Yoga im Ernstfall? Ich bin auf jeden Fall in Krisensituationen inzwischen deutlich gelassener und fähig, ruhig und souverän zu handeln. Der Gedanke, dass von meinem Beitrag an Steuergeld eine Yogamatte für die Bundeswehr anstatt einer Schraube für den neuen Kampfjet finanziert wird, könnte glatt dazu führen, dass ich den Verlockungen von Hartz IV nicht doch noch erliege... Lächerlicher Gedanke? Wie wäre es mit dem folgenden Gedanken:

Arbeiten macht Sinn.

 Das zu glauben, ein Traum. Für den es sich zu kämpfen lohnt, oder?


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Naja ... dafür die Jungs in Afghanistan nur rumhängen haben einige meiner Freunde ganz schöne Kriegstraumata und andere sind ganz schön tot. Nur mal so zur Information. Mittlerweile wird wenigstens von kriegsähnlichen Zuständen gesprochen. Ich erinnere mich noch an den Tag als der Anschlag war. In einem ungeschützten Bus ohne Splitterschutzweste oder gar Beschussicher zum Flughafen gurken. Und dann kam der weiße Toyota. Bumm. Ich bin immer noch froh damals nicht nach A-Stan gegangen zu sein, wäre mein Kontingent und Bus gewesen.

Unserer ersten Kontingente durften noch nicht mal Waffen mitnehmen. Ist alles hier aus Deutschland heraus entschieden worden, von SPD und Grünen. In Afghanistan ist ja kein Krieg. Brunnen graben und Schulen aufbauen. jaja.

Kurz gesagt: Da unten ist Krieg und die dort Kräfte sollten benötigen tatsächlich jede Schraube für die (unzureichenden) Kampfmittel.


Warum ungewünschte Worte bei anderen ausblenden und wegbestimmen?

Ist Vermeidung überhaupt eine Lösung für irgendwas?
du gleis 24 :) genau gute worte zu diesem beitrag....danke andre
Männer, die emotional und persönlich werden, und die Frauen sagen nichts und hören nur zu - so schlecht finde ich meinen Beitrag gar nicht...
Genau so wie in "Sina und die Yogakatze" beschrieben ;-)

Danke für dein Angebot, aber ich weiß mich momentan in guten Händen.

Liebe Grüße,
Ella
:)))
@ ella

Ich habe sehr emotional reagiert, da waren ein paar der Schlüsselwörter die mich noch sehr reizen.
Ich wollte provozieren und habe mein Ziel erreicht. Und auch zum Nachdenken angeregt? Oder gleicht mein Beitrag den Statements mancher Politiker doch zu sehr...
Ehrlich gesagt hat dein Beitrag auf mich so gewirkt als ob Du von den Zuständen in Afghanistan nicht wirklich viel mitbekommen hast. Dein Beitrag hat mich weniger an Politiker Statements sondern mehr an 0815 Gutmenschblabla erinnnert. Dann kamen unzählige Erinnerungen unterschiedlicher Art hoch und ich habe das versucht in Worte zu fassen. Wie ist jetzt das Gefühl im Ziel zu sein? Und warum wolltest Du provozieren? Zum nachdenken anregen hast du geschafft, ich frage sogar nach :))
Ich ein Gutmensch? Das nehm ich mal als Kompliment.

Das Gefühl, im Ziel zu sein? Vielleicht so:

Wenn der See ist zugefrohren
und ganz rot schon meine Ohren
zück ich meine Thermoskanne
und verlänge so die Spanne
die ich bleiben kann am See
gut erwärmt vom grünen Tee.
Genieß die Sonne und das Eis
und das Feld gehüllt in weiß.
Geht der Tee dann doch zur neige
ist es für mich gar nicht feige
heimzugehn ins warme Stübchen
koch mir da ein leckres Süppchen
esse das mit Hochgenuss
da ich nicht den Helden spielen muss.
:-)))
ja, das dichten steckte an,
bemühte mich so gut ich kann

Wenn es hier so manchen freut
mich die Mühe gar nicht reut :-)
danke dank stinkefuss..

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