Vorneweg gesagt: Höhenangst sollte man nicht mitbringen, wenn man den neuen Trend des Tree Yoga aus Amerika ausprobieren möchte. Der Fallschirmspringer Hal Pruessner hatte eine Idee. Die Asana „Baum“ aus dem klassischen Hatha Yoga ist eine der bekanntesten Übungen, die jeder Yoga-Schüler kennt. Auf den ersten Blick soll der Gleichgewichtssinn trainiert werden, auf den zweiten Blick geht es aber auch um Erdverbundenheit und Bodenständigkeit. Pruessner hatte den Wunsch die Elemente so nah wie möglich zu spüren. Aus diesem Grund entwickelte er das Tree Yoga. 2007 bracht er dazu die Tree Yoga Multischlinge auf den Markt. Zwei Schlingen halten den Yoga-Übenden am Baum in Balance, während man kopfüber vom Baum hängend Asanas ausführt.
Schwerelosigkeit können die Yogis auf diese weise mühelos erfahren, durch die Nähe zum Baum aber ebenso die Kraft der Natur spüren. Die Schwerkraft entgegen der gewohnten Position zu überwinden, setzt nach Pruessner besondere Glückshormone frei. Zudem wird die Flexibilität des Körpers gefördert und die Kraft der Muskeln trainiert. Bleibt nur die Frage, welcher Baum in Frage kommt. Anfänger wählen biegsame Trauerweiden, fortgeschrittene alte Eichen und Vorsichtige üben im eigenen Garten am Birnbaum. Nur morsch sollten die Äste nicht sein. Ein gesunder Ast braucht für erfolgreiches Tree yoga nur einen Durchmesser von 15 Zentimetern.
Wäre Tree Yoga etwas für Euch oder haltet nur eine weitere Mode-Erscheinung? Diskutiert mit uns, welche Rolle Ihr Bäumen beim Yoga zutraut. Wir sind gespannt.
Quelle:
www.yogajournal.de
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