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Die Evolution hat unseren Körper so konzipiert, dass er sich dazu eignet sich immer und immer zu bewegen. Wir aber neigen dazu einen Großteil unserer Zeit im Sitzen zu verbringen. Und so hocken wir tagtäglich unzählige Stunden im Auto oder Bus, vor dem Computer oder Fernseher.



Dabei gibt es Studien, die sich vor allem damit beschäftigt haben und die uns zeigen, wie ungesund dieses Dauersitzen ist. Vor vierzehn Jahren erschien das Ergebnis der Studie der amerikanischen Krebsgesellschaft und die lässt kein gutes Haar daran, dass wir uns so wenig bewegen wie nie.

Grunderkrankungen wie alle Krankheiten des Herz-Kreislaufsystems oder Diabetes resultieren aus unserer Bequemlichkeit. Und es konnte nachgewiesen werden, dass Menschen, die ihre Zeit zumeist sitzend verbringen, auch früher sterben als andere, die sich viel bewegen.

Liest man in einschlägigen Ratgebern, findet man dort den Hinweis, dass man mindestens 150 Minuten pro Woche in einer trainingsgesteuerten Bewegung oder beim Sport verbringen sollte, so erklärt es auch Alpa Patel, der als Forscher maßgeblichen Anteil an der oben genannten Studie hatte. Und doch, so Patel, ist der Verlust des Trainingseffektes vorprogrammiert, wenn man im Anschluss wieder nur sitzt. Das ist zwar wissenschaftlich noch nicht genau erklärbar, zielt aber sicher auf die gleiche Begründung ab, wie es bei den Dauersitzern der Fall ist.

Der Präventivmediziner und Internist Raul Seballos aus Cleveland propagiert daher einen neuen Ansatz, den er aktive Pause nennt. Wer sein Telefon außerhalb der Reichweite seiner Arme platziert, oder seine Pausen stehend verbringt, der kann dem negativen Effekt des Sitzens entgegenwirken. Limitierte Computerzeiten, die man durch kurzes Aufstehen unterbricht oder aktive Hausarbeit, die man am Abend vor dem Fernseher erledigen kann, können hilfreich sein. Jedenfalls sollte man seine gesamte Sitzzeit des Tages nicht aus dem Auge verlieren. Planen Sie in jedem Fall Stehpausen ein, die allzu lange Sitzungen unterbrechen. Dass dafür natürlich auch ein wenig Konsequenz und Selbstüberwindung von Nöten ist, ist nur normal. Aber wenn man in diesen Momenten immer daran denkt, dass das Aufstehen unserer Gesundheit förderlich ist, kann das Aufstehen leichter fallen.

Nach einem Artikel von Stephanie Woodard aus dem deutschen Yoga Journal.

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