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Es ist selbstverständlich, dass Yogalehrer ihre Übungen den Gegebenheiten anpassen, wenn ein Schüler körperlich nicht mithalten kann und beim Yoga Schmerzen verspürt. Was aber passiert, wenn die Schüler mit spirituellen Ansätzen des Lehrenden nicht zurecht kommen?

Solcherlei Schwierigkeiten fühlte jedenfalls auch Julia Cato in ihrer Rolle des Lehrers, die sich auch beruflich der Vermittlung unterschiedlicher Glaubensrichtungen widmet. Yoga sollte Geist, Körper und Verstand zusammenbringen und deshalb benötigt man während des Yogaunterrichts auch eine Atmosphäre, die in Freundlichkeit und Akzeptanz verschiedene spirituelle Vorstellungen und Empfindungen zulässt. Wie aber kann das gelingen, wenn Atheisten, Christen, Juden und Moslems sich in einer Gruppe wiederfinden?

Zunächst ist es wichtig, dass die Teilnehmer eines Kurses mit der Leitung über Wünsche und Ziele des spirituellen Weges ins Gespräch kommen. Dabei soll auch die individuelle Spiritualität des Lehrers weitestgehend klar für alle sein, da im Unterbewusstsein der eigene Glaube sicher in die Haltung während des Unterrichts mit einfließt.

Im Bereich des Mantras können Yogis auch Bibelverse und Gebete nutzen und mit religiösen Symbolen sogar den Yogaraum nach einer bestimmten Stimmung einrichten. Trotzdem lassen sich auch andere Texte rezitieren oder selbst bei Nichtgläubigen lässt sich durch Yoga eine wirkliche spirituelle Tiefe erreichen. Der Atem und sein beständiger Fluss sind dabei ein guter Ansatz, denn wir holen Luft, ohne darüber nachzudenken – und das gilt für jeden Menschen, egal welchem Kulturkreis oder welcher Religion er angehört.

Einige Tipps für Yogalehrer gibt es in jedem Fall Neulinge müssen über die Grundrichtung des Unterrichts informiert werden um Unsicherheiten von vorneherein auszuschließen.

Mantras in der Muttersprache der Teilnehmer vereinfachen die intensive Rezitation. Wer mit Sanskrittexten arbeitet, sollte eine Übersetzung mitliefern.

Die verschiedenen Hochfeste aller vertretenen Religionen einer Gruppe sollten anhand eines Kalenders nachzulesen sein und von allen Teilnehmern akzeptiert und beachtet werden.

Zu jeder Zeit muss Teilnehmern die Möglichkeit gegeben werden, aus den Übungen auszusteigen oder diese den eigenen Gegebenheiten anzupassen, in dem man stille Gebete der eigenen Religion rezitiert.

Lehrer müssen sich für alle Wünsche der Schüler aus spiritueller Sicht gegenüber offen und bereit zeigen.

So wirst Du erreichen, dass sich alle Mitglieder Deiner Yogagruppe wohlfühlen, wenn Du die vorgenannten Regeln nicht aus dem Blick verlierst. Schließlich kann tiefe Spiritualität nur erreicht werden, wenn die Menschen sich in der Gruppe angenommen und akzeptiert fühlen mit allen Eigenheiten, die sie ausmachen.

Aus einem Artikel aus dem amerikanischen Yoga Journal von Melissa Garvey.

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sehr interessanter artikel.

ich mache mit diesem thema regelmäßig erfahrungen mit meinem yogalehrer. vor allem in der meditationsgruppe lässt er oft religiöse (katholische) elemente einfließen, wenn auch niemals dogmatisch oder intolerant gegenüber anderen glaubensrichtungen. jedoch spüre ich als überzeugter atheist einfach automatisch eine gewisse abneigung gegenüber religiösen inhalten, was mich dann des öfteren von dem eigentlichen inhalt der meditationsstunde ablenkt. andere kursteilnehmer wiederum reagieren sehr positiv darauf.

vor allem wenn man in einer gruppe übt sollte man auch als teilnehmer offen sein und sich nicht auf einen spirituellen ansatz versteifen. wenn dann der lehrer einflüsse einbringt die einem persönlich nicht so sehr liegen kann man ja trotzdem mit einem offenen geist zuhöhren und sich die elemente herauspicken die einem zusagen.

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