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Hallo liebe Community,

seit über einem Jahr mache ich Kundalini Yoga, mit wachsender Begeisterung, bis mir unsanft der Spaß getrübt wurde.

Ich hatte vor 5 Jahren einen Bandscheibenvorfall am 5. Lendenwirbel. Nachdem ich ein modernes Rückenprogramm durchlaufen habe (ich verstehe z.b. Teile der dort angewandten Rückenphilosophie so, dass eigentlich fast alles erlaubt ist, Training ist Belastung, Belastung ist Training...), war ich 3 Jahre beschwerdefrei.

Vor zwei Jahren (also ein Jahr bevor ich mit Yoga angefangen habe) bekam ich wieder leichte Beschwerden und weiß noch nicht, woran es liegt. Eins ist sicher: durch Yoga sind die Beschwerden nicht besser geworden. Leider haben sie im letzten Jahr noch etwas zugenommen und natürlich kann ich nicht sagen, obs am Yoga liegt oder ob es ohne Yoga vielleicht noch schlimmer wäre. Fakt ist, dass ich nach einigen Übungen für kurze Zeit einen empfindlicheren Rücken habe, nachvollziehbar sind dies die Übungen, bei denen man ein Hohlkreuz macht, wie z.b. Kobra. Aber ob das Yoga meinen Grundzustand insgesamt verschlechtert hat, weiß ich nicht (und hoffe ich nicht). Vielleicht wäre es auch ohne Yoga empfindlicher geworden.

Irritierend finde ich, dass 2 Yogalehrer (nicht Kundalini) und eine langjährige Yoga Praktizierende mir gesagt haben, dass Yoga sehr wohl den Rücken verschlimmern kann, wenn man schon Bandscheibenprobleme hatte. Man muss sich sehr gut auskennen und wissen, wie man die Übungen machen soll.Sie sagen, im Kundalini würde sich aber um die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen und ggf. Abwandlungen nicht ausreichend gekümmert, weil neuere Erkenntnisse nicht ausreichend einfließen. Das kann ich allderings nicht beurteilen.

Wenn ich nicht weiß, was ich darf und wie es geht, könne das also langfristig schaden. Bislang weiß ich aber nicht, ob Übungen abgewandelt werden sollten, wenn ja welche und wie.

Hingegen mein Orthopäde und auch meine Krankengymnastin sehen überhaupt kein Problem im Yoga,allenfalls beim Schulterstand müsse man aufpassen. Da diese Rückenleute mich schonmal gesund gemacht haben und zu den Besten zählen,die nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen arbeiten, habe ich großes Vertrauen zu ihnen. Solange es nicht weh tut und ich es mit Vernunft mache und auf mein Gefühl höre, sei alles o.k. Außedem könne man beim Rücken nichts kaputt machen.
Einschränkung was mein Vertrauen zu diesen Schulmedizinern betrifft ist allerdings: sie machen selbst kein Yoga....

Was soll ich nun daraus ziehen? Mein Gefühl sagt: der Rücken ist nicht besser geworden. Eher etwas empfindlicher. Ich weiß nicht woran es liegt. Ich habe bei den wenigsten Yogaübungen Schmerzen, Warum sollen sie also den Rücken schädigen, wenn mir bei der Ausführung schon nichts Negatives auffällt? Manchmal wird z.B. von Drehungen abgeraten, aber die mache ich prima und schmerzfrei. Die einzigen Übungen, die spürbar empfindlich machen, sind die mit dem Hohlkreuz. Die könnte ich weglassen oder abmildern, das wäre eine Regel,die ich selbst (als Fast-Laie) gut nachvollziehen und befolgen könnte. Aber muss ich mich noch besser auskennen, um Folgeschäden zu vermeiden? Reicht es nicht, auf mein Gefühl zu hören?

Ich hoffe, Ihr versteht meine Ratlosigkeit. Ich würde sehr gerne wieder zu meiner Begeisterung und dem Gefühl, etwas richtig Gutes zu tun, zurückkehren. Und nun sagen ausgerechnet die Yogaprofis, dass ich ein Knowhow dazu brauche, das ich als Laie nur schwer bekommen kann. Und die Schulmediziner haben kein Problem damit...

Ich würde mich sehr freuen, wenn es ein paar Meinungen und Erfahrungen dazu gäbe.

Lieben Dank

SatNam

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Liebe/r Seeker,

ich habe im Laufe meiner Yogalehrer-Ausbildung auch Rückenschmerzen bekommen und daraufhin eine Ausbildung für Präventionsgymnastik gemacht. Hier gelten einige traditionelle Hatha-Yoga-Übungen als sehr problematisch, vor allem bei Vorschäden und/oder ab einem bestimmten Alter. Man muss aber immer genau schauen: Was ist das Problem? Welche Übungen werden wie ausgeführt?

Allgemein gilt bei LWS-Problemen vor dem Hintergrund eines Bandscheibenvorfalls:
Drehungen sind okay, wenn der Rücken gerade bleibt. Dadurch werden die Bandscheiben ausgewrungen und können sich daraufhin mit neuen Nährstoffen füllen. Das ist gut und wichtig, da sie ja über keine eigene Blutversorgung verfügen.

Vorbeugen sind mit Vorsicht zu genießen, besonders die sehr intensiven wie Pfau oder Vorbeuge im Stehen mit stark gerundetem Rücken. Dadurch werden die Bandscheiben stark nach hinten gedrückt, können sich vorwölben, evtl. wieder reißen und auf die Nerven drücken. Bei Vorschäden gilt diese Gefahr als gegeben. Also Vorbeugen immer so, dass der untere Rücken nicht zu stark gerundet wird, am besten in Rückenlage und ohne das Becken vom Boden abzuheben. Auf diese Weise dehnen und entspannen sie die Rückenmuskulatur und verbessern dadurch die Durchblutung.

Gedrehte Vorbeugen: Davon wird eher abgeraten, da hier die Gefahr von Vorwölbungen und Vorfällen zu groß ist. Die meisten Bandscheibenvorfälle passieren ja, wenn Leute in gedrehter Haltung etwas Schweres heben (Wasserkasten aus dem Auto).

Rückbeugen (Hohlkreuz) sind ebenfalls mit Vorsicht zu genießen. Wenn eine Bandscheibe vorgeschädigt ist, ist unter Umständen der Spalt zwischen den Wirbelkörpern recht schmal geworden, d. h. die dort austretenden Nerven können bei extremen Rückbeugen gequetscht werden und sich entzünden. Berühmt dafür ist der Ischiasnerv.
Allgemein gilt aber das aktive Hohlkreuz, das du durch deine Rückenmuskeln herstellst, als unproblematisch. (Also in Bauchlage Beine oder Oberkörper heben, allein aus der Kraft der Muskulatur.) Das trainiert die schützende Muskulatur und wringt die Bandscheiben aus. Problematisch kann das passive Hohlkreuz sein, hergestellt durch die Schwerkraft (z.B. im Stand rückwärts beugen) oder andere Muskeln (wenn du dich z.B. bei der Kobra mit den Armen hochstemmst).
„Wenn du sagst: Kobra scheint den Rücken zu irritieren, aber ich weiß nicht, woher es kommt“, dann mach sie doch einfach mal eine Weile ohne Hochdrücken, moderat. Oder nur dynamisch, also in der Bauchlage den Oberkörper aus der Kraft des oberen Rückens heben und senken. Und beobachte, ob sich was ändert.

Was dem unteren Rücken allgemein gut tut:
- Kleine, schaukelnde Beckenbewegungen ohne große Belastung
- Eine gut trainierte Beckenbodenmuskulatur (z.B. durch Mula Bandha). Das entstaucht die LWS, sodass die Bandscheiben „atmen“ können.
- Dehnen des unteren Rückens durch moderate Vorbeugen
- Dehnen des Hüftbeugers (der Muskeln zwischen Oberschenkel und Becken), das fördert ebenfalls die Aufrichtung des Beckens
- Entspannung – Stress ist sehr am Auftreten von Rückenschmerzen beteiligt.

Allgemein stimmt, was du sagst: Training ist Belastung und Belastung ist Training. Nur auf die Dosis kommt es an. Darum wünsche ich dir weiterhin Freude am Yoga und dass du einen Weg findest, es so zu üben, dass es dir gut bekommt.

Liebe Grüße
Karin Burschik
Lieber SatNam

Falsch geübtes Yoga kann den Rücken schädigen. Es gibt beispielweise sehr viele Menschen, die durch die Sivananda Praxis (Rishikesh-Reihe) bei Yoga Vidya schwere Rückenbeschwerden erlitten haben.Ich kenne einige, auch während der Ausbildungen. Es wird in der regel eine ganz unpassende Praxis angdboten und das Leistungsdenken gefördert, welches dem Yoga wesensfremd ist.
Kürzlich hat bei uns eine Yogalehrerin ohne Kenntnis rückensicheren Arbeitens eine Art vinyasa-Yoga angeboten. Ergebnis: 4 Stunden Unterricht, 5 Menschen mit Rückenbeschwerden. Da wird sehr "mutig" unterrichtet, was für die meisten YogaVidya Lehrer gilt, die Menschen auch an den Füssen in den Schulterstand ziehen, selbst weinn es sich um einen sanften Kurs mit vielen eingeschänkten Personen handelt.
Yoga muss immer an die Bedürfnisse eines Menschen angepasst werden. Prinzip ist schmerzfreies Üben und die Qualität des Angenehmen. Beschwerden zeigen sich aber nicht immer sofort, sondern manchmal erst nach Tagen, manchmal erst über längere Zeiträume. Gefährlich für schleichende Schädigungen sind beispielweise der Schulterstand und der Pflug.
Relativ archaische Yogarten wie Kundalini, Sivananda oder Kriya-Yoga haben sich mit der Anpassung der Übungen an rückensicheres Arbeiten nicht ausreichend befasst. Sie können nicht als rückensicher, die Rückengesundheit fördernd und allgemein gesundheitsfördernd eingestuft werden, sondern bergen Risiken.
Dein Gefühl ist sehr wichtig. Deine Intuition sagt Dir, welche Übungen nicht gut tun. Nimm Dich zurück - weniger ist mehr - und praktiziere das Yoga so, das es Deinen Rückenstatus verbessert. Tritt dieser Effekt nicht ein, ist die Praxis für Dich falsch. Nur Praxis, die Dir gut tut, ist Yoga. Wer kein Yoga übt, kann keinerlei qualifiziertes Urtel darüber fällen.
Hallo Suchende(r),

Yoga ist immer gut, solange Du es in einem Maß und auf eine Art und Weise betreibst, die Dir gut tut. Da fast alle Übungen mit der Bewegung der Wirbelsäule arbeiten, ist gerade beim Yoga in Verbindung mit einer Schädigung ebendieser natürlich Vorsicht geboten. Der Mensch ist so gesund wie seine Wirbelsäule. Deshalb solltest Du beim üben langsam üben, ohne Dir Stress zu machen. Dein Körper zeigt bereits beim Üben, wo Deine Schmerzgrenze liegt. Der Schmerz ist die Grenze. So einfach ist das. Lege Dein Üben also so an, dass es beim Üben keine Schmerzen bereitet, und beobachte dann, ob Du, wenn Du auf diese Weise übst, auch im Folgenden weiterhin Rückenschmerzen hast. Wenn nicht, dann ist alles Butter. Wenn ja, dann modifiziere Dein Üben. So kommst Du mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter.
Gerade Yoga ist auf die Gesunderhaltung ausgelegt, wobei dies (zumindest auf körperlicher Ebene) nur ein Teilaspekt ist. Nicht jeder Mensch kann die so toll aussehenden Asanas einfach von null auf hundert erlernen. Gerade Kundalini Yoga ist eine sehr prekäre Angelegenheit, weil hier die stärkste (physische) Kraft des Menschen geweckt werden soll. Das ist allen Heilsversprechungen entgegen sehr schwierig und nicht von Pappe. Nichtsdestotrotz haben ja alle Yoga Übungen mit der Kundalini in mehr oder weniger intensiver Weise zu tun. Aber nur darauf fixiert zu üben...naja Du hast es probiert (und für ungut, d.h. schmerzhaft befunden.
Was ich noch empfehlen will: Einfache Muskelübungen für den Rücken, und vor allem : mit der eigenen Kraft des Rückens arbeiten. Wenn Du Dir zum Beispiel die Cobra ansiehst, wirst du feststellen, dass viele Menschen diese Asana in viel zu großem Maße durch die reine Armkraft, gegen die natürliche Biegung der WS ausführen: Dein Rücken hat Muskeln, und diese zu trainieren, könnte Deine Rückenbeschwerden bessern. Also, auf das Beispiel Cobra bezogen: Die Aufwärtsbewegung mit der eigenen Kraft des Rückens (auch mit sanfter Unterstützung der Armen, die aber eher halten als drücken sollten) ausführen, ohne Deine Rücken zu stark zu beanspruchen.
Vielleicht kommt aber auch Dein Körper nicht dem Yoga selbst nicht klar. Das ist immer möglich, wenn auch wenig wahrscheinlich. Wenn dem trotzdem so sein sollte: Viele Wege (da kannst Du Dir ganz sicher sein) führen nach Rom, zur Gresundheit, zu was auch immer. Du bist ja schließlich der Seeker, der Suchende, nicht wahr? Aber auch der Seeker wird zumindest zeitweisen zu einem Findenden.
Der aller sicherste Sache für den Rücken sind meiner Erfahrung nach auch Qi Gong Übungen. Das einfachste, so sprach der Meister, ist immer das Beste. Du wirst es wissen.

Viel Spass beim Suchen!

Tobi
Sat Nam,

es haben dir ja schon einige ausführlichst und super gut geantwortet. Ich kann mich dem meisten nur anschließen. Mich wundert etwas, dass dein Yogalehrer dir nicht Bescheid gibt bei welchen Übungen du aufpassen musst oder noch besser welche Alternativen du machen solltest. Ich bin selbst Kundalini Yogalehrerin und würde niemals einen Schüler die volle Kobra machen lassen unter diesen Voraussetzungen. Ich bin auch ständig bei den Ausbildungen dabei, um meinem Ausbilder zu helfen......eigentlich wird so etwas schon unterrichtet und auch bei der Prüfung abgefragt. Trotzdem muss ich dir recht geben, dass es beim Kundalini Yoga leider von vielen Lehrern vernachlässigt wird, wodurch auch angehende Lehrer nicht lernen auf solche körperlichen Einschränkungen einzugehen. Vielleicht solltest du deinen Lehrer noch mal darauf aufmerksam machen, dass er auch bei jeder Übung an dich denkt und dir Tips und Alternativen geben kann. Und natürlich ist es das wichtigste, dass du einfach auf dich hörst. Wie die anderen schon gesagt haben: Sei aufmerksam für dich und deinen Körper und akzeptiere seine Grenzen. Im Yoga geht es ja letztendlich nicht darum Übungen perfekt ausführen zu können, sondern durch die Übungen dein Bewusstsein zu erweitern. Also nimm dies als Chance für Selbsterkenntnis und Selbstverantwortung ;-)

Alles Liebe und Gute für deinen Weg
Siri Chandra K.
Hallo, am besten sind die Steh- und die Sitzübung über einen längeren Zeitraum. Damit wird der Rücken gestärkt. Später minimal die Drehübung dazunehmen. Das ist Millimeterarbeit. Dein Körper wird dir irgendwann sagen, wenn es soweit ist, anderes dazuzunehmen. Mit freundlichem Gruß Wolfgang.
Hallo seeker.

Kurze Antwort: GANZ KLAR JA! bei falscher Übungsweise, unpassenden Übungen und unter unqualifizierter Anleitung.
Suche Dir bitte eine Lehrerin, einen Lehrer mit Ausbildung beispielsweise im Berliner Yogazentrum. Die Leute sind bestens ausgebildet und speziell für den Umgang mit Gegebenheiten wie Deinen geschult und werden Dir mit Sicherheit passende Alternativen und Modifikationen zeigen können. Ideal dafür: individueller Einzelunterricht, da wird die Praxis genau auf Deine Belange zugeschnitten.
Aktuell solltest Du auf sehr dynamisches Üben verzichten: je schneller und abrupter eine Bewegung, je schwerer ist sie auch kontrollierbar.

Adressen findest Du auf www.byz.de

Beste Grüße und gute Besserung
Franziska

Also: du meinst man kann bei Yoga einiges falsch machen.

Ich habe 3 Jahre TaekwonDo und 12 Jahre Kung Fu, Ten Animal Style praktiziert. Seit 3 Jahren Hatha Yoga.

Mir geht es blendend. Ich habe keine Rückenprobleme, höchstens Übergewicht.

Ich weis ehrlich nicht wie ein geistig gesunder und körperlich normaler Mensch sich beim Yoga verletzen soll, habe ich keine Ahnung.
Ich bin auch bei den oben genannten Kampfkünsten nicht verletzt worden. Und ich bin nicht Supermann, ich bin ein ganz normaler Deutscher.

Ok, es gibt "Pechvögel", Menschen, die in jedes Fettnäpfchen treten, das verfügbar ist.

Und es gilt: Die sichtbare Welt ist ein Spiegel des Inneren eines jeden Menschen.
Wenn jemand voll die Panik hat vor Verletzungen, ständig Situationen wo er verletzt wird auf seinem inneren Schirm am Laufen hat, dann wird das Universum ihn unterstützen und seine Träume wahr werden lassen.

Solche Leute sind eher Fälle für Therapeuten als für Yoga.

Jaya mata Kali - Henk van den Balken

Hatha-Yoga kann den Rücken schädigen, wenn ihr unvorbereitet in den Shrisasana -Kopfstand geht ohne vorher den Rückengestärkt habt.

Hatha-Yoga kann den Rücken schädigen , wenn ihr im Bhujangasana -Kobrahaltung die Hände unter der Schulter habt anstelle von Hände unter die Ellenbogen .

Hatha-Yoga kann den Rücken schädigen , wenn ihr im Bhujangahsana Kobrahaltung den Kopf zu hochhebt das sich der ganze Nacken blockiert.

Hatha-Yoga kann den Rücken schädigen, wenn die bei rücken Übungen wie der Kobrahaltung nicht erst den Rücken stärkt , gute Übungen um den Körper in diesen Bereich zu stärken wären stehende Übungen wie Kriegerhaltungen / Dreieck und die gesteckte Heuschrecke Shalabhasana (nicht ganz richtig abgebildet) hierbei sollte der Nacken grade sein und der Kopf dabei zum Boden schauen, die Beine und die arme Strecken bzw. de Körper lang ziehen ...........

Yoga-Therapeut  Ratna 

Ihr könnt mal schauen wie sich Diskussionen weiterentwickeln -

dass habt ihr davon wenn ihr euch nicht auskennt und Halbwahrheiten verbreitet. 

Hi Ratna,

habe gerade die Diskussion gelesen, die Du aufgeführt hast. Oh je oh je oh je, wie bescheuert....ich konnte nach ein paar Kommentaren nicht mehr weiterlesen...

Allgemeinplätze, wie "der und der Yoga-Flavour ist schädlich für den Rücken" sind natürlich Quatsch. Das einzige, was schädlich für den Rücken ist, sind z.B. folgende Faktoren:

- Der Schüler sagt dem Lehrer nicht vor der Stunde, daß er Rückenprobleme hat

- Der Lehrer sieht nicht, was ein Schüler falsch macht und korrigiert es nicht

- Der Schüler hört nicht auf seinen Lehrer und dessen Anweisungen, wie ein Asana durchzuführen ist

- Der Lehrer hat keine Ahnung

- Der Schüler versucht die Tiefe eines Asana zu erzwingen und respektiert nicht seinen körperlichen Grenzen

etc. etc.

Hatha Yoga ist nie schuld an Rückenproblemen, sondern die falsche Ausübung/Anwendung der Übungen.

Liebe Grüße

Andrea

Hallo,

ich habe vor kurzem ein Yogastudio eröffnet und bei mir kommen viele mit Rückenbeschwerden. Ich mache es mir zur Pflicht, jeden zu fragen, ob es gesundheitliche Probleme gibt, viele haben Skoliose, Bandscheibenvorfälle, Implantate.

Erste Regel bei mir: Keine Schmerzen.

Zweite Regel: Bauch fest, Gesäss anspannen (bei Stehübungen, Rückbeugen insbesondere)

Dritte Regel: Nachschlagen, wo ich mir nicht sicher bin und immer wieder neues Wissen aneignen. 

Ich muss ehrlich gestehen: Bei einer Übung war ich mir einmal unsicher, ob es für den betreffenen machbar ist. Ich hatte keine Scheu vor dem Schuler in einem Buch nachzuschlagen und ihm Varianten anzubieten (Der Schüler fand es toll).

Meine Ausbildung habe ich bei Yoga Vidya absolviert. Ich hatte auch Rückenschmerzen, aber diese kamen nicht vom Üben, sondern eher vom Sitzen auf dem Boden. Mein Lehrer hat mich dann so toll angeleitet und um mich gekümmert, das ich ihm heute noch sehr dankbar bin. 

Ausserdem bin ich der Meinung, nur wenn eine Übung falsch ausgeübt wird, kann mann sich verletzten! Da gilt nicht nur für Yoga!

Mit dem Gefühl ist es so eine Sache: Wenn du jahrelang zum Beispiel schief liegt und jemand legt dich gerade hin,dann bekommt das Gehirn Signale, die es nicht kennt und stuft diese erstmal als falsch ein. . Du musst es dir wie Rillen bei einer Schallplatte vorstellen: Die alten müssen erst ausradiert werden und neu überschrieben werden.

Such dir einen Rückenyogakurs (am besten eine kleine Gruppe). Als Buch empfehle ich dir "Yoga und der Rücken atmet auf" von Wolfgang Kessler. Ich habe selber bei ihm eine WB in Rückenyoga absolviert. Da er selber starke Rückenprobleme hat, fliessen seine ganzen Erfahungen mit in sein Buch und in seinen Unterricht. Und Erfahrung ist nun mal der beste Lehrer.

Gruss

Petra

Hi Seeker,

es haben ja schon viele ausführlich geantwortet. Ich würde Dir zuerst einmal raten, mit Deinen Fragen zu Deinen Yoga-Lehrern/Lehrerinnen zu gehen. Wenn Du dort keine gute Anleitung erhältst, die Dir hilft: wechsle unbedingt den Lehrer/das Studio !

Bei uns kommen sehr viele mit Problemen in der LWS. Wichtig bei jeder Vorwärtsbeuge: den Bauch fest einziehen, Du unterstützt damit Deinen unteren Rücken. Nie in den Schmerz gehen ! Bei Rückwärtsbeugen den Po fest anspannen, auch das unterstützt Deinen unteren Rücken. Und ganz wichtig: egal in welche Richtung Du Dich beugst, ziehe erst einmal den Rücken auseinander, mach' Dich lang und beuge Dich dann erst nach vorne/hinten/zur Seite. Dadurch schaffst Du Platz zwischen den Wirbeln für die Bandscheiben. Bei Rückwärtsbeugen (z.B. Kamel) rate ich Dir, den Brustkorb kontinuierlich zur Decke zu strecken. Dadurch ziehst Du die LWS auseinander und knickst nicht im unteren Rücken ein.

Und manche Übungen solltest Du evtl. weglassen oder nur ganz sachte und nicht so tief hineingehen, bis Du gelernt hast, korrekt, kontrolliert und mit Kraft die Übungen durchzuführen und nicht einfach ins "Hohlkreuz" zu sinken. Das ist nämlich Gift für Deine LWS !

Viel Glück und gute Besserung !

Andrea

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