Das Sonnenyoga, auch Surya-Yoga genannt, stammt aus Indiens Vergangenheit und der bis heute bekannte Sonnengruß, eine bekannte Übung, führt darauf zurück.

In diesem Zeitalter, von dem die Rede sein soll, galt der Sonne höchste Verehrung und die altinidischen Puranatexte beschäftigten sich schon in den Jahren 400 v. Chr. bis 1000 n. Chr. mit dem spirituellen Sonnenaspekt und legten ihr Zeugnis darüber ab. Das Agni-Purana sieht in der Sonne den Gott Vishnu und mit ihm den Lebensquell, das Matsya-Purana macht die Gottheiten Shiva, Brahma und Vishnu zum Ziel der Anbetung, denn hier ist die Sonne auch Zentrum des Wissens.
Lichtkommunikation
In vielen Asanas, Mudras und Pranayamas, Meditationen und gesungenen Mantras praktiziert man den Sonnenyoga und verankert sich und seine Energie in dessen Zentrum. Diese lichtvolle Arbeit bringt Energie und kämpft gegen Negativität, so dass diese verdrängt wird durch positives Fühlen und Denken und der Praktizierende tief mit dem Kosmos verbunden wird. Dies stellt man fest, wenn man regelmäßig seine Yogaübungen im Angesicht der aufgehenden Sonne absolviert, denn so wird schon früh am Tag der Körper mit ihren Strahlen aufgeladen und durchdrungen bis in seine verborgenen Schichten. Auf diese Weise kann man mit dem Licht in Kommunikation treten.
Dieser Sonnenyoga bringt unsere Selbstheilungskräfte auf Trab und lässt uns psychisch, physisch und spirituell wachsen. Wir erfahren einen nachhaltigen inneren Frieden, bersten vor Vitalität und Glücksempfinden, mehr und schneller als es sonst der Fall ist. Unsere Körperzellen werden fast wie von selbst aktiv und alle Atemübungen wirken auf Ebenen der Emotionen und Energien und heilen, was uns belastet und ausbremst. Die Mudras können diese freigesetzte Energie anschließend in unserem Körper binden, wo sie danach wirken dürfen. Viele Heilpraktiken verwenden daher auch den Einsatz des Sonnengrußes, mit dem sich im Detail das Buch „Sonnenyoga“ intensiv befasst.
Nach einem Artikel von Marianne Scherer in Yoga aktuell.