Am 1. Dezember eröffnete in Frankfurt die erste Filiale der niederländischen Triodos-Bank, die für Nachhaltigkeit, Transparenz und Umweltschutz steht. Denn sie finanziert bereits seit 1980 ökologisch, sozial und kulturell engagierte Unternehmen. Nachdem das Institut in den Niederlanden, Großbritannien, Spanien und Belgien bereits 120.000 Kunden von dem Ethik-Konzept überzeugen konnte, möchte Triodos nun auch den deutschen Markt erobern.
Das Institut, das noch im Juni 2009 als nachhaltigste Bank der Welt ausgezeichnet wurde, hilft unterschiedlichsten Unternehmen dabei, ökologische Projekte zu verwirklichen. Alexander Schwedeler, der für das Privatkundengeschäft in Deutschland verantwortlich ist, erklärt das Prinzip der Triodos-Bank: „Die ethischen Ziele sind durch eine Treuhandstiftung und die Stimmrechte der Aktionäre geschützt. Jeder kann Mitglied bei der Stiftung werden, die Stimmenzahl ist dabei aber begrenzt.“ Der Geschäftsleiter weiß, dass sich gerade in Krisenzeiten traditionelle Banken nicht entwickeln. Er sieht deshalb jetzt den geeigneten Raum für solch ein Bankgeschäft, wie es Triodos verfolgt.
Doch das Institut ist nicht die erste nachhaltige Bank, die sich auf dem deutschen Markt positionieren möchte: Die neu gegründete Noa-Bank beispielsweise vergibt Kredite nur an kleine und mittelständische Unternehmen. Die bereits länger bestehenden Geldinstitute – GLS Bank, EthikBank und Umweltbank – bekommen also gleich zweifache Konkurrenz. Das hat möglicherweise den positiven Nebeneffekt, dass noch mehr Menschen von den nachhaltigen Banken erfahren und bei ihren Geldgeschäften umdenken.
Seid Ihr bei einer Ethik- oder Umweltbank? Wie sind Eure Erfahrungen damit?
Quelle:
www.sueddeutsche.de