yogapad.de | Yoga - Community - Forum - Kurse - Lehrer - Übungen

Immer häufiger taucht der Begriff „Greenwashing“ in den Medien auf, doch was er bedeutet und vor allem wie weitreichend seine Folgen sind, wissen die wenigsten.

Die Farbe Grün steht im Allgemeinen für Hoffnung, wir assoziieren sie aber immer öfter auch mit Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit. Genau dieses Image wollen Unternehmen mit Hilfe ihrer PR-Abteilungen in die breite Öffentlichkeit tragen. Man versucht verantwortungs- und umweltbewusster zu wirken und täuscht dabei oft die eigenen Kunden und Kundinnen. Dabei handelt es sich vor allem um Bemühungen der Betriebe von ihren klimaschädlichen Aktivitäten abzulenken.

Verbraucherschützer/innen sind alarmiert und fordern mehr Transparenz bei den Unternehmen, es reicht nicht einfach nur „klimafreundlich“ auf ein Produkt zu schreiben. Die Verbraucherzentrale Bundesverband hat zum Beispiel extra eine Homepage erstellt, auf der jede/r zweifelhafte Werbung melden kann um sie rechtlich prüfen zu lassen. Ein Großteil dieser Ergebnisse wird anschließend auf der Seite des Klima-Lügendetektors veröffentlicht und somit angeprangert.

Ein beliebtes Beispiel vom Grünfärben ist die Verwendung von verschiedenen, nicht genau definierten Beschreibungen von Produkten wie „klimafreundlich“, „klimaschonend“ oder „klimaneutral, welche die Verbraucher/innen verwirren und oft verschleiern dass zum Beispiel deren Herstellung doch negative Auswirkung auf das Klima hat. Wie gut Greenwashing funktioniert, zeigt eine Umfrage vom Bundesverband der Verbraucherzentrale. Danach denken 23,5 Prozent der Befragten, dass Ware, welche als „klimaneutral“ gekennzeichnet ist, das Klima nicht belastet, 40,8 Prozent sind der Meinung, dass solche Produkte für das Klima weniger schädlich sind und etwa 10 Prozent glauben, dass "klimafreundliche" Erzeugnisse das Klima gar nicht belastet.

Ein Vorzeigebeispiel für Greenwashing bietet die bekannte Fast-Food-Kette McDonald's, sie verkündetet letzten November stolz, man würde die Logofarbe von rot auf grün ändern und zwar aus „Respekt vor der Umwelt“. Im Februar berichtete jedoch die Süddeutsche Zeitung erneut über den Riesenkonzern und stellte deren Absichten richtig. Die Farbumstellung sollte nie für mehr Umweltbewusstsein stehen, es ging immer nur um ein neues Design. Deutschlandchef Knezevic machte es deutlich:„Wir sind kein grünes Unternehmen.“ Auf die Frage warum man erst jetzt reagiere, meinte er ehrlich: „Wir haben keinen Anlass gesehen, diesen falschen Eindruck zu korrigieren“. Natürlich gab es keinen Grund die positive Berichterstattung zu beenden, auch wenn sie nicht den Tatsachen entsprach.

Der VEBU empfiehlt daher eine kritische Auseinandersetzung mit Produkten und Werbekampagnen mit Umweltschutzbezug. Es gilt zu unterscheiden, ob es sich um die reine Imagepflege eines Unternehmen handelt oder doch um ernsthaftes Engagement für die Umwelt.

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 4x ANGESCHAUT

Hierauf antworten

Was passiert gerade?

Diskussion gepostet von Cordula
Vor 6 Minuten
Diskussionen gepostet von Redaktion yogapad.de
Vor 14 Minuten
Cordula antwortete auf die Diskussion 'Kollektive Darmentleerung in der Dusche'
Vor 15 Minuten
Event gepostet von Annette
Miniaturansicht

Yoga in Kroatien- Schnaeppchen-Schnaeppchen-Schnaeppchen um Kroatien

7. Juni 2012 beginnend um 17 bis 14. Juni 2012 um 19
Vor 1 Stunde
Profil BildRobert und Marion sind jetzt Mitglieder von yogapad.de | Yoga - Community - Forum - Kurse - Lehrer - Übungen
Vor 1 Stunde
Blog-Beitrag von Sivananda-Inspirationen
Vor 5 Stunden
Nadja hat das Profil aktualisiert.
Vor 12 Stunden
Dirk hat das Profil aktualisiert.
Vor 14 Stunden

© 2012   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Yoga-Forum | Yoga-Kurse | Yoga-Magazin | Vegetarier-Forum | Werbeagentur Münster

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen