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Hallo,

Als Yogalehrer bzw. Übungsleiter ist man immer auf der Suche nach geeigneten Texten für dieYogastunde.

Deshalb habe vor einiger Zeit damit begonnen zwischen Yogalehrern bzw. Übungsleitern
die unterschiedlichsten Texte zum Thema Meditation (Gedichte, Sprüche, Lebensweisheiten etc.)  in der Yogastunde per Mail oder auch andere Informationen (Veranstaltungen oder links und vieles mehr) zum Thema Yoga auszutauschen.

Das läuft so, dass ich als Verteiler funktioniere. Jeder lässt mir die Texte oder Informationen per Mail, Fax oder auch in Papierform zukommen und ich verteile diese dann.

Jeder entscheidet selbst über die weitere Verwendung.

Beispielsweise kann man Texte so abändern, dass sie ins eigene Konzept passen.


Viele Yogalehrer/Übungsleiter haben über Jahre oder Jahrzehnte Meditationstexte, Geschichten,  und Gedichte etc. gesammelt und in irgendeiner weise archiviert.
Letztendlich sind es vergessene Schätze und es sind manchmal unglaublich schöne Texte die ich verteilen darf.
Durch diesen Austausch profitieren alle davon, insbesondere Yogalehrer, die noch nicht lange selbst unterrichten.
Die Yogastunden gewinnen an Reichtum und Schönheit.


Wenn Sie sich an daran beteiligen möchten, senden Sie mir eine Mail:  dietmarrampe@web.de



in yogischer Verbundenheit

Dietmar Rampe

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Hallo Dietmar

danke, dass du mir die Texte noch einmal gemailt hast. Durch eigene Dummheit habe ich mir einen Virus auf den PC geholt.

Aber nun ist alles wieder gut.

Hoffentlich lassen sich noch viele Yogalehrer/Innen in deinen Verteiler aufnehmen, damit der Umfang deiner Sammlung noch viel größer wird.

Ein entspanntes und erfolgreiches Jahr 2012

Edda

Hallo Dietmar

es lacht das Herz, wenn man die eigenen Texte vor Augen hat, die von Dir so liebevoll gestaltet wurden.
Vielen, vielen Dank für Deine tolle Arbeit.

Ich hoffe, es beteiligen sich noch ganz viel Menschen an dieser Aktion.
Ich selber würde mich besonders über mehr Texe von Fantasiereisen oder Medtitationstexte freuen.

Namasté
Edda

Der Verbrannte Buddha

In einer kalten Winternacht bat ein Asket um Unterkunft in einem Tempel. Der arme Mann stand zitternd im Schnee, so dass der Tempelpriester, wenn auch ungern, sagte: Gut, du kannst hier bleiben, aber nur eine Nacht. Das ist ein Gotteshaus und kein Hospiz. Morgen musst du weiter ziehen.

Mitten in der Nacht hörte der Priester ein seltsames, knistern des Geräusch. er stürzte in den Tempel,                        und was er sah, war unglaublich. Der Fremde wärmte sich an einem Feuer, das er in dem Tempel entfacht hatte, eine hölzerne Buddha-Statue fehlte. 

Der Priester fragte: Wo ist die Statue? 

Der Wandererzeigte auf das Feuer und sagte: Ich dachte ich würde erfrieren.

Der Priester schrie: Bist du verrückt? Weist du, was du getan hast? Das war eine Buddha -Statue. Du hast den Buddha verbrannt!

Das Feuer erlosch langsam. Der Pilger starrte hinein und stocherte in der Glut.

Was machst du jetzt? schrie der Priester.

Ich suche die Knochen des Buddha, den ich verbrannt haben soll.

Der Priester erzählte den Vorfall später einem Zen-Meister, der sagte: Du musst ein schlechter Priester sein , wenn dir ein toter Buddha mehr gilt als ein lebendiger Mensch.


"Ich flüchte auch - nach innen!"

Einmal wurde ein Zen Meister zu einem Treffen eingeladen. Ein paar Freunde saßen miteinander und aßen gemeinsam, als plötzlich ein Erdbeben geschah. Das Haus, in dem sie saßen, war sieben Stockwerke hoch und sie befanden sich im obersten Stock. Ihr Leben war in Gefahr. Jeder versuchte, zu fliehen. Während der Gastgeber entfloh, warf er noch einen schnellen Blick auf den Zen Meister. Der saß, ohne der geringsten Ängstlichkeit im Gesicht mit geschlossenen Augen auf seinem Stuhl, ganz genauso, wie er vorher dort gesessen hatte.

Der Gastgeber fühlte sich ein wenig schuldig und wie ein Feigling, denn es sah komisch für ihn aus, dass der Gast da blieb und der Gastgeber wegrannte. Die anderen zwanzig Gäste waren alle die Treppen hinunter gelaufen. Obwohl er vor Angst zitterte, hielt er an und setzte sich neben den Meister.

So, als ob nichts geschehen wäre...

Das Erdbeben kam und verschwand wieder. Der Meister öffnete die Augen und begann in seiner Unterhaltung fortzufahren, die er wegen des Erdbebens unterbrechen hatten müssen. Er fuhr genau mit dem gleichen Satz fort, so, als ob es das Erdbeben überhaupt nicht gegeben hätte.

Der Gastgeber war wirklich nicht in der Stimmung, ihm zuzuhören, denn sein ganzes Wesen war tief erschüttert und voller Angst. Obwohl das Erdbeben jetzt vorüber war, hatte er immer noch Angst. Er bat den Meister, mit dem Sprechen aufzuhören. "Ich kann dir nicht zuhören, ich bin nicht ich selbst. Das Erdbeben hat mich zu sehr erschüttert. Aber ich habe eine Frage an dich: Alle anderen Gäste sind geflüchtet, doch du bist, so ungestört und so gelassen hier gesessen, dass ich mir wie ein Feigling vorkam. Wir alle versuchten, dem Beben zu entkommen. Was war mit dir?"

Der Meister sagte: "Ich flüchtete auch, doch ihr seid nach außen gerannt, ich bin nach innen geflüchtet. Eure Flucht macht keinen Sinn, denn wo auch immer ihr hingeht, da ist das Erdbeben. Ihr mögt den 6. Stock erreichen oder den 5. oder den 4... Doch überall bebt die Erde. Ich bin dorthin geflüchtet, wo das Erdbeben niemals hinkommt, ja niemals hinkommen kann. Ich rannte in mein inneres Zentrum.

Halte dich an Stille fest

Das ist, worauf Laotse hinweist, wenn er sagt: "Halte dich am Urgrund der Stille fest." Wenn du passiv bist, dann wirst du dir nach und nach deines Zentrums bewusst werden. Du hast es schon immer mit dir getragen, es war immer da, du weißt es bloß nicht, du lenkst keine Aufmerksamkeit darauf. Wenn dir die Stille einmal bewusst wird, dann verändert sich dein ganzes Leben. Dann kannst du in der Welt sein und dabei immer in Kontakt mit deinem Zentrum bleiben. Du kannst dich in einem Erdbeben bewegen und völlig gelassen dabei sein, denn in deinem Zentrum bleibst du unberührt.

Die gewitzte Gärtnerin

Zwei Kaufleute taten ihr Geld zusammen in einen Beutel,

um auf gemeinsame Rechnung in der Hauptstadt Waren einzukaufen.Auf dem Wege dahin kamen sie an einem herrlichen Garten vorbei,durch dessen Mitte ein klarer Bach floss.
Die beiden beschlossen, sich an dem Bache Gesicht und Bart zu
waschen, und übergaben den Geldbeutel der Gärtnerin zur
Aufbewahrung, die ihn ins Haus trug.

Die Kaufleute wuschen sich Gesicht und Bart, und danach wollten sie sich kämmen. Da sie aber keinen Kamm bei sich hatten, erbot sich der eine, darum zur Gärtnerin zu gehen.
Statt aber um einen Kamm zu bitten, forderte er der Gärtnerin den
Beutel mit dem Gelde ab. Die Gärtnerin jedoch war eine gewitzte
Frau und wollte den Beutel, da sie ihn von beiden empfangen hatte,
auch nur beiden herausgeben. Aber auch der Kaufmann war nicht ohne
Witz, und er rief seinem Gefährten zu: Sie will ihn mir nicht geben,
wenn du es nicht auch willst! Der andere dachte natürlich nur an
den Kamm und rief zurück, dass er es auch wolle. Da gab die Frau den
Beutel heraus, und der Kaufmann machte sich eilig davon. Der andere
aber wartete auf den Kamm, und als es ihm endlich zu lange dauerte,
ging auch er zu der Gärtnerin und erfuhr nun von dem Betrug. Und da
er nicht viel besser als sein Gefährte war, wollte er sich an der
Frau schadlos halten und brachte sie vor den Richter.

Diese Frau, so erklärte er dort, hat das Geld von uns beiden erhalten, also hätte sie es auch nur uns beiden zurückgeben dürfen. Der Richter verurteilte daraufhin die
Gärtnerin zu vollen Ersatz. Die Frau war über diese Entscheidung so
bestürzt, dass sie für einen Augenblick ihren Witz vergaß. Doch
als der Augenblick vorüber war, entgegnete sie dem Richter: Der
Kaufmann beschuldigt mich, dass ich das Geld nur einem gegeben habe.
Also werde ich es beiden geben. Anderes kann er rechtens nicht von
mir verlangen.

Dem konnte der Richter nicht widersprechen, und er beschied den Kaufmann, seinen Gefährten beizubringen, da anders die Frau ihre schuld nicht begleichen könne.
Der Kaufmann raufte sich die Haare und wusste nicht, wohin er sich
wenden sollte. Die Gärtnerin aber gab ihm einen Kamm mit auf dem
Weg.

Also: Gewitztheit hilft nicht immer, doch ohne sie ging's schlimmer

Anekdoten nach dem Orientalischen geschrieben

Die drei Söhne des Schwertmeisters

Schwertmeister Bokuden hatte seine drei Söhne zur Ausbildung zu einem Schwertmeister geschickt und wollte nun aufgrund ihres Könnens entscheiden, wem der drei nun ein Schwert überlassen werden könne. 

Bokuden schickte seine Söhne aus dem Raum und legte für diese unsichtbar ein kleines Kissen auf die Vorhangstange des Eingangs, sodass, wenn der Vorhang beim Betreten des Raumes berührt wurde, das Kissen leicht herunterfiel.

Dann rief er seinen ersten Sohn in den Raum. Als dieser den Vorhang zur Seite schob, fiel das Kissen zu Boden. Er hob es auf und legte es dann wieder an seine Stelle.

Daraufhin rief Bokuden den zweiten Sohn. Dieser bemerkte das Kissen, als er den Vorhang zur Seite schieben wollte, nahm das Kissen, trat ein und legte es wieder an seinen Platz.

Dann kam der dritte Sohn. Der kam rasch herein, zog schnell den Vorhang zur Seite, so dass das Kissen herunterfiel. Bevor dieses jedoch den Boden erreichte, hat der Sohn sein Schwert gezogen und das Kissen in zwei Hälften geteilt. 

Die drei Söhne standen nun im Raum und warteten, dass die Probe beginnen sollte. Da lächelte Bokuden und sagte, dass diese bereits beendet sei und sie nur einer bestanden habe.

Zum ersten Sohn gewandt, sagte er: „Du, mein Sohn musst noch fleißig üben.“

Zum zweiten, der das Kissen bemerkt hatte, sagte er dagegen: "Du mein Sohn bist würdig ein Schwert zu führen."

Zum dritten Sohn jedoch sagte er in ernstem Ton: „Dir, mein Sohn, sollte niemals erlaubt werden, ein Schwert zu führen, denn Du bist das Unglück der Familie.“

Glaube an Gott und binde dein Kamel fest

Die Gläubigen kamen in Scharen, um die Worte des Propheten Mohammed zu hören.

Ein Mann hörte besonders aufmerksam und andächtig zu, betete mit gläubiger Inbrunst und verabschiedete sich schließlich vom Propheten, als es Abend wurde.

Kaum war er draußen, kam er wieder zurück gerannt und schrie mit sich überschlagender Stimme: Oh Herr! Heute morgen ritt ich auf meinem Kamel zu dir, um dich, den Propheten Gottes, zu hören. Jetzt ist das Kamel nicht mehr da. Weit und breit ist kein Kamel zu sehen. Ich war dir gehorsam, achtete auf
jedes Wort deiner Rede und vertraute auf Gottes Allmacht. Jetzt, Oh,
Herr ist mein Kamel fort. 

Ist das der Dank für meine Gebete?


Mohammed hörte sich diese verzweifelten Worte an und antwortete mit
einem gütigen Lächeln: Glaube an Gott und binde dein Kamel fest.

Nossrat Peseschlian

Ein Vogel singt

An einem Morgen hatten sich die Mönche zu einer Belehrung durch den Meister in der Tempelhalle versammelt. Dieser betrat die Halle, zupfte das Kissen zurecht und ließ sich auf seinem Platz nieder. 

Als er gerade sprechen wollte, begann draußen plötzlich ein Vogel zu singen. 

Wortlos deutete der Meister in Richtung des Gesangs und hieß die Mönche schweigen und zuhören. Nach kurzer Zeit verstummte die helle Vogelstimme. 

Der Meister verharrte noch einige Zeit lang in der eingetretenen Stille, dann stand er auf und erklärte: "Die heutige Belehrung ist beendet."

shriratna@hotmail.com

Danke lieber Dietmar für die schönen Texte und dein tolles Engagement bzgl. Idee und Verteilung. .............so gehen viele schöne Inspirationen/Meditationen/Gedanken nicht verloren.

Liebe Grüße von Martina

Danke Dietmar für neue Inspirationen. Das wird ein richtig großer Fundus mit der Zeit.... Wie viele Leute beteiligen sich denn schon mittlerweile?

Hallo lieber Dietmar,

vielen lieben Dank für die tollen Texte. Hoffe bald mehr Zeit zu finden um noch einige Tippen zu können.

Sind wirklich sehr schöne dabei. Danke an alle ;)

Liebste Grüße Melanie

Hallo Dietmar,

vielen vielen Dank für die vielen wunderschönen Texte.  Sie sind für mich sehr wertvoll und eine große Hilfe, da ich am Anfang  meiner Unterrichtstätigkeit stehe.

Herzliche Grüße

Hoa

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