Ein Interview über die Faszination Yoga und die Bedeutung einer guten Ausbildung.
Immer mehr Menschen entdecken Yoga als Bewegungsform, um zu innerer Ruhe und Gelassenheit zu gelangen. Die steigende Nachfrage führt zu einer wachsenden Zahl von Yoga-Schulen. Der Erfolg einer Yoga-Schule hängt aber von der Qualität der Ausbildung der Yoga-Lehrer ab: Nur wer umfassend ausgebildet ist, kann seinen Schülern Yoga vermitteln.
Antonia Janiszewski, Diplom-Pädagogin, Yoga-Lehrerin und Dozentin der Weiterbildung „Yoga-Lehrer“ beim IST-Studieninstitut, kann auf eine langjährige Erfahrung mit Körperarbeit zurückgreifen. Im Interview erklärt sie, was an Yoga fasziniert und warum eine gute Ausbildung wichtig ist.
Yoga gehört seit Jahren auch im westlichen Raum zu den beliebtesten Entspannungs- und Bewegungsformen. Warum ist Yoga so beliebt?
Antonia Janiszewski: Natürlich ist Yoga sehr populär, weil er in den Medien sehr präsent ist und diverse Prominente Yoga praktizieren. Der eigentliche Grund, warum Yoga seit vielen Jahren immer mehr Anhänger findet –Tendenz weiterhin steigend – ist die verlässliche Wirkung, die Yoga auf jeden Praktizierenden hat. Das Leben in der westlichen Welt ist hektisch und durch viele äußere Erwartungen geprägt, die manche Menschen überfordern und aus dem Gleichgewicht bringen. Yoga bietet das ideale Gegengewicht, um wieder in Balance zu kommen. Yoga unterstützt, bei sich selbst anzukommen, eigene Bedürfnisse wahrzunehmen und so Körper, Geist und Seele zu stärken – durch Körperarbeit, Atemübungen und Meditation. Wer Yoga praktiziert, ist nicht abhängig von äußeren Gegebenheiten, sondern trägt den Schlüssel für ein entspanntes und glückliches, ausgeglichenes Leben in sich. Dieses Gefühl ist natürlich für jeden, der die Wirkung des Yoga erfahren hat, sehr überzeugend.
Warum ist auch die Arbeit als Yogalehrer/-in so reizvoll?
Janiszewski: Es ist eine wunderschöne Aufgabe, Menschen dabei zu unterstützen, sich entspannt und glücklich im Einklang mit sich selbst zu fühlen und dazu beizutragen, dass sie sich körperlich gesund und fit fühlen. Nach einer Yogastunde in die entspannten und zutiefst zufriedenen Gesichter der Teilnehmer zu sehen, ist das schönste Feedback, das man sich wünschen kann.
Und wo kann man als Yogalehrer/-in überall beruflich tätig werden?
Janiszewski: Yoga ist seit einigen Jahren auch in unserem westlichen Gesundheitssystem voll anerkannt. Das eröffnet dem gut ausgebildeten Yogalehrer eine Vielzahl an Möglichkeiten. Yoga wird in erster Linie als Entspannungstechnik im Rahmen der Prävention angeboten, aber auch als Reha- oder therapeutische Maßnahme.
Im Rahmen der Prävention können Kurse in Kooperation mit Krankenkassen angeboten werden, als offene Kurse, oder auch im sogenannten Setting-Ansatz in Schulen, Kitas oder Firmen. Darüber hinaus kann Yoga natürlich in Fitness-Studios, Wellness-Zentren, Ferien-Clubs, Kur- und Bädereinrichtungen etc. angeboten werden.
Die Nachfrage nach gut ausgebildeten Yoga-Lehrern steigt. Warum ist es wichtig, dass Yoga-Lehrer eine gute Ausbildung durchlaufen?
Janiszewski: Durch die Yoga-Praxis können Blockaden, sowohl auf körperlicher als auch auf psychischer Ebene, gelöst werden. Somit trägt man als Yogalehrer eine große Verantwortung. Gute Kenntnisse in der anatomisch richtigen Ausführung der Übungen sind hierbei genauso wichtig wie psychologisches Hintergrundwissen, um die Körperübungen und Mentaltechniken richtig lehren zu können. Am wichtigsten ist, dass der Yogalehrer die Wirkung des Yoga selbst erfahren und verinnerlicht hat und somit das ausstrahlt, was seine Schüler erreichen wollen: innere Ruhe, Zufriedenheit, ein gutes Körpergefühl und die Einheit von Körper, Geist und Seele.
Wie sieht denn eine gute Ausbildung aus?
Janiszewski: Yoga ist eine vollständige Wissenschaft vom Leben, hinter der eine sehr spannende und umfassende Philosophie steckt. Yoga-Philosophie sollte einen großen Teil der Studieninhalte ausmachen. Atemschule, Meditation und die grundlegenden Asanas (Körperübungen) sollten über einen längeren Zeitraum kontinuierlich geübt werden. Die Energielehre ist ebenso wichtig wie Anatomie und das schrittweise Erlernen der Planung und Durchführung einer Yogastunde. Das sehr umfangreiche Hintergrundwissen kann man sich gut theoretisch erarbeiten, aber die kontinuierliche eigene Yoga-Praxis ist das Wichtigste. Die Wirkung von Yoga muss am „eigenen Leib“ erfahren werden, um sie auch vermitteln zu können.
Das vollständige Interview findet Ihr hier.