Manchmal stehen Yogi/nis in ihrer Praxis in Konkurrenz zu anderen – und sogar sich selbst. Was hat das für Konsequenzen?
Vielleicht kann man etwas von dem Umgang der Inder mit ihren Göttern lernen. Zum Beispiel, wenn einen das eigene Leistungsdenken in Schwierigkeiten bringt.
Die Götter Vishnu und Brahma stritten einst darüber, wer der Mächtigere von beiden sei. Um sich zu beweisen, nahmen sie eine Aufgabe auf sich, die nicht zu bewältigen war. Vishnu erkannte dies und gab nach, Brahma jedoch erfand eine Geschichte, wonach er das hochgesteckte Ziel erreicht hatte. Mit dem Erfolg, dass er im heutigen Indien kaum verehrt wird – im Gegensatz zu Vishnu, den die Leute mögen.
Yoga soll uns helfen, uns gut zu fühlen. Müssen wir deswegen mit Sanskrit-Ausdrücken fachsimpeln und uns in stundenlangen Asanas, die die Gelenke überstrapazieren können, verlieren um uns von „Nicht-Erleuchteten“ abzuheben? Spätestens, wenn der Körper nicht mehr mitspielt, sind die Grenzen gefunden.
Hatha-Yoga soll uns stärken und auf die Meditation vorbereiten. Wenn wir unser Ego unterdrücken können, vermeiden wir das Risiko uns über die Maßen zu verausgaben. Wie soll unser Geist sich beruhigen, wenn wir selber es nicht tun? Man muss nicht immer in allem das Höchste erreichen. Nach einem Artikel von Ralf Sturm, gefunden auf yogajournal.de.
Was haltet Ihr davon? Übertrieben oder nicht?