Yogis wissen um die Bedeutung des Atems für jede Aktivität und vor allem für die eigene Präsenz und das Fokussieren des Augenblicks. Und doch vergessen wir beim Workout gelegentlich alles, was wir je auf der Matte über unseren eigenen Atem und dessen Wichtigkeit gelernt haben.
Während in diesen Momenten unsere Anstrengung wächst und wir entweder zu flach oder zu exzessiv atmen, verpassen wir den genauen Zeitpunkt unseren Atem an die Aufgabe oder die Entspannungsphase anzupassen und uns so perfekt darauf einzustellen.
Glücklicherweise könnten wir dies mit einer simplen Frage beeinflussen: Ganz einfach, indem wir uns fragen, wie wir denn eigentlich atmen. Dieser einfache Trick und die Aufmerksamkeit, die wir damit unserem eigenen Atem schenken, kann uns seine Wichtigkeit wieder bewusst machen.
Wie atmest du während einer Yogastunde?
Wie verhält sich dein Atem, wenn du gehst und wie passt er sich der Frequenz deiner Schritte an?
Wenn du schneller gehst, wie viele Einatmungen liegen dann auf einem Schritt?
Wie viele Ausatmungen stehen dem entgegen?
Wie liegt deine Atemfrequenz, wenn du schnell und mit ganzer Kraft rennst?
Mit welchem Fuß kooperiert deine Einatmung?
Wie atmest du beim Aufschlag deines Tennisballs oder bei der Besteigung einer Felswand?
Inhalierst du tief und intensiv während zu dich hinaufschwingst?
Obwohl all diese Fragen sicher leicht zu beantworten wären, ernte ich stets nur ein Schulterzucken, wenn ich sie Spitzensportlern und Athleten während ihrer sportlichen Aktivitäten stelle. In der Regel können nur die Schwimmer sie genauestens beantworten, denn sie müssen wissen, welche Atemfrequenz zwischen den einzelnen Schwimmzügen liegt.
Dabei ist die Antwort auf diese Frage ein großer Schritt auf dem Weg zum Erfolg, egal ob es um Sport oder Yoga geht. Das Verhältnis des Atems zu Bewegungsabläufen, Rhythmen und Geschwindigkeiten ist außerordentlich wichtig um die eigenen Fähigkeiten zu optimieren. Dies zählt auch auf der Yogamatte, denn nur so kann man einen genauen Blick auf sich selbst beim Meditieren oder während den Yogaposen werfen und sich selbst dazu bringen ein Optimum zu erreichen. Das gilt beim Training aller Sportarten genauso, wie auf der Yogamatte oder unterwegs auf der Schnellstraße.
Nach einem Artikel von Yogatrainerin Sage Rountree, gefunden beim amerikanischen Yoga Journal.