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Die Yogapraxis beginnt für den Anfänger damit sich vielen widersprüchlichen Aufgaben zu stellen. Dein Körper soll die Spannung halten, dein Geist und deine Atmung aber sollst du loslassen und dich ganz einem entspannten Gefühl hingeben.

Besonders beim Yoga Sutra Pantanjalis steht diese Balance zwischen Spannung und Entspannung ganz weit oben in der Prioritätenliste und jeder Yogalehrer wird seine Schüler an dieses ausbalancierte Verhältnis immer wieder erinnern. Das Ziel dieser Übungen erleichtert dir aber immer mehr dir im Zusammenhang mit den täglichen Herausforderungen des Lebens das innere Gleichgewicht zu erhalten oder es wieder zu erlangen, wenn es dir abhanden gekommen ist.

Als Jason Crandell mit dem Yoga begann, fand er diese Zusammenhänge lachhaft und ihre Umsetzung fiel ihm außerordentlich schwer. Nach jahrelangem Eishockeytraining konnte er die Verbindung zwischen Körper und Geist nicht nachvollziehen und es schien ihm, als wolle man das Schlafen und Aufwachen zugleich einstudieren. Trotzdem willigte er ein es ernsthaft zu versuchen, auch wenn sein Sonnengruß und andere Posen an Spannung zu wünschen übrigließen – bei den Entspannungsübungen in der Totenstellung aber versank er unweigerlich ohne sich noch zu kontrollieren.

Zeitweise fühlte er sich, als sei sein Körper in ein Industrieklebeband gewickelt, das ihn einfach nicht loslassen wollte. Dann aber erlernte er Supta Padangusthasana und mit dieser Haltung auch eine Möglichkeit zur Entspannung in der Körperspannung. Obgleich man sich in dieser Pose nahezu ausgeliefert fühlen könnte, wenn die Kniesehnen gedehnt sind und der Rücken völlig entspannt ist, ist die Haltung äußerst hilfreich für Anfänger. Hier sind Aktivität und Passivität in einer vollkommenen Paarung zu finden und deshalb beleben diese Übungen den Schüler auf besondere Weise.

Leg dich auf den Rücken und strecke dein Bein in die Höhe, so weit du kannst in Richtung deines Oberkörpers. Das Knie wird dabei durchgedrückt, während deine andere Ferse den Boden berührt und deine Augen einen festen Punkt fixieren. Mache deine Arme ganz lang um die Zehen festzuhalten und halte diese Position. Der untere Rücken soll auf der Matte liegen bleiben. Nun wird die Übung mit dem anderen Bein wiederholt. Sie dient zur Anregung deiner Darmtätigkeit, die Knie-, Hüft- und Fußgelenke gewinnen an Geschmeidigkeit und der rückwärtige Beinmuskel wird gedehnt. Auch die Nieren werden in ihrer Funktion reguliert und Fettpolster werden auf sanfte Art beseitigt.

Der Name dieser Übung bedeutet in der Übersetzung „supta“ = liegend und „padangusta“ = Großzehe; eine Kombination der beiden Körperteile. Bei der Übung muss der Atem gleichmäßig fließen.

Nach einem Artikel von Jason Crandell, gefunden im amerikanischen Yoga Journal.

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Da üb ich den ganzen Sommerinselurlaub im letzten Jahr unter Jasons Anleitung (danke Yogajournalpodcast), doch die Übung kam, soweit ich mich erinneren kann, nicht vor... Da sieht mans wieder, übt man das eine, dann halt nicht das andere... Was sehr schade ist, wo es so viele wundervolle Asanas gibt. Vor allem wenn sie Jason anleitet ;-).

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