Seit Rajashree und Bikram Choudhury, die Schöpfer des Bikram-Yoga, sich darum bemühen, aus der philosophischen Lehre eine olympische Disziplin zu machen, diskutieren Yogis auf der ganzen Welt über diese Idee. Während die einen die Entwicklung völlig ablehnen, da diese mit dem ursprünglichen Grundgedanken nicht vereinbar ist, sehen andere hierin eine Chance, noch mehr Menschen mit Yoga vertraut zu machen.

April Martucci, eine in Manhattan arbeitende Yoga-Lehrerin beispielsweise, hält den Gedanken für recht abwegig: „ Das Grundprinzip von Yoga ist die innere Erfahrung, der Weg zur Erleuchtung.“ Sie befürchtet, dass viele Leute eingeschüchtert sind, sobald sich Yoga als Sportart präsentiert. Denn natürlich kann es passieren, dass einige Menschen dann gar nicht erst mit Yoga beginnen, weil sie sich für zu schlecht und zu unsportlich halten.
Paula Heitzner vom New Age Center Yoga Studio in New York sieht das allerdings ganz anders. Für sie wäre dieser Schritt eine gute Gelegenheit, um junge, wettkampfbegeisterte Menschen von Yoga zu überzeugen. „Alle Yoginis und Yogis, die keinen Wettbewerb veranstalten möchten, können weiterhin die klassischen Kurse besuchen, während es den anderen Spaß macht, sich auszutesten.“ Die Yoga-Lehrerin glaubt nicht, dass hierdurch Yogis verschreckt werden: „Es gibt doch auch so viele Läufer, die nicht in Wettbewerben gegeneinander antreten. Sie joggen nur zur eigenen Freude, zur Entspannung oder um in Form zu bleiben.“ Paula Heitzner sieht daher keine Probleme darin, interessierten Yogis verschiedene Möglichkeiten zu bieten, sich selbst zu verwirklichen.
Quelle: www.thatsfit.com

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Permalink Kommentiert von ShivaDiva am 16. Dez 2009 um 2:45pm
Permalink Kommentiert von Jagadamba am 16. Dez 2009 um 5:01pm
Permalink Kommentiert von Devi am 16. Dez 2009 um 6:23pm
Permalink Kommentiert von Herbert am 16. Dez 2009 um 7:20pm
Permalink Kommentiert von Klaus-Jürgen क्लौस्-जुर्गेन् am 18. Dez 2009 um 6:33pm
Permalink Kommentiert von gleis24 am 19. Dez 2009 um 11:23am 
Permalink Kommentiert von Yoga Werft am 16. Mai 2012 um 10:28am Wer Yoga als "Leistungssport" oder als "Disziplin, bei der man sich mit anderen messen kann um als Sieger hervorzugehen": Dem ist das Wesentliche bisher entgangen. Schade, aber schließlich steigt man nun mal immer auf der Bewusstseinsebene ein, auf der man sich aktuell befindet.... Es wäre zu hoffen, dass die Begründer dieser Idee auch die anderen Aspekte für sich entdecken.
Permalink Kommentiert von Andrea am 19. Mai 2012 um 4:06pm Ich finde es mal wieder sehr erstaunlich, daß wir uns hier anmaßen indischer als die Inder zu sein, "yogischer" als die, die Yoga vor langer langer Zeit entwickelt haben.
In Indien gibt es schon seit vielen vielen Jahren Yoga Wettbewerbe. Meiner Meinung nach, muß Yoga jetzt nicht unbedingt olympisch werden, weil ich Yoga nicht als Sport sehe.
Ich habe schon zwei Yoga Asana Championships beigewohnt und es war jedes Mal wieder eine Inspiration für mich, die Yoginis und Yogis zu sehen, Ihren Fokus, die innere Balance, die die körperliche Balance erst möglich macht, die Kraft, die Beweglichkeit. Mir selbst gibt das wieder einen Push, in meiner eigenen Praxis weiter zu kommen. Ich bin überzeugt, daß es nicht viele Menschen gibt, die in Ihrer Asana-Praxis sehr weit sind, ohne den mentalen und psychischen Effekt, den Yoga auf einen hat, zu kennen. Nichtsdestotrotz: wie viele, die Yoga praktizieren, sind wirklich auf der Suche nach Erleuchtung ? Eben... Der Weg zur Erleuchtung ist mitunter lang und jeder hat seinen eigenen Weg. Und wenn der nicht zur Erleuchtung führt ? Dann ist es eben so. Wir haben aber nicht das Recht, das zu be- oder zu verurteilen.
Bikram Choudhury hat den Titel Yogiraj im Alter von 13 Jahren bei einem Wettbewerb verliehen bekommen. Und ratet mal, wer in der Jury saß ? Genau: B.K.S. Iyengar.
Nur mal so als kleiner Anstoß zum Nachdenken.
Viele Grüße
Andrea
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