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Seit Rajashree und Bikram Choudhury, die Schöpfer des Bikram-Yoga, sich darum bemühen, aus der philosophischen Lehre eine olympische Disziplin zu machen, diskutieren Yogis auf der ganzen Welt über diese Idee. Während die einen die Entwicklung völlig ablehnen, da diese mit dem ursprünglichen Grundgedanken nicht vereinbar ist, sehen andere hierin eine Chance, noch mehr Menschen mit Yoga vertraut zu machen.



April Martucci, eine in Manhattan arbeitende Yoga-Lehrerin beispielsweise, hält den Gedanken für recht abwegig: „ Das Grundprinzip von Yoga ist die innere Erfahrung, der Weg zur Erleuchtung.“ Sie befürchtet, dass viele Leute eingeschüchtert sind, sobald sich Yoga als Sportart präsentiert. Denn natürlich kann es passieren, dass einige Menschen dann gar nicht erst mit Yoga beginnen, weil sie sich für zu schlecht und zu unsportlich halten.

Paula Heitzner vom New Age Center Yoga Studio in New York sieht das allerdings ganz anders. Für sie wäre dieser Schritt eine gute Gelegenheit, um junge, wettkampfbegeisterte Menschen von Yoga zu überzeugen. „Alle Yoginis und Yogis, die keinen Wettbewerb veranstalten möchten, können weiterhin die klassischen Kurse besuchen, während es den anderen Spaß macht, sich auszutesten.“ Die Yoga-Lehrerin glaubt nicht, dass hierdurch Yogis verschreckt werden: „Es gibt doch auch so viele Läufer, die nicht in Wettbewerben gegeneinander antreten. Sie joggen nur zur eigenen Freude, zur Entspannung oder um in Form zu bleiben.“ Paula Heitzner sieht daher keine Probleme darin, interessierten Yogis verschiedene Möglichkeiten zu bieten, sich selbst zu verwirklichen.

Quelle: www.thatsfit.com

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Ich stimme April Martucci zu.
Warum müssen wir eigentlich immer alles zu Wettkämpfen machen? Muss man denn immer der Beste sein, oder sich mit anderen messen? Gerade in der heutigen "Schneller - Besser - Weiter" - Gesellschaft ist es doch wohltuend, mit Yoga ein "Werkzeug" zu haben, dass mir die Möglichkeit gibt abzuschalten, mich zu regenerieren, mich nicht bewerten lassen zu müssen, mich nicht zu überfordern..............usw.
Ich weis nicht was ich dazu noch sagen soll.........bin echt sprachlos, wie man auf so eine Idee kommen kann........
Ich hoffe wirklich, daß dies ein sehr schlechter Scherz ist. Oder so absurd, daß er schon wieder gut ist. Ich erzähle allen Anfängern in der ersten Stunde, daß Yoga eben kein Sport ist, keine Leistung erbracht werden muß, sondern es um Selbsterfahrung geht. Die meisten Teilnehmer atmen danach auf und damit beginnt doch die Entspannung.
Yoga als olympische Disziplin?
Das wuerde bedeuten, Yoga als Sportart, Yoga als Wettkampf, ein gegeneinander. Wer ist der beste? Wer macht die schoenste Figur im Spagat? Aber - hoppla, da gibt es doch schon eine Disziplin... Gymnastik. Wenn Yoga zur olympischen Disziplin wird, dann ist es nichts anderes mehr als eine andere Art von Gymnastik.
Natuerlich, im Grunde beruehrt es mich nicht. Ich kann weiterhin auf meiner Matte ueben, wie mein Herz mir gewachsen ist.
Es ist das allgemeine Bild des Yogas, was der Oeffentlichkeit dadurch praesentiert wuerde. Es herrscht immer noch eine schoene Verwirrung darueber, was Yoga wirklich ist. Fuer die einen besteht es aus unmoeglichen Verrenkungen die nur von einem abgemagerten Inder zu performen sind, fuer andere wiederrum ist es eine Entspannungstechnik fuer Hausfrauen und alle weiblichen Wesen 40+. Machen wir Yoga zur olympischen Disziplin, so schifftet das Bild zu einer Wettkampforientierten Art von Gymnastik.
Aber genau das haben wir doch schon jeden Tag - Wettkampf, Wettbewerb, gegeneinander. Im Job, im Sport. Yoga ist keine weitere Sportart. Yoga ist der Ausgleich. Die Balance. Es ist ein zu sich selbst finden. Aber wie soll diese Message rueberkommen, wenn wir staendig ein verzerrtes Bild des Yogas praesentieren?
Hallo zusammen,
Yoga als Wettkampf? Ich bitte Euch. Oder meint ihr Kunstturnen?
Allein dies zu diskutieren...tz tz tz
Und jetzt fragt mich bitte nicht warum ich dann meinen Senf dazugebe.
Yoga als Sport,
Yoga als Leistungssport,
Olympia, Weltmeisterschaften,
Yoga als Profisport mit Bundesliga,
Bestechungsskandal um die ersten Plätze!
Doping.
Sensationelle Aufdeckungen in der Presse.
Und warum das alles?
Weil es immer wieder Menschen gibt, die diesen
Kommerz bezahlen. Immer wieder und wieder und dann voller Stolz
saufend, prügelnd, zerstörend nach Hause wanken weil ihr Favorit gewonnen oder verloren hat, um im Fernsehen
sich selber als Sensation anzuschauen.

Ich mache da nicht mit.

Ich schenke mein bescheidenes Wissen und Können über Yoga meinen Schülern, lasse mich von ihnen fordern und entwickle mich mit ihnen. Yoga ist Weltkulturerbe und das bedeutet: Wir sind verantwortlich für seine Erhaltung und Weitergabe.

Om namah shivaya

Klaus
Hallo? Beachvolleyball rockt!
Lustig. Passiert nicht häufig das ich noch nicht einmal Ansatzweise eine ähnliche Meinung habe. :))


gleis (Beachvolleyballfan-Urgestein)




Von der Yoga wird Olympisch halte ich nichts. Das Yoga wie ein Wettbewerb begriffen wird, das kann in jedem Ashram und in vielen Yogastunde und Aspiranten beobachtet werden. Das dann noch zu forcieren ... oh je. :))
Auf der anderen Seite fände ich die Vorstellung das hundertausende Deutsche den deutschen Yoga-Nationalkader am Frankfurter Rathaus besuchen und bejubeln wenn die erfolgreich die Yoga-Weltmeisterschaft gewonnen haben. Wie wohl so eine Yoga WM aussehen könnte? Nur Asana? Oder eher wie ein Zehnkampf? Mantra trällern, Asana und Pranayama?

Ich werds wohl nicht erleben.
Bescheuerte Idee!!!

Wer Yoga als "Leistungssport" oder als "Disziplin, bei der man sich mit anderen messen kann um als Sieger hervorzugehen":  Dem ist das Wesentliche bisher entgangen. Schade, aber schließlich steigt man nun mal immer auf der Bewusstseinsebene ein, auf der man sich aktuell befindet.... Es wäre zu hoffen, dass die Begründer dieser Idee auch die anderen Aspekte für sich entdecken.

Ich finde es mal wieder sehr erstaunlich, daß wir uns hier anmaßen indischer als die Inder zu sein, "yogischer" als die, die Yoga vor langer langer Zeit entwickelt haben.

In Indien gibt es schon seit vielen vielen Jahren Yoga Wettbewerbe. Meiner Meinung nach, muß Yoga jetzt nicht unbedingt olympisch werden, weil ich Yoga nicht als Sport sehe. 

Ich habe schon zwei Yoga Asana Championships beigewohnt und es war jedes Mal wieder eine Inspiration für mich, die Yoginis und Yogis zu sehen, Ihren Fokus, die innere Balance, die die körperliche Balance erst möglich macht, die Kraft, die Beweglichkeit. Mir selbst gibt das wieder einen Push, in meiner eigenen Praxis weiter zu kommen. Ich bin überzeugt, daß es nicht viele Menschen gibt, die in Ihrer Asana-Praxis sehr weit sind, ohne den mentalen und psychischen Effekt, den Yoga auf einen hat, zu kennen. Nichtsdestotrotz: wie viele, die Yoga praktizieren, sind wirklich auf der Suche nach Erleuchtung ? Eben... Der Weg zur Erleuchtung ist mitunter lang und jeder hat seinen eigenen Weg. Und wenn der nicht zur Erleuchtung führt ? Dann ist es eben so. Wir haben aber nicht das Recht, das zu be- oder zu verurteilen.

Bikram Choudhury hat den Titel Yogiraj im Alter von 13 Jahren bei einem Wettbewerb verliehen bekommen. Und ratet mal, wer in der Jury saß ? Genau: B.K.S. Iyengar.

Nur mal so als kleiner Anstoß zum Nachdenken.

Viele Grüße

Andrea

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