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Hallo,

welche Übungen kann ich denn machen bei Meniskusschäden? Ich bin ratlos. Bislang habe ich sehr dynamisches Yoga geübt, mit viel Spaß. Nun merke ich, es tut meinen Knien nicht gut.
Ich freue mich über Anregungen.

Gruß, Rena

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Hallo Rena,
Knieprobleme sind unter Yogalehrern sehr verbreitet, auch durch die vielen Übungen mit starker Anwinkelung der Beine, besonders in Sitzhaltungen. Wird diese starke Anwinkelung über eine lange Zeit beibehalten, werden Muskeln überdehnt und dadurch verliert das Gelenk an Stabilität. So hat es mir eine Physiotherapeutin mal erklärt. Deshalb sehen Krankengymnasten und Physiotherapeuten gar nicht gerne, wenn sich ungeübte Yogis in den Lotossitz zwängen. Denn sie können sich damit schaden und landen dann in ihrer Behandlung. Ist ein schmerzhafter Schaden erst entstanden, ist "Schonung" angesagt. Keine extremen Übungen, nicht über die Schmerzgrenze! Sonst wird alles nur noch schlimmer. Am besten sind sanfte Bewegungen ohne das Gelenk zu belasten. Z.B. auf dem Tisch sitzen und die Beine baumeln lassen. Einschränkungen der Beweglichkeit, sind für Yogis immer eine riesengroße Herausforderung, in der sie aber üben können, noch achtsamer mit dem eigenen Körper umzugehen und nicht zu ehrgeizig zu sein. Ist das dann im Kopf klar, wird sich auch im Knie einiges lösen. Ich selbst habe im linken Knie Probleme, die mal weg sind und dann mal wieder kommen. Kein Arzt konnte mir bisher genau sagen, was es ist. Der eine wollte mich gleich operieren, der andere sagte, ich soll nur Vitamine schlucken. So habe ich mich lieber auf mich selbst verlassen und gelernt, damit umzugehen. Inzwischen, weiß ich genau, dass Stress die Schmerzen auslösen kann und bedachte sanfte Bewegungen (auch Massagen) die Symptome lindern.
Versuche also dich selbst zu beobachten und mache alle Übungen, die noch ohne Schmerzen durchführbar sind. Auch Energielenkungen während und nach den Übungen sind eine große Hilfe oder sankalpas (positive Sätze, ein Wunsch, ein Vorsatz) in Gedanken gesprochen wirken nach meinen Erfahrungen sehr gut.
Ich wünsche Dir und Deinem Knie alles Liebe!

Ursula
Genau so ist es!
Die Exaktheit der Ausführung und das Einhalten von Grenzen können Probleme in den Gelenken vermeiden. Das Kniegelenk ist auch ein Scharniergelenk, deshalb Verdrehungen im Gelenk vermeiden (Knie zeigt deshalb bei vielen Übungen in Richtung Zehen).
Guter Artikel auf Deiner Homepage!!!
Ich persönlich übe immer so, dass es angenehm zieht in der Muskulatur. An die Schmerzgrenze gehe ich nicht heran (mit Schmerz meine ich unangenehme Stech- oder Zeihschmerzen). Auch meinen Schülern bringe ich bei, noch vor der Schmerzgrenze zu bleiben. Vor allem können Yoga-Anfänger ihre Grenzen schwer einschätzen und gehen sehr leicht darüber hinaus.
Wenn sie das Gefühl haben, es geht noch was, ist es meist schon genug. Nicht die Intensität der Übung bringt Erfolg, sondern die Qualität (die Bewusstheit im Üben) und die Wiederholungen, das "dran-bleiben".
Ich schließe mich dem an.
Ehrgeiz und Ego sind hier wichtige Aspekte.
Auch in der Asanapraxis sind einige der Kleshas mitunter sehr schmerzhaft zu spüren.

Was hilft ist die Achtsamkeit auf den Körper (s.o.) !

Hubertus
Hallo Maxim!

Kannst du mir genaueres zu deiner Aussage erklären:

Ashtanga-Vinyasa-Yoga oder Ableger davon praktizierst, informier Dich über den Ursprung dieses Asana-Systems. Seine ursprüngliche Bestimmung und Zielgruppe und Du wirst verstehen warum Du Probleme hast mit den Knien

Icj habe seit ich Ashtanga Vinyasa Yoga gemacht habe immer wieder Schulterprobleme, mal rechts - mal links. Stützposotionen sind kaum möglich. Mich würde der teifere Grund dazu interessieren.
Gruß Yogamausi
Hi Rena,

in Posen, wie zB dem Sprinter sollte das Knie nicht über dem Fußgelenk hinausragen, das erhöht den Druck aufs Knie und das Knie wird instabil. Das Knie immer über dem Fußgelenk oder dahinter halten. Das gleich gilt zB auch im Krieger oder Held. Im dynamischen Yoga ist es leider meist schwierig auf solche exakten Ausrichtungen zu achten. Gute Erfahrungen habe ich für Personen mit zB Knieproblemen im Iyengar gemacht. Die achten auf eine sehr exakte Ausrichtung. Vielleicht wäre Iyengar was für Dich, bis sich das Knie zumindest wieder stabilisiert hat.
Wichtig ist sicher auch die Beinmuskulatur zu kräftigen, damit die Muskulatur das angeschlagene Knie halten kann. Bei gestreckten Beinen, Knie natürlich auch nicht zum Anschlag durchdrücken.

Naja und grundsätzlich natürlich immer super achtsam sein. Wenn das Knie nur einen Hauch von Schmerz spürt, raus gehen aus der Pose, auch wenn alle anderen noch ganz toll drin stehen ;o)

Es gibt sicher noch mehr Tipps, aber das wärs erst mal von meiner Seite :O)

Viele Grüße und gute Besserung

Renata
Hi Rena.

Es gibt einen hervorragenden Artikel zum Thema "Knie und Knieprobleme" in einer etwas älteren Ausgabe der Viveka. Diese Zeitschrift ist über das Berliner Yoga Zentrum /BYZ zu erhalten.
Leider weiß ich grad nicht, in welcher Ausgabe der Artikel zu finden ist. Aber nimm doch einfach Kontakt zum BYZ auf. Die haben eine entsprechende Liste und können Dir sicher die entsprechende Ausgabe noch zukommen lassen.

In jedem Falle findest Du darin alle wesentlichen Informationen zu Deiner Frage. Fragen wie "was hilft, stärkt und hält flexibel?" und "Was sollte unbedingt vermieden werden" finden differenzierte Antworten in Text und Bild.

Viel Erfolg und gute Besserung.

Franziska
Hallo Rena,

wie Renate bereits schreibt - die Beinmuskulatur ist zu kräftigen, um den Kniegelenken Halt zu geben. Dazu bieten sich vor allem Stehhaltungen wie Krieger und Held an, die ich eher statisch halten würde.

Herzliche Grüße,
Mario
Hallo!
Ich bin Iyengar Yoga Lehrer und habe früher Gerätturnen und Kamfsport ausgeübt dabei meinen Meniskus gerissen und wurde operiert. Es ist bekannt, dass Yoga auf die Knie geht. Als erstes höhre auf Lotuse und Kniebeueghaltungen mit Scherrbewegungen zu üben, erstmal! Wenn Du im einfachen Schneidersitz sitzt, unterlege Dir eine gerollte Decke unter die Knie, weil gebeugte und in der Luft hängende Knie Stütze brauchen und sehr aktive Fußsohlen und Fußknöchel. ( Pronation im Fußgelenk) Übe mehr Streckungen der Knie-Gelenke im Liegen wie Supta Padangustasana I und II, im Sitzen Dandasna und im Stehen Utthita Hasta Padangustasana. Beobachte ,dass die Bein Achse, Mitte Knie ,Mitte Fußgelenk und Mitte Hüfte in einer Ebene liegen! Versuche ein Klotz hinter die Kniekehle glatt zu drücken, in dem Du das Knie mit aller Kraft gerade streckst.
Drittens kann man das Knie auch therapieren in starken Beugehaltungen wie z.B in einer Hocke, aber nur wenn die ganzen Fußsohlen den Boden berühren und die Knie nicht nach außen oder innen schauen. man umiwckelt dazu eine Decke oder Yogamatte um eine Metall- oder Holzstange und drückt sie tief in die Kniekehlen und begibt sich behutsam in die Hockhaltung. Das schaft Raum in den Kniegelenken. Ich gebe Dir nur die 2 leicht verständlichen Übungen.Es gibt viele Therapieformen für die Knie im Iyengar Yoga, doch ohne einen wissenden Lehrer, kann man auch dabei Verletzungen dem Patienten zufügen.
Weiß Du, jedes Knie ist anders und hat eine andere Geschichte. Vielleicht machst Du die Sonnengrüsse oder Rishikesh Reihe zu schnell oder zu Rückartig oder du landest zu viel auf die Vorderfüsse, oder rollst nicht richtig ab, oder die Geleke federn nicht alle Rhythmisch oder schiebst deine Knie nach vorne unbewußt usw.
Im Yoga geht es nicht die ganze Zeit um Spaß . Ja ich gebe ;zu mir schmeckt die Asana Praxis auch sehr. Doch soll uns die Asanas helfen Tapas und SelbstStudium und Gottergebenheit zu schulen,d.h. herauszufinden wer ich bin, wo legen meine körperlichen Schwächen und Stärken, dann findet man , wenn man reif genug ist in der Asana-Praxis auch die psychischen und geistigen Probleme auch heraus. Jedes körperliche oder berufliche oder familiäre Problem ist eine neue Herausforderung, um in der Sadana Praxis voranzukommen. Also gebe nicht auf !In der Suche liegt die Heilung!
Gute Besserung und Freundlichkeit im Herzen
Sascha Kovacevic
Hallo,

ich kann mich dem Vorurteil, dass Yoga die Knie belastet, glücklicherweise nicht anschließen, da bei mir das Gegenteil der Fall war. Ich habe über 10 Jahre lang intensiv Kampfsport gemacht und mir die Knie derart ruiniert, dass ich gezwungen war, damit aufzuhören. Eine achtsame Yogapraxis hat meine Knie behutsam wieder aufgebaut und absolut regeneriert. Heute bin ich schmerzfrei und kann auch wieder bequem in Padmasana sitzen.

Von Sandy Blaine gibt es übrigens ein nettes kleines Büchlein mit dem Titel "Yoga for healthy knees".

Namasté

Stefanie

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