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Liebes Forum,

auf der Suche nach Rat bin ich. Da ich ständig grübel und nachdenke über alle meine Probleme möchte ich damit aufhören. Ich möchte sehr gerne meditatives Yoga oder Autogenes Training versuchen. Nur leider leide ich an Schizophrenie und habe gehört, dass meditaives Yoga oder Autogenes Training wieder eine Psychose auslösen kann. Fragen wollte ich, ob meine Bedenken begründet sind? Über Antworten freue ich mich sehr und vielmals für die Hilfe!

Gruß Shagi

Tags: Anfang, Autogenes, Psychose, Schizophrenie, Training, Unsicherheit, Yoga, meditatives

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Hey,

das ist glaube ich eine seeehr schwierige Frage fuer nicht-Experten. Kannst du nicht evtl mit einem in Frage kommenden Yogalehrer darueber sprechen, was er in seinen Kursen alles macht und danach mit einem Therapeuten darueber sprechen?

Liebe Gruesze und alles Gute
Hi,

also ich habe meinem betreuenden Nervenarzt eine E-Mail geschrieben. Mal schauen, was er schreibt. Aber ich glaube, dass das Thema wirklich schwierig ist. Danke trotzdem für deine Antwort!

Gruß

shagi
Lieber Shag,

schau ich mir so die ausgezeichnet formulierte Schlagwortliste an, möcht ich meinen, du kannst ganz bedenkenlos Yoga praktizieren.

Interessant finde ich die Gegenüberstellung von Yoga und Autogenem Training. Mag was dran sein. Meine Mutter hat z.B. viele Jahre bei einem ausgezeichnetem Lehrer Autogenes Training praktiziert und ist mit ihren 70 Jahren immer noch sehr fit. Ob sie ne Psychose hatte, naja, könnt man sich drüber streiten ;-).

Viele Grüße,

Irina
OM namah shivaya, Shagi

mit Yoga Körperübungen (Asanas) und einfachen Atemübungen (Pranayama) beginnt jeder, der sich ganz praktisch mit Yoga befasst und dass kannst du auch. Übst du regelmäßig, koordiniert mit deinem Atem, und spürst du nach jeder Übung einige Zeit nach, lernst du mehr und mehr deinen Körper kennen. Du bemerkst dann wie du kräftiger und beweglicher wirst, aber auch wie gut dir das Nachspüren tut. So übst du angstfrei und trainierst, Muskeln, Gelenke, Sehnen, deinen Kreislauf und stimulierst deine Organe. Dein Körper wird überall besser mit Blut versorgt. Wenn dann deine schizophren Schübe kommen, bist du gut gewappnet und lernst, von Mal zu Mal besser damit umzugehen.
Meditatives Yoga und Autogenes Training kannst du später irgendwann ins Auge fassen, denn das verlangt von allen, die es ausüben wollen, doch gewisse Vorkenntnisse und Erfahrungen mit sich selbst.

Gerade gestern sah ich im Fernsehen ein Interview mit folgendem Autor: Manfred Lütz, Irre – Wir behandeln die Falschen: Unser Problem sind die Normalen – Eine heitere Seelenkunde, ISBN-10: 3579068792.

Hier wird verständlich und lehrreich für "Gesunde " und "Kranke" informiert.

Mir selbst als älterer Mann sind die Videos und Anleitungen bei www.yoga-vidya.de sehr hilfreich und ich nutze sie für meine tägliche Yogapraxis. Schau doch dort mal rein oder besuche eine Kurs in Bad Meinberg.

Herzlichst!

OM OM OM

Klaus
Noch ein kleiner Nachtrag in eigener Sache: In der Regel werden schwerere psychiatrische Erkrankungen wie Psychosen oder Essstörungen von Persönlichkeitsstörungen begleitet. Hierzu gibt es ein interessantes Buch, dass die Problematik allgemeinverständlich - wenn vielleicht auch etwas übertrieben (Sind wir nicht alle ein bisschen Vampir...) - darstellt:

http://www.amazon.de/Emotionale-Vampire-Albert-J-Bernstein/dp/34780...

Insofern gilt halt nicht nur die Frage, darf ich mit Psychose Yoga machen, sondern auch: Bin ich als Yogalehrer/Therapeut bereit und in der Lage, diesen Menschen in der von ihm gewünschten Weise zu begleiten? Und handle ich damit mir selbst und der anderen Person gegenüber fachgerecht und wegweisend?

Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen...

In diesem Sinne alles Gute,

Irina
Liebe Shagi,

bei einem Verwandten von mir der auch Shizophrenie hat, war jetzt im Nachhinein Yoga und Meditation nicht wirklich hilfreich, eher ist jetzt die Shizophrenie erst richtig ausgebrochen. Er hat es mit Meditation und autogenem Training wahrscheinlich auch übertrieben und hat sich da zu sehr hineingesteigert. Da er mittlerweile nur noch mit psychopharmaka sein kann, kann er bei den Asanas auch gar keine Spannung mehr halten. Und kann jetzt gar kein Yoga mehr machen. Er ist wirklich arm dran im Moment. Aber sicher kann man nicht jeden Fall vergleichen, ich denke so ein paar Übungen wären sicher auch gut für dich. Aber da brauchst du einen guten Lehrer! Vielleicht auch einfach erstmal einen guten Heiler, der Energiearbeit macht oder sowas.. ich weiss nicht..

Ich wünsche dir alles Gute auf deinem Weg und dass du das richtige für dich findest!!
Liebe Grüße Johannes
hallo shagi,

ich hatte 2000 mal eine psychose, und habe danach begonnen, täglich asanas zu üben. also bewusstes in den körper spüren, bewusstsein in den körper bringen, und eher "raus aus dem kopf, und rein in den körper". ich bin seither nie wieder "psychotisch abgedriftet", und fühle mich gut geerdet und in meinem körper zu hause. (obwohl die ärzte mir völlig gegenteilige prognosen gaben, und ich auch alle medikamente gleich nach der klinik absetzte..)

zu meditatives üben tut mir allerdings nicht so gut, da hab ich eher das gefühl, mich aus dem "hier und jetzt" zu entfernen. und autogenes training ist auch schon wieder sehr kopflastig.
ich würde dir eher erdende und aktivierende übungen empfehlen, stehende haltungen z. b.; haltungen also, die den körper aktivieren.

liebe grüße
karin
Lieber Shagi
Zuerst einmal gratuliere ich zu deinem Mut und deiner Offenheit, mit welcher du dich deinen Problemen stellst. Nun, ich bin keine Yogalehrerin und habe selbst auch keine Schizophrenie. Ich bin Diplomierte in sozialer Arbeit mit langjähriger Berufserfahrung - auch mit psychisch beeinträchtigten Menschen - und Yogapraktizierende. Ich glaube, dass es wichtig ist für dich, dich mit deinem Therapeuten abzusprechen, aber meine Erfahrung ist, dass Yoga eine ganz bodenständige Seite hat, nämlich das Ueben der Asanas und einfachen Pranayamas in Konzentration, welches allgemein die physische und psychische Befindlichkeit verbessert. Die Zeit des Uebens in voller Konzentration auf korrekte Ausführung der Asanas (wie z.B. von Iyengar vertreten) bringt dir vielleicht wenigstens täglich eine Zeit der Ruhe - ohne Grübeln - für dich, in welcher du dir und deinem Körper etwas Gutes tust. Die Frage ist also meiner Meinung nach nicht, eine/n YogalehrerIn zu finden, der/die damit umgehen kann, sondern ein Yogastudio zu finden, wo du dich wohl fühlst (vielleicht musst du wie ich, einige Schnupperstunden in verschiedenen Studios machen, bis du dir sicher bist, das Richtige gefunden zu haben) UND deine medikamentöse und/oder Psychotherapie begleitend weiter zu führen. Ein bisschen vorsichtiger müsstest du vielleicht mit Methoden umgehen, die eher die spirituelle Seite betreffen und meditative Zustände fördern wie z.B. Kirtan-Singen in Gruppen oder fortgeschrittenes Pranayama (Kundalini).
Om Shanti und viele schöne neue Erfahrungen! Madeleine
Hallo,

das ist alles schon mal sehr hilfreich. Ich habe mir zum Beispiel notiert, dass ich mir Asanas mal anschauen kann. Die Idee mit den Atemübungen finde ich auch sehr gut. Da muss ich mich wohl langsam herantasten.

Ich habe mir einen Stressbewältigungskurs ausgesucht und lasse den gerade von der Krankenkasse prüfen. Das wäre für den Einstieg vielleicht auch nicht schlecht.

Liebe Grüße

Shagi
Liebe Shagi,

Ich habe in der Diskussion hier "Yoga statt Psychiatrie" viel geschrieben.
Zentral sind die Passagen über das "Deindentifizieren", die Trennung von Intrepretation und Gehirn"Schmerzen".
Schau doch mal da nach.

Hari Om Tat Sat
Lieber Shagi,

ich selbst leide an einer Bipolar I Störung, mit psychot. Symptomen, das ist meine Ursprungsdiagnose, heute ordnet man mich eher den Bipolaren vom schizoaffektiven, psychotischen Typus zu. Über Schizophrene Psychosen weiß ich leider nicht viel aus der persönlichen Erfahrung, nur vom hören sagen und aus Büchern. Dennoch bestehen auch hier Ähnlichkeiten, sonst würde man nicht für beide Typen den Begriff der Psychose verwenden. Yoga hilft mir, und aus der Meditation habe ich mir herausgezogen was mir weiterhalf. Ich habe sehr gute Bücher. Ich organisiere mich in einer deutschen Gesellschaft, die sich speziell mit der Krankheit befasst, wir üben uns in Selbsthilfe, angeleitet durch fachliche medizinische Begleitung. Daher konnte viel über die Psychosen, Manien und Depressionen meiner Leidenskollegen erfahren.

Das was ich dir jetzt kommentiere, kommt lediglich aus meiner privaten Erfahrung im Umgang mit der Selbsthilfe. Die Ärzte lasse ich an dieser Stelle außen vor, denn es ist richtig, dass Yoga und Meditation das Potential hat Schübe zu fördern und wenn man sich dann selbst nicht richtig zu helfen weiß, dann kann das böse ins Auge gehen.

Du schriebst:
"Da ich ständig grübel und nachdenke über alle meine Probleme möchte ich damit aufhören"

Jedes mal wenn du in dieses Muster verfällst kannst du im Geiste "Stop" sagen. Oder du setzt dich hin und versuchst mal innerlich solange, wie es dir gut geht, deine belastenden Gedanken anzuschauen, ohne dich emotional zu involvieren. Diese Übung löst einen Prozess aus, der dir hilft, dir über deine Gedanken klar zu werden und sie endlich mal in Schubladen packen zu können. Die Schubladen bekommen dann Namen: Ängste, Schuldgefühle, Sehnsucht, damit kann man dann wieder weiterarbeiten, indem man vorsichtig prüft was dahinter steckt, so können Ängste beispielsweise einfach "magisches denken" sein und es ist gar nicht so schlimm. Damit mache ich Psychoseprävention.

Ich halte dir auf jeden Fall die Daumen, dass es besser wird.

Alles Liebe und nur Gute
Celie
Es ist kein Wunder das man in einer schizophrenen Gesellschaft an Schizophrenie leidet ! Die Masse tut dies !

Es ist zum Beispiel schizophren in dem System zu arbeiten um Geld zu erhalten um sich davon dann schlechte Nahrung zu kaufen die auf einem Feld gewachsen ist welches man selber gar nicht bestellt hat und womöglich auch noch Pinkelsekräte als Dünger verwendet wurden und andere Chemikalien.

Auch ist das gesamte Bürokratensystem total schizophren wo Politiker Geld erhalten indem sie weiterhin die zerstörerischen Arbeitsplätze fördern wie z.B. den Automobilbau oder die gesamte andere unsinnige Industrie !

Hier in diesem Land der Lügen kann man einfach nur durchdrehen wenn man sich mit dem System beschätigt !

Das beste was man machen kann ist sich in den Wald zurückzuziehen wenn er nicht gerade an einer 3 spurigen Autobahn ist und man dort einen Waldgarten aufbaut oder sich aus dem bestehenden ernährt !

Gerde jetzt fliegen über mir mal wieder Düsenjäger des Militärs wo Schiziphrene Soldatenpiloten sich ihre Ohren betäuben und gifte Gase in die Atemluft versprühen und dafü gekommen sie viel Geld und ein liebevoller Gärtner der versucht der Erde den Garten Eden zurückzugeben muss um Sozialhilfe betteln bei einem schizophrenen Amt in einer Schizophrenen Gesellschaft !

In dieser irren Gesellschaft wird beinahe jeder Apfel gezählt und dann auch noch besteurert um die ganzen Irren von dem Geld was sowieso nur einem einzigen Menschen auf der Erde gehört zu bezahlen !

Ja Shagi Psychosen kann man hier nur bekommen und das sollte man mal nicht als Krankheit betrachten sondern als Läuterung um sich mal über den ganzen Mist Gedanken zu machen !

Die Lösung ist : Wir brauchen reines Wasser, eine saubere Erde, nährstoffreiche Luft und wohltuende Wärme um hier weiter existieren zu können ! Das schaffen wir indem wir das System stürzen und bei dem Wahnsinn einfach nicht mehr mitmachen !

Familenlandsitze das ist die Lösung um die Volksschizophrenität zu besiegen !

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