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Liebhaber lauter Musik kommen beim Workshop von Young Ho Kim voll auf ihre Kosten, den er an einem schwül warmen Sonntag im August im Dortmunder „Cool Yoga“ Studio abhält. Mancher Teilnehmer blickt zwar noch etwas zweifelnd, aber im Grunde scheinen sich alle zu freuen, auch wenn sie nicht wissen, was sie erwartet. Und der Anspruch, den der Meister an die Teilnehmer hat, ist nicht gering.



Young Ho Kim ist von Haus aus Koreaner und wuchs mit Zen-Buddhismus und Taekwondo auf. Beides hatte nachhaltigen Einfluss auf den kraftvollen und fließenden Yogastil, den er heute im Stil des Vinyasa unterrichtet. Auch Zen-Gymnastik oder Mental Balance stehen auf dem Unterrichtsprogramm seines im Jahr 2007 eröffneten Frankfurter „Inside Yoga“ Studios, das seither große Erfolge aufweisen kann. Nicht nur deshalb war Young Ho Kim einer der Talkpartner der Kölner Yogakonferenz dieses Jahres, bei der er zum Thema Yogabusiness referierte. Viele Interessenten, die sich hauptberuflich mit dem Yoga befassen, kamen zu diesem Event allein seinetwegen.

Im Rahmen seines Workshops erklärte er sein „Inside Flow“ Konzept, zu dem vor allem die Musik als grundlegende Basis gehört. Und doch ist es keine Musik, die für Yoga typisch ist, die bei Young Ho Kim aus den Lautsprechern schallt. Ihn störte es, dass in manchen Studios die Musik in den Hintergrund tritt und die Bewegungen eher den Off-Beats folgen, als im Takt mit zu fließen. Seinen tänzerischen Qualitäten und Vorstellungen würde dies nicht gerecht, erklärt er. Besser sei es doch, die Übungen so zu entwickeln, dass man den Takt der Musik für sich nutzt um in Fluss zu kommen. Darum soll es eben auch bei diesem Workshop gehen und davon lässt sich der Meister auch nicht durch die unangenehm warme Witterung abhalten.

Etwa 40 Flows mit inhaltlichem Bezug zum Yoga hat er bereits entwickelt, die zum Teil mit anspruchsvollen Choreografien aufwarten, aber in ihrem Bewegungsablauf perfekte Harmonie erreichen lassen. Bei seinem Dortmunder Workshop stellt er den Teilnehmern zwei der Stücke vor und bringt mit den teils schwierigen Bewegungen alle schnell zum Schwitzen. Was den Anwesenden schwer fällt, macht Young Ho Kim mit Leichtigkeit vor.

Und so gelingt es dann später auch den weniger Geübten sich beim ruhigeren Flow mit der eigenen Atmung, dem musikalischen Takt und dem Herzen ganz im Einklang zu fühlen.

Nach einem Bericht von Natascha Kießler für yogaservice.de.

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