Hallo, liebe Yogapad-Freunde/innen,
wer hat Erfahrungen mit Yoga & Multiple Sklerose?
Ich bin Physiotherapeutin und Yogalehrerin und habe einen Patienten mit Multiple Sklerose.
Was ist besser fließende oder längeres Halten der Asanas.
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Permalink Kommentiert von ShivaDiva am 2. Dez 2011 um 9:31am Hallo Birgit,
ich habe eine Schülerin mit MS (Alter 51).
Kann man nicht so pauschal sagen, weil es auf die bereits starke Ausprägung ankommt. Auch spielt da immer sehr stark die Tagesform eine Rolle.
Bei meiner Schülerin ist es so, dass sie kaum fließende Bewegungen mehr machen kann. Den Sonnengruß langsam geht noch, alles andere nicht mehr. Wir können durchaus viele Bewegungen lange halten und vorallem arbeiten wir viel mit Dehnung. Im Prinzip vorwiegend Kräftigung und Dehnung - > ganz schwer sind bereits Balance-Übungen.
Dennoch ist es so, dass es überwältigend ist, wann durch Yoga wieder geschafft werden konnt. Ihre Krankengymnastin ist so aus dem Häuschen zu sehen, was ihre Patientin plötzlich wieder kann und ist sehr erstaunt, dass die bei mir 75 Minuten durchhält und bei ihr gerade mal 30 :-)
Mach das einfach abhängig von Deiner Schülerin und was noch geht und was der Körper nicht mehr zu lässt. Eine junge MS-Patientin kann sich leichter mit Flows tun, als eine ältere, die zusätzlich eh schon Schwierigkeiten mit Rücken und Co. hat. Die typischen Zipperlein im Alter machens dann schwierig - > MS allein ist kein Grund auf etwas verzichten zu müssen.
Permalink Kommentiert von Andreas Binder am 2. Dez 2011 um 5:12pm Hallo Birgit,
das ist extrem abhängig vom Verlauf der MS und dem aktuellen Zustand des Patienten. Im Schub würde ich gar keine Asanas praktizieren, außerhalb eines Schubs nach Massgabe der körperlichen Belastbarkeit. Sehr wichtig kann aber sein, frühzeitig Pranayama und Yoga-Nidra zu üben, da diese auch bei einer Verschlechterung sehr hilfreich sein können.
Es gibt übrigens eine schöne DVD. Sie heisst "myyoga. Yoga für Menschen mit Multipler Sklerose". Herausgegeben ist sie von "Biogen Dompé" in Partnerschaft mit der Schweizerischen Multiple Sklerorse Gesellschaft und Yoga Schweiz.
Sie enthält auch Übungen für bessere und schlechtere Phasen.
Hari Om, Andreas
Hallo Andreas,
Danke für Deinen Tip.Leider kann ich im Rahmen der Krankengymnastik in der Praxis kein Yoganidra machen.Zu unruhig und zu wenig Zeit.
Permalink Kommentiert von Anne am 10. Februar 2012 um 3:00pm Hallo Birgit,
ich habe eine 25jährige Patientin, die selbst Yoga macht und damit gut zurecht kommt.
Da sie ihre Beine als "hölzern" beschreibt, mache ich weiche fließende Übungen. Am meisten bringt es was, wenn wir aus der Beinstreckung immer wieder in die Beugung arbeiten.
Da kann man kreativ werden Rückenlage, Seitlage, Vierfüßlerstand, oder mal im Schlingentisch.
Yoga und KG - das lässt sich schön verbinden!
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