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Hallo ihr Lieben!

Ich brauche mal ganz kurz Eure ehrliche Meinung hierzu:

Erst vor einiger Zeit musste ich eine kleinere Diskussion mit einer Bekannten führen, die meinte, ich seie viel zu jung um mit 25 Yogalehrerin zu werden. (Sie meinte es seie nicht vertrauenserweckend, wenn ein junges Ding vorne steht und über Yoga spricht...)
Ich denke nicht, dass man das von dem Alter oder von dem jungen Aussehen abhängig machen kann. Sondern von der Erfahrung und von den gewissen Bewusstsein dazu.
Ich bin schon relativ früh mit Yoga und der Philosophie in Kontakt gekommen. Und seit 5 Jahren ist Yoga zu einem großen Teil in meinem Leben geworden. Ich möchte Lehrerin werden, weil ich mich dazu bereit fühle und DAS mit anderen teilen möchte, was mir auch gut tut.
Ich bin mir dessen bewusst, dass ich nicht so viel Lebeserfahrung habe wie jemand mit 40. Ich bin der Meinung, dass man nie im Leben genug Erfahrung sammeln kann und selbst mit 80 hat man nie ausgelernt und ist "allwissend".
Nächstes Jahr im Oktober beginnt meine 1 1/2 jährige Ausbildung zur Yogalehrerin. Mitten in der Natur in einem kleinen Örtchen das nur ca 4 Häuser hat :-) echt schön!!! Selbst die Ausbildungsleitung hält mich für geeignet.

Was denkt ihr über junge Yogalehrer? Schreibt Eure Erfahrungen oder Meinungen hierzu. Ich würde mich sehr über Antworten freuen!

Herzliche Grüße!
Angi

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Hallo Angi,

das mit der Lebenserfahrung ist ein "Fehler" der sich mit der Zeit sowieso erledigt :-)

Sicher kann mir ein Lehrer, der schon seit 20 Jahren unterrichtet und vielleicht noch eine bewegte Biographie hat, viel erzählen. Das macht ihn/sie aber noch lange nicht zu einem guten Lehrer.

Laß' Dich nicht verunsichern. Folge Deinem Herzen. Was man mit Leidenschaft und voller Überzeugung und der gebotenen Kompetenz tut, ist in der Regel gut und richtig.

Viel Spaß bei der Ausbildung und viel Glück für Deinen Weg,

Andrea

Liebe Angi :)

soo gut kann ich nachempfinden, was du meinst.

Der erste Satz der mir dazu einfällt ist der, der mir in meine Yogalehrerausbildung immer wieder gesagt und in meiner Praxis dann auch immer wieder bewusst wurden: du lernst das "yogalehrer sein" erst durch das YOGALEHRER-SEIN...

 

Ich selbst bin jetzt 29, habe mit 26 mit meiner Yogalehrerausbildung angefangen.. und genau diese Zweifel hatte ich - und weißt du was  - zum Glück, hab ich auf so wenige Menschen gehört, die mir "Ratschläge" geben wollten und hab einfach nur auf mein Bauchgefühl gehört.. :)

Natürlich bin ich weit entfernt von dem, was ein richtig erfahrener Yogalehrer nach 20 Jahren des Unterrichtens bieten kann - ABER ein richtig guter Yogaleherer wirst du NUR durch´s Yoga LEHREN

Wie möchtest du denn Erfahrung darin sammeln, wenn nicht durchs Unterrichten?!

Die Lebenserfahrung stelle ich hier an der Stelle wirklich auch ganz hinten an.

Ich kenne 50 jährige, die sich nicht im geringsten mit sich selbst, ihrem Körper, Körpergefühl, Atem beschäftigen...

warum soll so jemand besser geeignet sein, wenn er nun beschließt eine yogalehrerausbildung zu machen, als eine 25 jährige, die Yoga seit Jahren erfährt und mit Begeisterung dabei ist - und DAS auch noch an andere weiter geben möchte...

Folge deinem Gefühl und ich bin sicher, du wirst eine großartige Lehrerin werden mit diesem Wunsch im Herzen, den Menschen etwas gutes zu geben

 

Kann dir hier von meiner Erfahrung berichten um dir Antwort zu geben..

anfangs war ich sehr aufgeregt und nervös ... auf meine Ausschreibung hin zu meinem ersten Yogakurs haben sich so viele Leute gemeldet, dass ich gleich 2 kurse draus machen musste / durfte da es einfach zu viele waren.. dann dachte ich: in der Zeitung haben die ja nur gelesen YOGAKURS.. wer das macht wissen die ja nicht.. und ich ging davon aus, das die Hälfte nur einmal kommt und dann nicht mehr..

und außer einer waren alle älter als ich - wesentlich älter!  Sogar eine 79 jährige kam in meinen Kurs - und weißt du was, sogar SIE ist heute noch dabei. Doch auch die anderen - im schnitt zwischen 40 und 60 - haben mir nie das Gefühl gegeben, dass ich noch zu jung bin oder wenig erfahrung habe..

Nun habe ich seit einem Jahr 4 feste Gruppen (hätte ich NIE gedacht), von denen zwar mal eine oder zwei gehen und neue kommen aber der Großteil ist der gleiche und ich bekomme ganz viel positive Rückmeldung, dass sie endlich besser schlafen.. sich spüren, abschalten, positiver denken....

Mein Unterricht hat sich in diesem einen Jahr enorm verändert, verbessert, entwickelt...  und ich bin schon so gespannt wie es mal sein wird, wenn du und ich 40 sind und sagen können: wir sind seit 10, 12 oder 15 jahren Yogalehrer :) was meinst du welche Erfahrung wir dann haben.. wie wir DANN rüber kommen..

:)

Die ganzen GURUS und Yogameister und wie sie alle heißen, konnten doch nur soviel Wissen sammeln, weil sie meistens ganz ganz früh angefangen haben...

 

ALSO: NUR MUT

und viiiel Glück und eine wahnsinnig schöne Zeit in deiner Ausbildung :)

Liebe Grüße

Silke

*schon wieder ein Roman geworden... sorry*

 

Ach - und eins noch: ich bin ganz sicher, und glaube fest daran, dass jeder Yogalehrer SEINE Yogaschüler bekommt.. die leute finden dich, die zu dir gehören.. und die, die lieber zu älteren Lehrern möchten, die kommen auch nicht zu dir :) Du wirst deine Leute schon anziehen.. ganz automatisch :)

Ein herzliches DANKESCHÖN, dass Ihr Euch die Zeit dafür genommen habt um mir von Euren Gedanken/Meinungen und Erfahrungen hierzu zu berichten!!!! ;-)

Bis jetzt bin ich immer meinem Herzen/meinem Bauchgefühl gefolgt. Und ich bin mir sicher, dass das der richtige Weg für mich ist Yogalehrerin zu werden.

Mein Bekanntenkreis beäugt diese Absicht teils etwas kritisch, aber auch nur, weil sie ein bestimmte Vorstellung haben. Bis jetzt haben mich diese ,,Ratschläge" nicht beirren lassen.

Danke Silke für Deinen kleinen ,,Roman" ;)) und die lieben Worte!!! Es ist wirklich schön zu lesen, dass es jemanden gibt dem es ähnlich ergangen ist! Auch deine Erfahrung mit älteren Schülern fand ich sehr interessant und erfreulich!!!
Der erste Satz ist wirklich sehr treffend ,,du lern das "Yogalehrer sein" erst durch das YOGALEHRER-SEIN!!!" und es stimmt wirklich, wenn ich so darüber nachdenke! Das ist im Leben immer so, durch die Ausbildung lernt man die richtige Technik, das Fachwissen. Aber wie man damit danach im Beruf umgeht und wie man es umsetzt ist von dem Einzelnen abhängig. Im Endeffekt kann man nur wachsen in dem man Versucht, übt und mit Leidenschaft dabei ist!
Das ist super, dass du schon 4 feste Gruppen hast! Herzlichen Glückwunsch! ;) ich wünsche auch Dir weiterhin, alles, alles Gute und ganz viel Spaß beim Unterrichten!!!!


Also nochmal vielen Dank für EURE Antworten! Alles Liebe!

Liebe Grüße,
Angi ;)

Es gibt in Thailand Mönche die mit 21 Jahren eine Tempelanlage leiten! Auf meine Frage ob der nicht etwas zu jung wäre sagte man mir: Es ist nicht wichtig wie alt jemand ist sondern wie authentisch er ist, ob er das lebt was er erzählt ...

 

Mach einfach und lass dich nicht irritieren.

Wenn du das gerne willst, warum solltest Du es dann nicht auch tun?

Ich wünsche einen guten Start in deiner Ausbildung

Es geht hauptsächlich um Yogaerfahrung und nicht um die Lebenserfahrung. Ich habe z.B. viel von meinem Kind über Yoga gelernt oder als ich Yoga unterrichtete für die Mütter mit Säuglingen, habe ich von den Babies - die nichts sagen konnten - mehr gelernt! Es war einfach erstaunlich zu sehen wie hektisch sie zum yoga kamen und wie sie sich nach dem Yoga in der Endetspannung ohne Geschrei länger als 10 minuten entspannen konnten. Das war mir Bestätigung der Wirkung vom Yoga und wie sie sich von den Eltern energetisch auf die Kinder überträgt.

 

Ich würde gerne zu Deinen Stunden kommen. Jüngere Leute haben einfach eine andere Energie und Enthusiasmus - was wir ältere oft schon vergessen haben! Aber ehrlich gesagt in heutigen Zeit unterscheide ich gar nicht z.B. zwischen 25 und 40 und es ist mir völlig egal wie alt jemand ist. Früher war das vielleicht wichtig, aber heutzutage haben sich viele Grenzen verschoben.

 

Ich bin 40 und habe eine Teilnehmerin die über 70 ist und früher hatte ich oft "Schüler" die 10,20,25 Jahre älter als ich waren.

 

Im Moment des Lehrens bist Du mit den Gurus verbunden und überträgst das urheberrecht des wissens vom Yoga an die andere Menschen und in dem Moment ist kein Alter wichtig. Und wenn das wichtig wäre - wer weiss (nach der Lehre des Karma) - wie alt Du eigentlcih bist :))

 

Deswegen - nur Mut und mach weiter!

Hallo Angi,

 

das halte ich absolut für völligen Blödsinn. Geistige Reife, eine gute Lehrerin zu sein, all die Wichigen Dinge überzeugend weiterzugeben und selbst vorzuleben, hat nicht immer was mit dem Alter zu tun.

Auch mit 25 kann man durchaus all das mitbringen.

Ich bin 32 , sehe (in diesem Fall leider) viel jünger aus und habe vorwiegend Teilnehmer ab Ende 30 - 74 bei mir.

ALLE, und zwar ohne Ausnahmen, sind von mir und meinem Wissen überzeugt und haben keinerlei Bedenken.

Spätestens nach einer Probestunde bei mir, ist alles okay und sie zufrieden.

Mach Dir da keinen Kopf. Das kommt auf Dich, Deiner Persönlichkeit und einer guten Ausbildung an.

 

Liebe Grüße

Annika

Ganz ehrlich? Ich halte dich definitiv für zu jung! Meine Meinung! Bitte seim mir nicht böse aber mit 25 kann man gar nicht so viel Yogaerfahrung gesammelt haben um das weiter zu geben!?
Ich selbst habe vor 10 Jahren mit Yoga begonnen und würde nicht behaupten, dass meine Erfahrung zum Lehrer ausreichen würde. Vielleicht bist du kompetent für die körperliche Praxis aber was ist mit der Philosphie...dem Kern?
Ich bin wie gesagt eher skeptisch ob du nun geeignet bist oder nicht, denn ich halte dich für zu jung. Aber das ist nur meine Meinung und soll dich nicht auf deinem Vorhaben beirren lassen! 

So pauschal würde ich das nie sagen, vorallem wenn ich jemanden nicht kenne. Ich hatte mal eine Lehrerin, die zwar auch erst 25 Jahre alt war, aber schon von Kindesbeinen an (ab 4 !!) Yoga  gemacht hat, weil die Eltern Lehrer waren.

Auch machte ich schon oft die Erfahrung, dass manche nach 15 Jahren Praxis wesentlich weniger wussten und konnten, als einige nach 4 Jahren! Es kommt immer darauf, wieviel und wie tief man sich damit auseinandersetzt.

Natürlich ist es so , dass man immer besser wird, je länger man Yoga lehrt und lebt,aber es gibt durchaus sehr kompetente Lehrer in diesem Alter und echte Pfeifen, die schon 60 sind und wenig bis nichts können.

Oft kann auch andere Erfahrung im Vorfeld eine Rolle spielen...............so habe ich zum Beispiel durch diverse Trainer-Ausbildungen etc. sehr gute Kenntnisse in Anatomie, was mir in den Yoga-Ausbildungen sehr zu Gute kam. So konnte ich mich auf meine eigene Praxis und die Philosophie konzentrieren.

Hinzu kommt, dass man auch vom Typ her sich evtl. viel leichter tut, vor einer Gruppe zu sprechen usw. Viele bauchen erstmal Jahre, um überhaupt vernünftig anleiten zu können.

 

Wie gesagt, ich halte so eine pauschale Aussage für zu hart und schon erst Recht, wenn ich von der Person nichts weis.

Du hast recht, ich weiß nichts von ihr. Ich wollte ihr damit nur sagen, dass ich mir nicht vorstellen kann, das so ein junger Mensch - fast noch ein Jugendlicher - so lange Yoga gelebt hat um zu lehren.
Lehrer sind für mich (vor allem im Yoga) Menschen, die ganz viel Erfahrung in etwas gesammelt haben, um es dann weiter zu geben! 
Mag sein, dass sie vielleicht besonders gut anleiten kann oder sonst eine Begabung mitbringt, doch mir geht es um die Yogaerfahrung. 4 oder 5 Jahre reichen da in meinen Augen nicht.
Ich finde, das man meist in solch einem Alter Fehlentscheidungen trifft und es sollte jemanden bewusst sein der Lehrer werden möchte, was er für eine Verantwortung hat den wertvollen Schatz des ,,Yogas" weiter zu geben.
Ich möchte niemanden zu nahe treten, ich äußere nur meine Meinung dazu. :-)

Grundsätzlich gebe ich Dir da schon recht. Wenn ich an mich selber denke (ich bin jetzt 32), wäre ich mit 25 sicher noch nicht so weit gewesen. Wissen ist immer eine Sache, aber erst im Alter kommen viele Dinge dazu die notwendig sind. Wahrscheinlich wäre ich von meinen Schülern auch nicht so ernst genommen worden, wie das heute (zum Glück) der Fall ist. Es geht im Yoga ja nicht nur um das Anleitungen von Asanas und Atemübungen, sondern auch die Vermittlung tiefergehender Dinge, die man mir wahrscheinlich nicht abnehmen würde, wenn man nicht auch eine gewisse Lebenserfahrung mitbringt.

Allerdings mache ich oft die Erfahrung, dass es viele gibt, die mit 25 Jahren noch "Kinder" sind und unreif, andere kommen einem sehr erwachsen und "alt" vor.

Das ist eine Typ-Frage...........aber es ist sicherlich schwieriger, auch wenn man in diesem Alter schon sehr weit ist, die nötige Akzeptanz der Schüler zu bekommen.

Als ich jetzt mein Studio eröffnet habe, habe ich mir natürlich auch Gedanken darm gemacht, wie ich wohl ankommen werde, da meine Schüler eher ab Ende 30 - 74 sind. Liegt vielleicht auch am Yogastil den man unterrichtet? Die deutlich jüngeren hier gehen eher zum "Power-Yoga" ins Fitnessstudio (hier gibts im Landkreis noch sehr wenig Studios) und ich habe eher das etwas ältere Publikum.

Und ja, die Verantwortung ist riesig. Ich hab´s in einem anderen Beitrag schon geschrieben. Aktuell habe ich Schüler mit Hirntumor, MS, Total-OP´s, Bandscheibenvorfälle, Skoliose usw.

Ich bin froh um die Zeit die ich mir selber gegeben habe, bevor ich anfing zu unterrichten........vor ein paar Jahren wäre mir das noch zu kritisch gewesen. Heute muss ich jeden Tag blitzschnell Entscheidungen treffen, wer was wie machen darf oder nicht und auch viele Fragen dazu beantworten. Schön ist hierbei, dass ich das Vertrauen der Ärzte und Heilpraktiker in der nahen Umgebung habe, die mich gerne empfehlen und ihre Patienten zu mir schicken.....auch da spielt wohl mein Alter und meine Erfahrung eine Rolle:-)

 

ich bin selbst 26 und seit 10 jahren in kontakt mit yoga. habe mit 21 dann die ausbildung gemacht die mich sehr viel weitergebracht hat,aber ich sehe es auch an anderen: du lernst nie aus und lernst vor allem durch deine schüler so viel mehr, dass es egal ist ob du 20 oder 50 bist. ich denke, dass man zwar - je älter man wird - "weiser" wird, aber ich kenne auch viele ältere yogalehrer/innen, die dinge vermitteln wollen, sie aber selbst nicht praktizieren oder LEBEN, und so etwas ist dann schade. von daher - solange du das vermittelst, was du auch wirklich glaubst und lebst, ist das in ordnung :)

 

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