Tags: Atemtechnik, Atemtyp, Atmung, lunar, solar
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Permalink Kommentiert von Angel F. am 1. Dez 2011 um 9:14pm Hallo Klaus,
das wäre wirklich mal interessant, ob der vorgegebene Atemrhytmus von allen als angenehm oder passend empfunden wird!
Lg, Angi
Permalink Kommentiert von Angel F. am 3. Dez 2011 um 12:13pm
Permalink Kommentiert von ShivaDiva am 1. Dez 2011 um 9:00am Sehr gute Frage:-))) Ich beschäftige mich auch gerade damit, aber das mit den "Atemtypen" war mir neu. Vielen Dank für den Tipp. In letzter Zeit bin ich nämlich auch sehr am Überlegen, wann man ein - und ausatmen sollte bei einzelnen Asanas. Im Sonnengruß war´s mir klar, aber zum Beipspiel in der sitzenden Vorbeuge: Schiebe ich mich langsam beim Ausatmen nach vorne, oder beim Einatmen. Oder Bewegungsabläufe wie der Delphin: nach vorne, wenn ich ein - oder ausatme? Man lernt in jeder Ausbildung was anderes und in meinen vielen Büchern steht auch immer was anderes drin :-( Meine eigene Logik war bisher immer, dass wenn ich Kraft brauche oder mich dehnen will, ich das während dem Einatmen mache, weil so der Körper "frischen"Sauerstoff bekommt, den er dafür braucht. Allerdings merke ich auch gerade, dass ich bei Dehnungen weiter komme, wenn ich während dem Ausatmen weiter in die Dehnung gehe.
Wenn es tatsächlich so ist, dass es zwei unterschiedliche Atemtypen gibt, wäre das nicht wirklich einfach im Unterricht. Mir ist es wichtig, das meine Schüler mit der Atmung arbeiten, egeal ob bei Flows oder länger gehaltenen Asanas. Deshalb sage ich das immer an und beschäftige mich gerade sehr damit.
Echt interessant, ich glaube ich muss das Buch haben:-)
Aber ich bin da so wie Du ...........beim aufschauenden Hund atme ich ein, rein vom Impuls her "arbeite" ich generell beim Einatmen.
Wenn ich bei der sitzenden Vorbeuge die Dehnung verstärken will, gehe ich beim Einatmen ein wenig hoch und strecke den Rücken (also Volumen des Atemraums erweitern), mit der Ausatmung gehe ich dann tiefer in die Dehnung (Reduzierung des Volumens).
Bei der Kobra und beim Aufschauenden Hund verstärke ich die Dehnung mit der Einatmung. (Erweiterung des Atemvolumens)
Beim Yin Yoga bleibe ich nur entspannt in der Haltung (da streckt man ja auch den Rücken nicht) und lasse den Atem fließen.
Ich werde vielleicht auch mal in das Buch schauen, ob das mit den Atemtypen schlüssig ist und was das konkret bedeutet. Ich kann mir schwer vorstellen, dass die Anatomie der Menschen so gegensätzlich ist. Atmen manche Menschen wirklich ein, wenn das Volumen im Brustraum geringer wird? Führt das zu besonderen Wirkungen?
Wenn ihr mehr herausgefunden habe, lasst es uns wissen. Vielleicht findet sich ja jemand im Forum, der das mit dem Atmen anders herum macht.
Permalink Kommentiert von Angel F. am 1. Dez 2011 um 9:26pm Liebe ShivaDiva,
Ich dachte auch immer, dass die Atmung eben anatomisch bedingt beeinflusst wird. Also beim Dehen des Brustraumes eher eine Einatmung und beim Zusammenziehen eher eine Ausatmung erfolgt.
Aber meine neue Lehrerin, hat mir gestern erzählt, dass sie es daheim ausprobiert hat so zu atmen wie ich es getan hätte und meinte, dass es ihr z.B. leichter fällt wenn sie sich ausatmend in den aufschauenden Hund erhebt und das sie bei einer Einatmung das Gefühl hätte als hätte sie keine Kraft um sich in die Haltung zu begeben.
Ja und genauso ist es bei mir, ich kann mich z.B. nicht ausatmend in die Kobra erheben, da habe ich wiederum das Gefühl, als wäre ich kraftlos.
Das habe ich mir auch gedacht, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie man das im Unterricht unterbringen könnte, dass beide ,,Atemtypen" unterstützt/angeleitet werden können. Das Buch ist wirklich sehr interessant, ich bin leider noch nicht all zu weit mit dem Lesen gekommen...
Permalink Kommentiert von Andrea am 1. Dez 2011 um 2:44pm Hallo Angi,
ja, das mit den Atemtypen kann im Unterricht eine ganz schöne Herausforderung sein, da man die einen eher an das Ausatmen erinnern muß und die anderen eher an das Einatmen.
Allerdings habe ich noch nie die Erfahrung gemacht, daß einer meiner Lehrer die Atmung genau andersherum ansagt, wie der/die andere. Das finde ich doch eher seltsam...
Viele Grüße
Andrea
Hallo liebe Angi.
Ich habe das Buch von Anna Trökes und auch den Kurs bei Ihr und Margarethe Seid gemacht.
Das Credo daraus ist, dass jeder genaus so atmen soll, wie es stmmig ist.
Oder am besten, man sucht sich die Yogalehrerin die derselbe Atemtyp wie man selber ist. Darum wurde der Kurs auch von Anna und Margarethe gleichzeitig gehalten, denn Anna ist Einatmer und Margarethe Ausatmer.
Wenn das nicht möglich ist, dann bitte die Atemanweisungen, die ungünstig sind, ignorieren und nach dem eigenen Atemrythmus atmen, Keinesfalls umgewöhnen!!!!!
Es ist nicht nur die Atmung die sich unterschiedlich anfühlt, sondern auch das Erfahren der Asanas ist unterschiedlich.
Als Yogalehrerin ist es nicht einfach im Unterricht auf die verschiedenen Atemtypen in einer Klasse einzugehen. Man müssten dann z.B. sagen, die Einatmer atmen beim Heben der Arme jetzt ein und die Ausatmer aus. Da redet man schnell viel zu viel.
Ich handhabe das so, dass ich alle neuen Schüler am Anfang kurz darüber informiere, dass es zwei Atemtypen gibt, und das die Festlegung darauf bei der Geburt geschieht, dass sie aber, wenn sie meiner klassischen Yogaatmung Ansage nicht folgen mögen, atmen wie es stimmig ist. Hauptsache atmen!
Ich hoffe mit meinem Beitrag ein wenig Licht in Deine Yogapraxis gebracht zu haben, und kann allen Yogalehrern wärmstens empfehlen, das Buch von Anna Trökes und Margarethe Seid zu lesen.
Caroline
Permalink Kommentiert von Angel F. am 3. Dez 2011 um 12:24pm
Permalink Kommentiert von Birge am 4. Dez 2011 um 9:02pm Hallo, Angi!
Das bipolare Atmen kenne ich aus dem Bereich des Gesangs. Ich bin selber professionelle Sängerin, wurde jahrelang auf solares (Bauch) Atmen trainiert und fühlte mich immer damit eingeengt, bis mir eine Fachfrau aus dem Bereich (Renate Schulze Schindler) bei einem Workshop mitteilte, ich sei ja auch Lunar , also Brustatmer...
Angeblich bestimmt der Zeitpunkt und der Ort der Geburt, welcher Atemtyp man ist. Ich habe seitdem das lunare Atmen zugelassen und fühle mich beim Singen viel wohler und ausserdem unterrichte ich seitdem meine Gesagsschüler nach diesem Prinzip mit großem Erfolg - übrigens tuen das auch meine ehemaligen Gesangsprofessoren der Uni (Universität der Künste).
Nun zum Yoga: ich bin selber Yogalehrerin mit einem eigenem Studio (http://www.bamboo-yoga.de) in Berlin und habe in meiner Yogalehrer Ausbildung ganz genau gelernt, wann man ein- und ausatmen soll und empfinde diese Anweisungen auch als sehr natürlich und gut nachzuempfinden, die Auswirkungen spürbar. Ob ich nun Solar- oder Lunar bin, spielt meiner Meinung nach keine Rolle. Der Lunare Typ hat den Fokus mehr auf der Brustatmung und der Weitstellung und Weithaltung (auch bei Ausatmen) der Rippen und des oberen Brustraums und der solare Typ atmet verstärkt in den Bauch. In der Yogischen Atmung gehören ja auch beide Atmungen dazu.
Im Grunde, kann jeder, der sich längere Zeit mit Yoga oder seiner Atmung beschäftigt, spüren, welche Atmung ihm guttut. Der Brustbereich wird in vielen Schulen allerdings oft vernachlässigt- oder sogar, wie bei älteren Gesangslehrern- absichtlich ausgelassen. Hier gilt die Brustatmung sogar manchmal als "schädlich" und "unnatürlich".
Nun hat uns der liebe Gott aber auch Lungen gegeben und nicht nur das Zwerchfell- und diese sollten, nach meiner Meinung, auch zum Atmen benutzt werden.
Gerade Schwangere, bei denen der Bauch auf das Zwerchfell drückt oder Menschen mit Atemwegserkrankungen, um nur einige zu nennen, sollten immer für eine gute Durchlüftung der gesamten Lunge sorgen und das kann man mit der Brustatmung trainieren.
Die Ein- und Ausatmungsreihenfolge bleibt davon doch unberührt.
Ich selber lege meinen Schülern im Yogaunterricht ab und zu die Hände auf den oberen Rippenbreich am Rücken, um deren Fokus bei der Atmung zu erweitern. Viele Menschen haben überhaupt keinen Zugang zu diesem Bereich und sie sind anschließend überrascht, wie belebt und gut durchlüftet sie sich anschließend fühlen.
Es gibt einige Asanas, in denen werden sogar beide Wege der Reihenfolge des Ein- und Ausatmens angeleitet, je nachdem, ob die Übung eher auf die Verdauung oder auf die Gelenke wirken soll.
Eine spannende Diskussion auf jeden Fal!
Alles Liebe,
Birge
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