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Hallo zusammen,

ich bin recht neu im Yoga und speziell auch im Ashtanga. Da ich leider nur wenig Gelegenheit habe, einen Lehrer aufzusuchen, übe ich derzeit viel mit DVDs. Allerdings habe ich das Gefühl, dass gerade beim Ashtanga das Risiko für Überbeanspruchung und Verletzungen recht groß sein kann.

Beim Fußball ist ja zum Beispiel der Meniskus sozusagen der Vorzeigeschaden. Auf welche Körperteile sollte man denn beim Ashtanga besonders aufpassen (bzw. wo hattet ihr bereits Probleme durch die Asanas)? Sind es eher Schultern, Knie oder ist Ashtanga - auch wenn man die Übungen nicht absolut korrekt ausführt - vergleichsweise harmlos?

Danke für eure Antworten und eigenen Erfahrungen!

Tags: ashtanga, risiken, risiko, verletzungen, yoga

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Antworten auf diese Diskussion

Hallo Feierabendyogi,

wenn du aus räumlichen und/oder zeitlichen Gründen keine Yogakurse besuchen kannst, bieten sich alternativ Wochenendworkshops oder Yogaurlaube (z.B. Ende August bei Inke Shenar) an. Oder vielleicht ab und an eine offene Mysore Klasse ... oder auch Einzelunterricht.

Entgegen manchen Annahmen dürfen und sollen die Asanas dem einzelnen Menschen angepaßt werden, also die Positionen entsprechend individuell variiert werden. Ashtanga Yoga ist zwar eine festgeschriebene Abfolge von Asanas, aber es ist alles erlaubt, wenn es "dem Ziel" entgegen geht und selbstverständlich können Asanas, wenn sie kontraindiziert sind auch ausgelassen werden bzw. durch eine darauf vorbereitende Übung ersetzt werden.

Ashtanga Yoga wurde in einer Kultur entwickelt, in der die Menschen nicht auf Stühlen saßen und dadurch eine wesentlich höhere Hüftflexibilität haben. Viele Positionen setzen eine hohe Hüftflexibilität vorraus.
Wenn Ashtanga Yoga mit Ehrgeiz und ohne Ahimsa (nicht Gewalt anwenden) praktiziert wird, kann dies durchaus zu Knieschäden und anderen Problemen führen.
Achtsamkeit, Akzeptanz und Konzentration sind hier besonders wichtig. Seinen Körper wahrzunehmen und zu akzeptieren wo die Grenzen sind und nicht gewaltsam über sie hinauszugehen. Nimmt man z.B. nicht wahr, wo die Flexibilität der Hüfte endet und akzeptiert dies nicht, so kann dadurch das Knie geschädigt werden. Wenn man unkonzentriert ist, schleichen sich Fehler ein ...
Häufig resultieren bei falschem, unachtsamen und ehrgeizigem Praktizieren Knieschäden, aber je nachdem wer praktiziert können natürlich auch andere Schäden (oder auch keine) auftreten.

Ashtanga Yoga fordert hier mehr von den Praktizierenden als andere Yogastile. Die Matte ist das Übungsfeld ... die Prinzipien lassen sich ins tägliche Leben übertragen ... .

Persönliche habe ich mir beim Ashtanga Yoga (seit 2 Jahren nahezu tägliche Praxis) noch keinerlei Schäden zugezogen. Im Gegenteil: es hat meinen Körper neu ausgerichtet und gestärkt, mein Körpergefühl verfeinert .... - und ich hatte vorher schon ca. 7 Jahre sehr intensiv Yoga gemacht (vorwiegend in der Satyananda und Shivananda Yogatradition).
Ashtanga Yoga ist für mich eine wunderbare Yogatradition. Trotzem möchte ich meine anderen Erfahrungen nicht missen und praktiziere auch anderes wie z.B. die Pawanmuktanasanas aus dem Satyananda Yoga oder Yin Yoga nach Paul Grilley (was auch viele Ashtanga Yoga Schulen anbieten), ... .

Zu dieser Thematik möchte ich dir den "Open Letter" von David Williams (der vom 30.07.-02.08. in Düsseldorf einen Workshop gibt) empfehlen:
http://www.ashtangayogi.com/HTML/studentletter.htm

... und außerdem zumindest ab und an in eine Mysorestunde, zu einem Workshop/Yogaurlaub oder einem Einzelunterricht zu gehen.

Viele Grüße,
Karin
Hallo Feierabendyogi,

ich versuche einmal in der Woche ins Yogastudio zu gehen. Da ich das auch nicht immer schaffe habe ich für
zuhause das Buch "Ashtanga Yoga für Einsteiger: Schritt für Schritt zu neuer Energie. Das vollständige Übungsprogramm für zu Hause" von Tara Fraser. Das schöne daran sind die "Schummelhaltungen" für diejenigen deren Gelenke (Knie, Hüfte ) noch nicht die richtige Flexibilität erreicht haben. Schummeln hier im Sinne von "wenn Sie diese Haltungen nicht einnehmen können, versuchen Sie es erst mal so...".

Ich denke am Anfang kann man sich schnell die Bänder an der Knierückseite überdehnen.

Viele Grüße
Tom
Hallo Tom,

das Buch habe ich auch. Zum Geburtstag habe ich dann Ashtanga Yoga: The Practice Manual von David Swenson bekommen und nutze seitdem nur dieses. Die Schummelhaltungen sind in der Tat sehr hilfreich, wobei ich die von David noch besser finde.

Beste Grüße!
Ja das Buch von David Swenson ist meiner Meinung nach unübertroffen!!!

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