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Jeder von uns praktiziert karma Yoga, sowohl für´s nächste Leben - aber auch für´s hier und jetzt!
Man sagt ja nicht umsonst den Spruch "behandel andere Menschen so wie du selber gerne behandelt werden willst!"
Und das nicht nur im Yoga - sondern in jedem Glauben auf der ganzen Welt.

Viele sehen es sehr streng und gehen auch zum harten veganer über um keinem Tier mehr etwas schlechtes zu tun.

Ich denke man sollte alles in Maßen nehmen und (natürlich) schon beim Gedanken anfangen.
Was nützt es mir Greenpeace, WWF, die Menschenrechte und meinem nachbarn zu helfen, wenn ich "dauernd" schlecht über andere Menschen denke?
oder auch solche Egoprobleme habe, das ich mich über andere stelle?

Ich versuche im Alltag einfach mein bestes zugeben und Lebensfreude in mir und zu anderen zu tragen - klappt aber auch nicht immer, jeder hat auch mal einen nicht so prickelden Tag.

was macht Ihr?
Seht ihr es ähnlich oder anders?

Tags: Alltag, Handlung, Karma, Taten, gedanken

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Antworten auf diese Diskussion

Liebe Angi,

ja, ich denke, wir können uns einfach "nur" bemühen - und das sollten wir auch tun, jeder auf seine Weise.
*lach* Du hast mich natürlich jetzt irgendwo getroffen, da ich Veganerin bin ;-) aber ich würde niemanden dazu überreden wollen; ich empfinde es nicht als Last, sondern als Erleichterung --- stell dir vor, ich würde nun dauernd Trübsal blasen oder könnte an nichts anderes mehr denken, weil ich damit nicht zurechtkomme --- wie nützlich könnte ich für andere noch sein?
Deshalb, ganz allgemein, denke ich, als Karma-Yogis müssen wir darum bemüht sein, Heiterkeit zu entwickeln und zu kultivieren, um anderen auch wirklich etwas geben zu können. Was ich nicht so schön finde, ist, wenn man sich "aufopfert" mit dem Hintergrund "oh mir gehts ja so schlecht, alle nutzen mich aus, aber ich bin so ein guter Mensch, dass ich mich für andere opfere". Ich glaube nicht, dass man auf diese Art und Weise andere glücklich machen kann - vielmehr bürdet man ihnen etwas auf, nämlich Schuld. Das kann nicht Karma-Yoga sein ^^
Im Buddhismus wird soweit ich mich erinnern kann, das Schenken in drei verschiedene Arten aufgeteilt: Gabe von Materiellem, von Furchtlosigkeit, und von Lehre. Ich finde das schön, sich vorzustellen, dass man anderen Furchtlosigkeit schenken kann :-) Dass sich andere in unserer Gegenwart wohlfühlen und nicht ständig auf der Hut sein müssen, um keine Schwachstellen zu präsentieren. Das ist außerdem etwas, das jeder gebrauchen kann und jeder geben kann :-)

Om Shanti,
Sangini
Liebe Angi,

ja, ich finde auch, dass man bei den Gedanken anfangen sollte. Sollte ;o) - aber das ist oft nicht gerade einfach. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die "großen" guten Taten (z. B. ehrenamtliches Engagemant, bewußtes Helfen in einer bestimmten Sache, die einem am Herzen liegt) viel einfacher umzusetzen sind, als das tägliche Arbeiten am kleinen Frieden - in einem selbst, mit Freunden, Kollegen usw. Diese großen Dinge sind zeitlich begrenzt (wie praktisch) und man kann es relativ gut schaffen, den eingenen Vorstellungen / Ansprüchen gerecht zu werden, sich für diesen Zeitraum 100 % zu bemühen, alles zu geben und eins zu sein, mit dem was man tut. Es gibt bestimmt noch mehr Gründe, warum das so ist.

Ich glaube, beides ist wichtig. Dieses kleine schnelle "Erfolgserlebnis" (mir fällt gerade kein besseres Wort ein - eigentlich trifft es das nicht ganz) wenn ich mich für die Umwelt / Menschenrechte / Tiere usw. einsetze, kann eine reinigende erhebende Wirkung haben. Man sollte sich aber bewusst sein, dass es damit nicht getan ist und versuchen das gute Gefühl und das offene Herz mit in den Alltag zu nehmen.

Im Alltag wird es ja eigentlich immer erst dann kritisch, wenn in irgendeiner Form Streß auftaucht oder von anderen Negatives an einen herangetragen wird. Erst da zeigt sich, wo man wirklich gerade steht. Meistens, wenn alles gut läuft, ist ja nicht so das große Kunststück, ein guter Mensch zu sein und was positives auszustrahlen. ;o))

Wow, das ist wirklich ein gutes und wichtiges Thema. (Schön, dass Du hier den Anfang gemacht hast, Angi. :o))) Es beschäftigt mich schon lange. In der Theorie ist alles so einfach und in der Praxis ist es ein so langer Prozeß.

Das ist die Kurzfassung, von meinem momentanen Stand. ;o)) Letztlich muss es jeder für sich entscheiden. Ich denke, typisch Yoga ist, dass man ruhig damit anfangen kann / darf, was einem besonders liegt.

Liebe Grüße, om shanti
Sabine
Aum Angi,

ja, sehr wichtiges Thema.... ich glaube das es wichtig ist zu handeln nur mit einem Hintergedanken: an das kosmische Bewußtsein, Brahman, Gott, Parama Purusha....., dann richtet sich zum Wohlbefinden von allen.

Das bedeutet aber nicht das ich jedes Kind der fällt heben muß..... oder jedem der bettelt das Geld geben muß... wie fördere ich damit ihre eigene Kräfte um aus der Situation rauszukommen?

....wir sind im grundegenommen das eine..... und wenn ich daran denke das ich durch andere für Parama Purusha oder für "das eine" etwas tue - dann "dehne ich mich aus" und mein Ego, Stolz und was auch immer wird kleiner....das bedeutet nicht dass ich damit meine Individualität verliere, au contraire...... ich kann meine Individualität ausleben..... wenn ich die andere als mich selbst sehe oder alles als kosmisches Bewußtsein betrachte dann ist es ganz leicht aber trotzdem braucht viel üben.......

wir sind noch immer Menschen (winzige Mikrokosmos im Makrokosmos :))) und können uns nicht in schlechten Tagen daran errinern yogisch zu denken und handeln....
dann helfen Satsang, Yogapad.de:), ein gutes Buch, kreatives Ausdrück, harte Haushaltsarbeit, Mantrasingen, Kirtan.....vielleicht!! .......
aber gerade in diesen Tagen sollte man versuchen das beste aus sich zu ziehen, weil schlechte Tage sind nicht mehr als etwas was passiert ist wie wir nicht erwartet haben oder wie wir nicht gewollt haben (was erwarten wir wirklich und wünschen wirklich?).....aber alles zeigt auf uns selbst und man sollte es willkommen heissen und als ein Gast betrachten der bald weggehen wird aber von dem wir sehr viel lernen können (das zeigt sich in nachhinein).

*~* Sat Chit Ananda *~*
abend alle zuasmmen,
W O W!!!! War ich sooo lange weg... ;-o
Sooo viele schöne Antworten. Super!
1) liebe sangini, nein, wollte dich nicht persönlich treffen...:-)
bin auch strenger vegetarier (auf ein glas milch oder pamesan und honig kann ich nicht -noch nicht-verzichten)
aber die meinungen gehen ja stark auseinander, betrachtet man andere diskussionen bei den gruppen oder die einstellung diverser yogis (Jivamuktis, etc.,...) ich gebe auch nur mein bestes und höre darauf was mein körper braucht. bin auch der ansicht freude in die welt zu bringen, jemanden der vielleicht einen schlechten tag hatte ein lächeln auf die lippen zu zaubern.
der spruch ist mir bekannt und (wie ich grad feststelle) in vergessenheit geraten...bis eben! Danke.
aum

2) Sabine: jaja, die gedanken...nicht nur täglich eine herrausforderung, nein, stündlich, minütlich,... ;-))
wenn ich mich dabei erwische wie ich etwas "anders - nicht gut" über ein thema, person oder situation (what ever) denke, spreche ich gerne innerlich mit mir und "stutze" mich wieder zurecht. so das nach und nach diese gedankenmuster weniger geworden sind. ich versuche auch in situationen die mir nicht passen etwas positives mitraus zunehmen und das innerliche grummeln und ärgern dadurch abzustellen. (klappt leider nicht IMMER). aber ich habe es schonmal sehr gut geschafft mich nicht mehr stressen zu lassen. nö, das habe ich abgestellt. und danke, wollte es schon längst einstellen, hatte es nur etwas vergessen.

3) tihana, meine liebe: sehr yogischer erster satz, sehr schön. vergleiche auch gerne so. darum kommen ja in dieser zeit ära immer mehr kriege, streitereien, völkermord, etc.,.... auf uns zu. wir leben momentan in der letzten yuga (kali yuga), die voller trouble steckt. nun hat jede seele die möglichkeit ihr bestes zu geben, wohlüberlegt zu handeln um sich mit der ewigkeit, dem unsterblichen zu verbünden und nicht mehr wiedergeboren zu werden oder ihr karma so schlecht zu händeln, so dass sie am ende der yuga mit untergeht.
ich mag auch den vergleich das das ganze universum nur eine zelle in einem anderen lebewesen ist, somit milliarden und unendlichviele universen neben einander liegen und aber auch dieses lebewesen auf einem planeten wohnt, welcher widerrum sich im universum befindet, usw.,.... ich glaube du verstehst worauf ich hinaus will.
shanti, shanti, shanti
und
Loka Samastha Sukino Bhavantu

angi
Leider ist es für mich meistens einfacher, andere darauf aufmerksam zu machen, wie schlecht sie über wieder andere (oder auch sich selbst) denken und ihnen dann ein paar "Denkalternativen" zu geben. Selbst merke ich das oft gar nicht. Wenn ich es merke versuche ich dann natürlich sofort , mir Denkalternativen zu suchen.

Aber das wichtigtste was ich in dieser Hinsicht festgestellt habe: Ich kann nicht besser sein als ich bin.

Wenn ich den Tag mit dem Gedanken beende, dass ich ihn so gut gelebt habe, wie mir möglich war, dann bin ich zufrieden. (Das war leider nicht immer so!) Diesen Punkt zu erreichen war schon schwierig genug. Manchmal merke ich sogar, dass ich regelrecht über mich hinausgewachsen bin. Manchmal hatte ich halt auch einen schlechten Tag. Dann versuche ich zu differenzieren, was ich falsch gemacht habe und was richtig. Meistens finde ich sogar in so einem schlechten Tag irgendwas kleines Gutes, zum Beispiel beim spazierengehen ein kleines Kind getröstet zu haben, das vor mir vom Fahrrad gefallen ist.

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