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Geänderte Fassung

Das „Projekt Kinderyoga bei /gegen /anstatt Ritalin"

Yogis wissen, dass das Lösen von Problemen die Chance bietet, gerade an schwierigen Aufgaben zu wachsen. Diese offene Perspektive ist immer wieder sehr hilfreich, sie ist tröstend und stützend, denn sie stellt beständig Positives in Aussicht. Das ist auch heilsam im Umgang mit der häufig recht vertrackten Ritalin-Problematik - wenn etwa Kinder zum Kinderyoga kommen, die das Medikament R. einnehmen oder einnehmen sollen, weil der Lehrer es verlangt hat, oder bei denen es gerade abgesetzt wurde, oder die das Medikament gerade ausschleichen, vielleicht widerwillig einnehmen oder, oder.... Jede Situation verlangt dem Yogalehrer großes Einfühlungsvermögen ab, die Kinder sind die Hauptakteure, um sie geht es vor allem.

Aber nicht nur, denn die Einbeziehung der Eltern ist unerlässlich im Projekt "Kinderyoga bei oder gegen Ritalin". Und die Eltern haben es auch sehr schwer. Selbst wenn es scheint, dass einige unter ihnen eher unbekümmert das Ritalin ihrem Kind verabreichen. haben sie dennoch die Last der Verantwortung zu tragen, und dabei brauchen sie Unterstützung. Sie können nicht ausschließen, dass ihr Kind sie eines Tages fragen wird: Mama, Papa - warum habt Ihr mir dieses schlimme Medikament gegeben? Die Verantwortlichkeit ist erdrückend, und ständig steht die Furcht vor den Spätfolgen im Raum, über die es noch keine genaueren wissenschaftlichen Ergebnisse gibt. Die Eltern brauchen Liebe und Unterstützung wie ihre Kinder.

Warum werden ADS-Kinder mit Ritalin behandelt? Warum ist Ritalin für Kinder so begehrt, und warum ist dies schlimm?

Das Medikament Ritalin oder Ähnliches verschreibt der Arzt in der Regel erst, wenn nach einem Test ADS tatsächlich festgestellt wird. Die Ausdrücke ADS und ADHS sind Abkürzungen für die Erscheinung des "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms". Kinder, die darunter leiden, haben oft massive Konzentrationsschwierigkeiten und zeigen mittlere bis krasse Verhaltensauffälligkeiten, auch wer ein Träumerle ist, kann mit Ritalin eingestellt werden. Bei ADS mit H = Hyperaktivität (Zappelphilipp-Syndrom) spricht man von ADHS. Doch weder ADS noch ADHS konnten bis heute wissenschaftlich nachgewiesen werden, an diesem Punkt beginnt schon der Streit.

ADS-Erscheinungen gab es schon immer, sagen die Gegner dieser Klassifizierung, sie wurden früher nur anders bezeichnet. Die Ritalin-Befürworter dagegen wollen sogar erbliche Anlagen für AD/H/S verantwortlich machen, das dann eben unbedingt medikamentös behandelt werden muss. Die Argumente der Ritalin-Gegner sehen indes vor allem ein Bündel von Umweltfaktoren, also Lebenswelt und soziale Faktoren als Verursacher der Verhaltensstörungen und Zappeligkeit der Kinder, die kaum Ruhe finden können. Einige Kritiker gehen sogar so weit zu sagen: Die Kinder reagieren ganz normal, was nicht stimmt, seien die Zustände in den Lebenswelten, in denen die Kinder heute aufwachsen, man denke nur etwa an die Reizüberflutung durch Medien aller Art – wie sollen Kinder in ihren sensationsüberladenen Alltagen eigentlich noch zu sich selbst gelangen können?

Kindern mit einer AD/H/S-Diagnose wird dann die Einnahme von Medikamenten verschrieben, die Ritalin, Medikinet, Concerta oder noch anders heißen. Es sind allesamt Amphetamine, Aufputschmittel, welche aber bei den Kindern eine ruhigstellende Wirkung haben. Die Konzentrationsfähigkeit wird mitunter so erheblich gesteigert, dass es wie ein Wunder anmutet. Darin liegt der Reiz des Mittels, deshalb sind die Konsumzahlen des Medikaments zur Freude der Pharma-Industrie wie in Amerika nun auch bei uns dramatisch angestiegen. Die Kinder bekommen ein ganz anderes Leben damit geschenkt - in der Schule sind sie nun integriert in die Klassengemeinschaft, sie gehören dazu!!! Sie werden zu Kindergeburtstags-Parties eingeladen, davon hätten sie vorher nicht einmal zu träumen gewagt. Sie stören nicht mehr permanent den Unterricht und pöbeln den Lehrer an, sondern arbeiten mit. So kommen mit der Einnahme von Ritalin auch ungeahnte Lernerfolge. Das wiederum möchten dann andere Eltern ihren eigenen Kindern nicht vorenthalten - und streben ebenfalls danach, Ritalin für den eigenen Nachwuchs verschrieben zu bekommen. Sie wollen "gleiche Wettbewerbschancen" herstellen.

Erfolge auch zu Hause, hier benehmen sich die Kinder nun, Eltern und Geschwister atmen auf. Wenn Freunde zu Besuch kommen, blamiert man sich nicht mehr mit unflätigen Sprüchen aus dem Kindermund. Und nicht selten freuen sich wohl auch die Freunde über die veränderte Situation, denn nun haben sie eine 'normale' Situation, in der auch kurze Gespräche möglich sind, obwohl das Kind/die Kinder sich im selben Raum aufhalten.

Es ist auch irgendwie zu verstehen: Das Ganze mutet an wie ein Traum oder ein Rausch.

Und was kostet dieser Rausch?

Das erfahrt Ihr in der Fortsetzung.

Om Shanti Shanti Shanti Om
Devaki Erika-Ha

L I N K S :

1) http://anti-mobbing-blog.blogspot.com/2008/06/ritalin-eine-gefhrliche-droge.html

2) href="http://www.gameax.de/verzeichniss/verzeichniss1/ritalin/ritalin.html">http://www.gameax.de/verzeichniss/verzeichniss1/ritalin/ritalin.html

3) Hyperaktive Kinder aus ayurvedischer Sicht von Leela Mata - - Auf welche Weise kann das System des Ayurveda für Familien mit hyperaktiven Kindern hilfreich sein? Ein Gespräch mit der bekannten Ayurveda Meisterin Leela Mata - - Datum: 30.8.2008 www.yoga-vidya/blog

4) http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/
Neue Studie: Kinderyoga verhilft zu Ausgeglichenheit, Körperbeherrschung und Selbstvertrauen
11. Okt. 2008 - Wie die Übungen aufgebaut sind, steht unter „2.2 Hintergrund und Gegenstand“.

Schlagworte: adhs, ads, kinderyoga, konzentration, ritalin, ritalin-für-kinder, yoga, yoga-entspannung, yoga-für-kinder

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Antworten zu dieser Diskussion

Liebe Layana, ich hab jetzt Deinen Kommentar von meiner Seite hierher geholt - das ist doch sicherlich in Deinem Sinne, ok? Ich hatte Dich schon gefragt, aber Du bist sicherlich sehr busy oder in den Ferien.
Liebe Grüße an Dich, Om Shanti, lass es Dir gut gehen, Erika-Ha

Um 11:16am am 15. July 2008 sagte Layana…
Liebe Erika-Ha,

ich kenne das Ritalin-Problem hauptsächlich über meine Mutter, die Sonderschullehrerin ist. Da mich Kinder irgendwie mögen (und ich sie) bin ich bei Projekttagen und Sommerfesten so oft wie möglich dabei. ;-)

Das Hauptproblem aus meiner Sicht dabei ist, dass die Eltern, die der Meinung sind, dass sie selbst nur mit einer Mischung aus Stimmungsaufhellern und Schlaftabletten leben können ganz logisch schließen, dass auch ihr lebhaftes Kind nur durch ein Medikament "verträglicher" werden kann.

Die meisten dieser Kinder verhalten sich aber schon "ganz normal" , sobald man sich ihnen gegenüber auch normal verhält. (Ich hab da den Vorteil, dass ich das Alter habe in dem ich es schaffe eine Mischung aus Freundin und Verantwortlicher zu sein.) Falls sie nicht, wie die meiner Ansicht nach die meisten von ihnen, sowieso ganz normale Kinder sind.
Ein Arzt, der im Endefekt die Entscheidung treffen soll, kann sich meist nur auf die Aussagen der Eltern stützen. Die Eltern wollen eben lieber einen "Kleinen Erwachsenen" (der dann später keine richtige Kindheit hatte und dadurch echte Probleme entwickeln kann), als ein Kind, das manchmal anstrengend ist und viel Aufmerksamkeit braucht.
Selbstzentrierte Eltern haben oft selbstzentrierte, ritalingedämpfte Kinder. Und wundern sich dann, dass die sich trotz Ritalin in der Schule nicht konzentrieren können.

Vielleicht kann man die Diskussion auch in einer Kinder-Yoga-Gruppe führen. Mich würde auch interessieren, wie andere Entspannungsübungen mit Kindern machen. Ich hab sowas mal mit einer Klasse meiner Mutter gemacht, weil sie mich darum gebeten hat. Das war aber mehr amateurhaft (hat allerdings erstaunlich gut funktioniert).
Om namah shivaya, Erika-Ha

danke für Deine Informationen zur ADS-Problematik und zu Ritalin.
Mein Beitrag Schulkindern zu helfen, dass sie nicht gezwungen werden solche gefährliche Drogen einzunehmen ist eine Ausbildung zum Kursleiter Entspannungstraining mit Yogaelementen für Kinder und Jugendliche (EMYK) im September in Bad Meinberg und ab Oktober der Start mit zwei Schülergruppen eines Gymnasiums in Schwerin.

OM OM OM

Klaus
Namaste, Klaus,

das ist ja super, was Du machst: Die Ausbildung zum Kursleiter Entspannungstraining mit Yogaelementen für Kinder und Jugendliche (EMYK) wäre dann wohl auch genau das, was Layana sucht (wenn auch erst später, wie ich mir vorstellen kann).

Ich freu mich ja so, es wäre nett, wenn Du danach etwas darüber berichten könntest - und erst recht natürlich dann über Deinen Einsatz im Gymnasium, welche Klasse überhaupt? Und ist das schon alles in trockenen Tüchern mit der Schulleitung?
Freude, Friede, Shanti Om, Erika-Ha
Om namah shivaya, Erika-Ha

gerne nehme ich Deine Anregung auf und werde nach der Ausbildung sowohl über unsere Eindrücke zum Kurs EMYK als auch über erste Erfahrungen mit den Schülern berichten. "Unsere" deshalb, weil meine Frau, Brigitte und ich uns diese Aufgabe zusammen vorgenommen haben.
Unser Projekt ist Bestandteil einer Gemeinschaftsaktion des Rosenhospizes e.V. Schwerin und des VNG Leipzig "Ehrenamt macht Schule - Schule macht Ehrenamt" - Entspannungskurse mit Yoga für Kinder in Schulen.
Wir wollen mit SchülerInnen der 5. und 6. Klasse des Gymnasiums beginnen als Projektgruppen "Yoga-Girls" und "Yoga-Boys". Gleichzeitig führt eine andere Yogalehrerin in der Körperbehindertenschule Entspannungskurse mit behinderten Kinder durch, wobei "unsere" Girls und Boys begleitend und helfend mitwirken sollen. Das wird sicherlich eine ganz spannende Begegnung für alle Beteiligten. Vorgespräche mit den Schulleitungen sind vom Projektleiter geführt worden, nach den Ferien werden die Details besprochen.
Wir freuen uns schon sehr auf die Kinder und sind ganz gespannt auf ihre Reaktion, wenn sie das erste Mal mit Oma und Opa - wir sind beide 67 Jahre - zusammen treffen. Na, die werden in den Yogastunden staunen, von wegen Oma, Opa.

OM Shanti, Shanti, Shanti

Klaus
Hallo, Klaus,

@ Na, die werden in den Yogastunden staunen, von wegen Oma, Opa.

... zu schön, ich musste erst mal laut eine Runde lachen, ja ja, das wird wohl toll, kann ich mir gut vorstellen, und hinterher werden alle Kinder begeistert sein. Außerdem ist ja klasse, dass Du das mit Deiner Frau Brigitte zusammen machst, das hat ja nochmal doppelte Wirkung für die Kinder, und gerade über Problemkinder könnt Ihr Euch dann sehr wirklichkeitsnah austauschen.

Ich habe Deine Seite besucht, beeindruckend, diese Organisationen, ein richtig gutes Netz, das ist sicherlich vorbildlich, oder? Nun gut, ich hab jetzt so etwas zum ersten Mal etwas näher gesehen.

Herzliche Grüße aus Hamburg, auch an Brigitte,
Om Shanti Om, Erika-Ha
Namaste

Liebe Layana,

Du gibst hier aus der Praxis heraus einen tiefen Einblick in die Problematik, vielen Dank dafür. Es gibt inzwischen auch viel Literatur dazu, ein Buchtitel fällt mir gerade ein: "Die gedopte Gesellschaft - eine Generation wird krankgeschrieben". Darin sagen u.a. sehr extreme Kritiker, dass die Kinder ganz normal seien, nur ihre Umwelt sei es eben nicht (Reizüberflutungen, TV, Gameboy usw.) und deshalb rebellierten die Kinder verständlicherweise, was dann als ADS/ADHS diagnostiziert und mit Pillen bekämpft würde.

Die Frage ist nur: Wie hilft man betroffenen Eltern, und unter ihnen gibt es ja auch solche, die selbst keine Drogen nehmen, aber es für ihre Kinder hilfreich finden. Beide Elterntypen sind schwer erreichbar, Letztere argumentieren u.a. mitunter auch mit Erbfaktoren, das wird auch diskutiert im Text unter dem Link oben. In Schweden, wo Ritalin für Kinder verboten ist, gibt es ganz viel Elternschulung. Das, finde ich, ist richtig und wichtig, das ist der menschliche Weg.

Elternschulung zusammen mit Yoga für Eltern und Y. für Kinder, das wäre das Ideal. Aber das ist natürlich Utopie, deshalb wäre Yoga in den Schulen so gut. In Deutschland darf Ritalin an Kinder ausgegeben werden, obwohl es nur betäubt (für einige Stunden) und nicht heilt bzw. behandelt. Selbst die Ritalin-Befürworter plädieren aber dafür, dass die Kinder begleitend unbedingt psychotherapeutische Behandlung erhalten müssen - in der Realität aber bekommen es lange nicht alle Kinder.

Und die Eltern? Sie werden in dieser Zeit nicht dazu verpflichtet, an sich selbst und den Familien-
verhältnissen, z. B. an Lebensführung und Kommunikationsweisen mit dem Kind zu arbeiten, um die Beziehungen zueinander zu verbessern. Inzwischen weiß man aus Studien, dass häufig ADS innerhalb des familiären Umfelds auch bei den Erwachsenen anzutreffen ist, auch mehrfach in der Familie.

ACHTUNG - Ritalin-Kritiker haben leider sehr schlechte Karten insofern, als sich die Scientology-
Sekte den Kampf gegen Ritalin auf ihre Fahnen geschrieben hat. Man muss also sehr aufpassen, dass man die absolute Distanz zu Scientology energisch unterstreicht.

Zwar ist der Yoga mittlerweile wirklich aus der Müsli- und Esoterik- und Sonstwas-Ecke herausgewachsen, wie ich bei Durchsicht vieler angesehener Zeitschriften feststellen konnte. Dieser Stand ist auch abgesichert durch wissenschaftliche Erkenntnisse, aber in der breiten Bevölkerung wird er immer noch mal leicht verwechselt mit irgendetwas anderem.

Trotz allem - freuen wir uns (:- ))), jede/r frisch ausgebildete/r Kiyo-Lehrer macht Hoffnung, und es werden immer immer mehr!
Herzliche Grüße, Om Namo Narayanaya, Erika-Ha
Liebe Erika-Ha, liebe Layana,

ich habe eure Beiträge mit großem Interesse gelesen und schließe mich eurer Meinung an.
Die Häufigkeit der Diagnose AD(H)S bei Kinder erschreckt mich sehr! Doch die Diagnose wird in den Familien häufig als Erlösung aufgefasst, endlich nicht nur ein ungezogenes, schreckliches Kind zu haben, sondern ein Kind mit einer Erkrankung! Ritalin & Co. sind für die Eltern dann leider! oftmals die einfachste und wirksamste Lösung.
Wenn Kinder in die Yogastunde kommen und sich mit den Worten...ich bin die /der ....und ich habe AD(H)S ....vorstellen, könnte ich innerlich aufschreien und weinen!! Es ängstigt mich, zu beobachten, wie die Kinder stigmatisiert werden; du hast diese Krankheit und Stempel drauf. Wobei ich es auch sehr wichtig finde, wenn Eltern sich mit dem Verhalten ihrer Kinder auseinandersetzen und auch um Hilfe bitten und nach Wegen suchen. Doch darin besteht ebenso die Gefahr diese Kinder in eine Schublade zu stecken und nicht selten erlebe ich dann ein extremes Rollenverhalten dieser Kinder innerhalb ihrer Familien.
In meinen Yogastunden sind alle Kinder gleich, ich versuche den Kinder zu zeigen, ok. du hast das, aber für mich bist du der/die..., die z.B. einen tollen langen Zopf hat...oder einen hübschen Namen...wie alle anderen auch ihre Besonderheit haben.In den Stunden gibt es nie Probleme.
Das finde ich besonders wichtig, denn in Schule, Alltag etc. erfahren die Kinder genügend Sonderbehandlungen. Yoga sollte ihnen einen Raum bieten, sich zu spüren, wahrzunehmen und in einer entspannten Atmosphäre bei sich ankommen zu dürfen.
Om Shanti
Bine
Namaste, liebe Bine,

@ Du sagtest: Wenn Kinder in die Yogastunde kommen und sich mit den Worten...ich bin die /der ....und ich habe AD(H)S ....vorstellen, könnte ich innerlich aufschreien und weinen!! Es ängstigt mich, zu beobachten, wie die Kinder stigmatisiert werden...

Ich bin ganz froh, dass Du das auch so empfindest, ich wundere mich über viele Leute in meinem Umkreis, die meinen, dass ich dramatisiere - gibt es denn etwas Schlimmeres als etwa in einen 8-jährigen unschuldigen Kinderkörper pro Monat 75 Tabletten zu schütten, die eingreifen in ein zartes, im Wachstum befindliches Gehirn? Und dann die Zeitdauer, in der das verabreicht wird!! Nein, man darf es nicht weiterdenken... Man kann wohl einfach erst mal nur sagen: Es ist das Karma des Kindes.

Dabei brauchen die Eltern, die das geben, die größte liebevolle Aufmerksamkeit. Und die muss darauf gerichtet sein, dass sie neugierig werden auf sich selbst, und ihr Selbst muss gestärkt werden, um sie zu überzeugen: Du hast die Fähigkeit, mit dem Kind zusammen völlig neue Wege zu gehen, wenn Du es nur willst! - Es gibt sicherlich Kommunikationsformen, die Dir neu, aber die leicht erlernbar sind, und es wird Dir Spaß machen, sie mit dem Kind zusammen zu trainieren. Und Du bekommst dabei ganz viel Unterstützung und fühlst Dich hinterher wie ein neuer Mensch!

Ja, liebe Bine, aber das ist wohl leider das Schwerste. Wir alle schleppen ja irgendwelche Samskaras mit uns herum, das sind Grundeinstellungen, die für uns ganz selbstverständlich sind und von denen wir geglaubt haben oder glauben, dass es gute Einstellungen sind. Das ist dann oftmals falsches Wissen - Avidya -, das wir so hegen und pflegen, oft jahrzehntelang. Und dann kommt ein Knall und alles fliegt uns um die Ohren, und wir fragen uns: Was in aller Welt war denn da los? Die Eltern, die sich dann für Ritalin für ihr Kind entscheiden, denen muss es irgendwie so gegangen sein...

Du hast so etwas Komisches wahrscheinlich noch nicht erlebt, liebe Bine. In den Yoga Sutras von Patanjali kann man darüber viel erfahren, in Sukadevs Buch und auch in dem von Desikachar. Patanjalis Yoga Sutras, darin ist ein phantastischer Fundus an psychologischem Wissen enthalten, auf das sogar Fachleute mittlerweile mit Vorliebe zurückgreifen. Es sind so richtig kluge Sachen drin. Die genannten Bücher kannst Du gut empfehlen, auch Leuten, die kein Yoga praktizieren.

Es ist toll zu lesen, wie Du mit den Kindern umgehst, und das hast Du auch so schön gesagt:
@ Bine: Yoga sollte ihnen einen Raum bieten, sich zu spüren, wahrzunehmen und in einer entspannten Atmosphäre bei sich ankommen zu dürfen.

Das ist ein wunderbares Schlusswort, Om Shanti Om.
Alles Liebe für Dich und all Dein Wirken,
herzliche Grüße, Erika-Ha
Wie wirkt Ritalin auf das Gehirn des Kindes?

http://www.das-gesundheitsportal.com/sites/ritalin.html
Hier ein Auszug:

quote
Ritalin unterliegt in Deutschland dem „Betäubungsmittelgesetz“! Bekannt wurde Ritalin als Aufputschmittel in der Drogenszene. Der Name in der Drogenszene für Ritalin ist „Speed“! Durch aktive Drogenberatungen und „Sag Nein zu Drogen“ Kampagnen ist der Konsum von „Speed“ stark zurückgegangen. Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass auch neue moderne Lifestyle-Drogen hinzugekommen sind.

Ritalin kann folgende Nebenwirkungen haben:

- Müdigkeit
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
- Blutdruckstörungen
- Schwindel
- Erschöpfung
- Depressionen
- Ängste
- Verdauungsstörungen
- Wachstumsverzögerungen
- Schlaflosigkeit

In den USA wurden eine Studien durchgeführt, wie z.B. die „Talking back to Ritalin“ Studie von Dr. Peter Breggin. Er konnte beweisen, dass das Wachstum des Gehirns behindert bzw. gehemmt wird. Das Gehirn wiegt bei Kindern, die regelmäßig Ritalin zu sich nehmen weniger, als bei gleichaltrigen Kindern ohne diese Gabe. Zudem nimmt die Gehirndurchblutung um 23% ab. Diese Gefahren sind nicht zu unterschätzen.

Da die regelmäßige Einnahme von Ritalin auch zu Appetitmangel führt, werden die wichtigen Vitalstoffe, Vitamine und Mineralstoffe noch weniger aufgenommen, was zu stetig steigendem Energiemangel führen kann.

Ritalin sollte nur stark gewalttätigen und aggressiven Kindern gegeben werden.
Am besten zusammen mit einer Verhaltens- bzw. Psychotherapie für Kinder.
unquote
OM namah shivaya, Erika-Ha,
gerade habe ich den ersten Teil des EMYK - Ausbildungskurses im Yoga-Vidya Haus Bad Meinberg hinter mich gebracht, eine Woche voller Informationen, Eindrücke, Erlebnisse auch Anstrengungen zusammen mit einer 22 Personen umfassender Gruppe, darunter sogar drei Männer. Und alles das eingebettet in den Ablauf und die gute Betreuung des Hauses Yoga-Vidya.
Die ersten Tage machte uns der am Arm durch einen Sturz lädierte und operable Marcus Stück mit seiner Forschungsarbeit vertraut, aber den Hauptteil der Ausbildung übernahm dann seine überaus sympatische und kompetente Mitarbeiterin Kati Rillich. Mit Hilfe des Handbuches zum "Entspannungstraining mit Yogaelementen für Kinder (EMYK)", arbeiteten wir uns theoretisch und sehr praktisch in diese Handlungsanleitung über 15 Kapitel, die gleichzeitig jeweils eine komplette Unterrichtsstunde (60 Minuten) beeinhalten. Geübt wurde auch in kleineren Arbeitsgruppen, wo wir uns gegenseitig anleiteten und Feedback dazu bekamen. Wir lernten in der Anfangsentspannung Körperreisen und Atemübungen mit "indischer Geheimtechnik" kennen. Im Yogateil als Kernstück übten wir oftmals die 23 Asanas und einige Yogareihen fast bis zur Erschöpfung. Im Abschlußteil lernten und übten wir seine einzelnen Elemente (verschiedene Spiele), Phantasiereisen und Selbstinstruktionen (STOP - Ruhig und klar geht`s wunderbar!). Wer mehr Informationen dazu möchte: www.bildungsgesundheit.de
Die Aufgabe für den zweiten Teil der Ausbildung im Dezember besteht darin, erste ganz praktische Anleitungen mit einer kleinen Kindergruppe durchzuführen, zu dokumentieren und zu präsentieren.
Ich bin schon sehr gespannt darauf.

Om shanthi shanthi shantih

Klaus
Hari OM, Klaus,

vielen Dank für Deinen ausführlichen Bericht. Das waren ja wirklich lern- und trainingsintensive Tage!

"Im Yogateil als Kernstück übten wir oftmals die 23 Asanas und einige Yogareihen fast bis zur Erschöpfung....",

- - gefällt mir, super! Und, in dem Kurs ist wohl an alles gedacht - Selbstinstruktionen...

Bin nun gespannt, wie es mit der praktischen Anwendung gehen wird.

Nochmals danke und liebe Grüße,
Erika-Ha
Om Shanti Om
Nun bin ich wieder da, aus einem unfreiwillig verlängerten Urlaub.
Schön, dass hier bereits eine so ausfühliche Diskussion im Gange ist!

Ich werde mich zunächst mal in aller Ruhe einlesen aber eines kann ich aus meinem Schweden-Urlaub beisteuern:

Ich las in einer Zeitung, dass es wissenschaftlich bewiesen werden konnte, dass die Gabe von Ritalin an Kinder zu schweren psychischen Spätfolgen im Erwachsenen- oder Jugendalter stören kann.
Ich werde versuchen, Informationen über die Studie aufzutreiben, bisher habe ich hier nur einen schwedischen Zeitungsausschnitt.

Om Shanti
Layana

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