Geänderte Fassung
Das „Projekt Kinderyoga bei /gegen /anstatt Ritalin"
Yogis wissen, dass das Lösen von Problemen die Chance bietet, gerade an schwierigen Aufgaben zu wachsen. Diese offene Perspektive ist immer wieder sehr hilfreich, sie ist tröstend und stützend, denn sie stellt beständig Positives in Aussicht. Das ist auch heilsam im Umgang mit der häufig recht vertrackten Ritalin-Problematik - wenn etwa Kinder zum Kinderyoga kommen, die das Medikament R. einnehmen oder einnehmen sollen, weil der Lehrer es verlangt hat, oder bei denen es gerade abgesetzt wurde, oder die das Medikament gerade ausschleichen, vielleicht widerwillig einnehmen oder, oder.... Jede Situation verlangt dem Yogalehrer großes Einfühlungsvermögen ab, die Kinder sind die Hauptakteure, um sie geht es vor allem.
Aber nicht nur, denn die Einbeziehung der Eltern ist unerlässlich im Projekt "Kinderyoga bei oder gegen Ritalin". Und die Eltern haben es auch sehr schwer. Selbst wenn es scheint, dass einige unter ihnen eher unbekümmert das Ritalin ihrem Kind verabreichen. haben sie dennoch die Last der Verantwortung zu tragen, und dabei brauchen sie Unterstützung. Sie können nicht ausschließen, dass ihr Kind sie eines Tages fragen wird: Mama, Papa - warum habt Ihr mir dieses schlimme Medikament gegeben? Die Verantwortlichkeit ist erdrückend, und ständig steht die Furcht vor den Spätfolgen im Raum, über die es noch keine genaueren wissenschaftlichen Ergebnisse gibt. Die Eltern brauchen Liebe und Unterstützung wie ihre Kinder.
Warum werden ADS-Kinder mit Ritalin behandelt? Warum ist Ritalin für Kinder so begehrt, und warum ist dies schlimm?
Das Medikament Ritalin oder Ähnliches verschreibt der Arzt in der Regel erst, wenn nach einem Test ADS tatsächlich festgestellt wird. Die Ausdrücke ADS und ADHS sind Abkürzungen für die Erscheinung des "Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms". Kinder, die darunter leiden, haben oft massive Konzentrationsschwierigkeiten und zeigen mittlere bis krasse Verhaltensauffälligkeiten, auch wer ein Träumerle ist, kann mit Ritalin eingestellt werden. Bei ADS mit H = Hyperaktivität (Zappelphilipp-Syndrom) spricht man von ADHS. Doch weder ADS noch ADHS konnten bis heute wissenschaftlich nachgewiesen werden, an diesem Punkt beginnt schon der Streit.
ADS-Erscheinungen gab es schon immer, sagen die Gegner dieser Klassifizierung, sie wurden früher nur anders bezeichnet. Die Ritalin-Befürworter dagegen wollen sogar erbliche Anlagen für AD/H/S verantwortlich machen, das dann eben unbedingt medikamentös behandelt werden muss. Die Argumente der Ritalin-Gegner sehen indes vor allem ein Bündel von Umweltfaktoren, also Lebenswelt und soziale Faktoren als Verursacher der Verhaltensstörungen und Zappeligkeit der Kinder, die kaum Ruhe finden können. Einige Kritiker gehen sogar so weit zu sagen: Die Kinder reagieren ganz normal, was nicht stimmt, seien die Zustände in den Lebenswelten, in denen die Kinder heute aufwachsen, man denke nur etwa an die Reizüberflutung durch Medien aller Art – wie sollen Kinder in ihren sensationsüberladenen Alltagen eigentlich noch zu sich selbst gelangen können?
Kindern mit einer AD/H/S-Diagnose wird dann die Einnahme von Medikamenten verschrieben, die Ritalin, Medikinet, Concerta oder noch anders heißen. Es sind allesamt Amphetamine, Aufputschmittel, welche aber bei den Kindern eine ruhigstellende Wirkung haben. Die Konzentrationsfähigkeit wird mitunter so erheblich gesteigert, dass es wie ein Wunder anmutet. Darin liegt der Reiz des Mittels, deshalb sind die Konsumzahlen des Medikaments zur Freude der Pharma-Industrie wie in Amerika nun auch bei uns dramatisch angestiegen. Die Kinder bekommen ein ganz anderes Leben damit geschenkt - in der Schule sind sie nun integriert in die Klassengemeinschaft, sie gehören dazu!!! Sie werden zu Kindergeburtstags-Parties eingeladen, davon hätten sie vorher nicht einmal zu träumen gewagt. Sie stören nicht mehr permanent den Unterricht und pöbeln den Lehrer an, sondern arbeiten mit. So kommen mit der Einnahme von Ritalin auch ungeahnte Lernerfolge. Das wiederum möchten dann andere Eltern ihren eigenen Kindern nicht vorenthalten - und streben ebenfalls danach, Ritalin für den eigenen Nachwuchs verschrieben zu bekommen. Sie wollen "gleiche Wettbewerbschancen" herstellen.
Erfolge auch zu Hause, hier benehmen sich die Kinder nun, Eltern und Geschwister atmen auf. Wenn Freunde zu Besuch kommen, blamiert man sich nicht mehr mit unflätigen Sprüchen aus dem Kindermund. Und nicht selten freuen sich wohl auch die Freunde über die veränderte Situation, denn nun haben sie eine 'normale' Situation, in der auch kurze Gespräche möglich sind, obwohl das Kind/die Kinder sich im selben Raum aufhalten.
Es ist auch irgendwie zu verstehen: Das Ganze mutet an wie ein Traum oder ein Rausch.
Und was kostet dieser Rausch?
Das erfahrt Ihr in der Fortsetzung.
Om Shanti Shanti Shanti Om
Devaki Erika-Ha
L I N K S :
1) http://anti-mobbing-blog.blogspot.com/2008/06/ritalin-eine-gefhrliche-droge.html
2) href="http://www.gameax.de/verzeichniss/verzeichniss1/ritalin/ritalin.html">
http://www.gameax.de/verzeichniss/verzeichniss1/ritalin/ritalin.html
3) Hyperaktive Kinder aus ayurvedischer Sicht von Leela Mata - - Auf welche Weise kann das System des Ayurveda für Familien mit hyperaktiven Kindern hilfreich sein? Ein Gespräch mit der bekannten Ayurveda Meisterin Leela Mata - - Datum: 30.8.2008
www.yoga-vidya/blog
4)
http://www.yoga-vidya.de/de/service/blog/
Neue Studie: Kinderyoga verhilft zu Ausgeglichenheit, Körperbeherrschung und Selbstvertrauen
11. Okt. 2008 - Wie die Übungen aufgebaut sind, steht unter „2.2 Hintergrund und Gegenstand“.