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1) Hanuman

Hanuman (Sanskrit: m., हनुमान, Hanumān) ist eine hinduistische Göttergestalt, die sich als Affe manifestiert und sich im Hinduismus großer Popularität erfreut. Er ist der Sohn des Windgottes Vayu, anderen Legenden zufolge der Sohn von Shiva.

Hanumans Darstellungen sind unterschiedlich. Die bekannteste zeigt ihn mit einem Kopf, zwei Armen und einem langen Schwanz. Normalerweise hat er ein Affengesicht und einen muskulösen, menschlichen Körper. Aber auch in verschiedenen anderen Formen ist er bekannt, etwa mit zehn Armen und fünf Köpfen, zu denen der Vogel Garuda gehört, ein Eber, ein Pferd und ein Löwe, welche Avatare von Vishnu verkörpern.

Hanumans Verehrung ist eng mit der Anbetung Ramas verbunden und im Ramayana, dem Epos mit der Geschichte dieses wichtigen Gottes, spielt er eine zentrale Rolle. Er ist der General eines Affenheeres. Als Verkörperung des hingebungsvollen Dieners, grenzenloser Loyalität und übermenschlicher Kraft tritt er immer wieder als Helfer und Retter seines Herrn und dessen Familie auf. Der Dämon Ravana hatte Sita, die Gemahlin Ramas, nach Lanka entführt, und Rama konnte sie nur mit Unterstützung von Hanuman und seinem Heer befreien. Dem Ramayana zufolge kann niemand Hanuman an Kraft, Sanftmut und Klugheit übertreffen.

In jedem Ramatempel befindet sich auch eine Statue von Hanuman. Sein wichtigster Feiertag ist Hanuman Jayanti, das als sein Geburtstag gilt und nach dem hinduistischen Mondkalender im März/April gefeiert wird. Viele Gläubige besuchen einen Tempel und bestreichen sein Bildnis mit roter Pulverfarbe, Sindur, und schmücken es mit Blüten. Man singt die populäre Hymne Hanuman Chalisa und liest dem Publikum Geschichten aus dem Ramayana vor.



2) Hanuman, der Affengott

Hanuman ist der Sohn des wedischen Gottes Waju, der ihm auch die Kraft für Wirbelstürme und die Fähigkeiten zu fliegen schenkte. Außerdem kann er jede erdenkliche Gestalt annehmen. Im hinduistischen Götterepos Ramajana spielt Hanuman als Kriegsheld eine große Rolle.

Von seiner Geburt an wuchs seine Kraft und Klugheit von Jahr zu Jahr. Eines Tages traf er den Gott Rama und seinen Bruder Lakshman. Rama war auf der Suche nach seiner Frau Sita, die von dem Dämon Rawana entführt worden war. Hanuman sah, dass das Schicksal ihn zum Diener Ramas auserkoren hatte und so sammelte er eine Armee um Sita zu finden und zu befreien.

Hanuman und seine Armee fand das Versteck in Lanka. Der Affengott nahm die Gestalt eines normalen Affen an und schlich sich in Rawanas Palast, wo er die von Dämonen bewachte Sita fand. Sita erschrak beim Anblick des sprechenden Affen doch Hanuman zeigte ihr zum Beweis seiner Absicht einen Ring Ramas. Sita wollte sich von Hanuman aber nicht retten lassen, da die Ehre Ramas dadurch verletzt würde, wenn er seine Frau nicht selber retten würde. Daraufhin zerstörte Hanuman mit seiner Armee die Stadtmauern und den Palast des Dämonen und tötete eine Vielzahl seiner Wachen. Im Rahmen der Gegenwehr setzte der Dämonenkönig Rawana den Schwanz des Affengottes in Brand, der daraufhin eine riesenhafte Gestalt annahm und mit seinem Schwanz die ganze Stadt in Brand setzte. Dann holte Hanuman Rama, der seine Frau aus Lanka befreite.

Zurück in Ramas Heimat wollte die Affenarmee die Heimreise antreten, nur Hanuman entschloss sich zu Zeichen der Treue zu Rama zu bleiben. Der Affenkönig Sugriwa forderte daraufhin ein Zeichen für die Treue, worauf Hanuman sich die Brust aufriss. In seinem Inneren trug er ein Bild von Rama und Sita (siehe Abbildung).

Wegen seiner großen Hingabe (Bhakti) wird er von der Bhakti- Bewegung als mächtiger Magier und Meister über Zauberkräfte (Siddha) verehrt.

Wegen der Heiligkeit Hanumans haben die in den Hanuman geweihten Tempeln absolute Narrenfreiheit und werden von Pilgern gefüttert.

3) Die Entführung

Der Sage nach war der Gott Rama mit der schönen und tugendhaften Sita verheiratet. Doch das Glück der beiden wehrte nicht lange, denn als der Dämonenfürst Ravanna von der Schönheit Sitas hörte, entschied er sich, sie in sein Königreich zu verschleppen. Der furchtbare, zehnköpfige Ravanna selbst wollte die liebreizende Sita zur Frau nehmen. Deswegen nutzte Ravanna die nächstbeste Gelegenheit und entführte Sita, als sich ihr Gemahl, der weise Gott Rama, gerade zur Jagd im Wald befand.Rama war verzweifelt. Wie sollte er seine schöne Sita jemals wiederfinden? Wohin hatte der böse Ravanna sie verschleppt? Denn eins war Rama klar: Nur der Dämonenfürst konnte hinter einer solch grausamen Entführung stecken. Hanuman, der die Entführung miterlebt hatte, bot seinem Freund Rama Hilfe an. Zusammen mit der Affenarmee sollte Rama seine Frau Sita aus den Händen des bösen Ravanna erretten. Dankbar nahm Rama dieses Angebot an und so machte sich bald ein großes Affenheer in die vier Himmelsrichtungen auf, um den Aufenthaltsort der schönen Sita aufzuspüren. Der Affengott Hanuman bekam Ramas goldenen Ring ausgehändigt. Dieser Ring sollte Sita als Erkennungszeichen dienen.

4) Das Affenheer macht sich auf die Suche


Nach langer Suche hatte der von Hanuman angeführte Heeresteil schließlich Erfolg. Die Affenarmee entdeckte, dass Sita auf der Insel Lanka gefangengehalten wurde. Doch die Insel war weit entfernt und für einen gewöhnlichen Affen nicht zu erreichen. Nur Hanuman, der Affengott, schaffte den Satz vom Festland über den Ozean zur Insel Lanka. Die göttlichen Kräfte seines Vaters - dem mächtigen Gott der Winde - befähigten ihn zu einer solchen Wunderleistung. Auf der Insel begab sich Hanuman auf die Suche nach der entführten Sita, doch weder in den Gängen noch in den vielen Zimmern des Palastes war die schöne Gemahlin des Rama zu entdecken. Von Dämonen streng bewacht fand Hanuman Sita schließlich im Palastgarten und gab sich durch den Ring als Gesandter Ramas zu erkennen.

5) Hanuman in Gefahr


Doch kurz darauf gelang es den Palastwachen Hanuman festzunehmen, und der grausame Ravanna ersann eine furchtbare Strafe. Der lange Schwanz des Hanuman wurde mit ölgetränkten Lumpen umwickelt und in Brand gesteckt. Glücklicherweise verfehlte die Strafe ihre Wirkung. Denn Hanuman gelang die Flucht. Er erreichte den Ozean und löschte das Feuer an seinem Schwanz. Doch während seiner Flucht über die Dächer der Stadt hatte er diese mit seinem brennenden Schwanz in Brand gesetzt. Die Stadt glich einem Flammenmeer. Hanuman musste also noch einmal zurück, um sicher zu gehen, dass Sita nicht durch die Flammen zu Schaden gekommen war. Dann sprang der Affengott wieder zum Festland und berichtete Rama, dass er Sita gefunden habe.
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6) Die Schlacht
Mit Steinen verschüttete die Affenarmee den Weg zwischen Festland und Insel, und über diese Brücke zog Rama dann zusammen mit der Affenarmee in den Kampf. Es tobten heftige Schlachten - mal schien Rama, mal Ravanna dem Sieg nahe. Viele der Affen wurden verwundet und der furchtbare Dämonenfürst Ravanna drohte schließlich den Sieg über Rama und seine Gefolgsleute zu erlangen. Doch wieder war der tapfere Hanuman zur Stelle. Um die Affen zu heilen, flog Hanuman in die Gipfelwelt des Himalaja und brachte die ganze Bergspitze samt der darauf wachsenden Heilkräuter mit. Bald waren die Affen wieder auf den Beinen und mit ihrer Hilfe besiegte der Gott Rama schließlich den schrecklichen Ravanna und seine Dämonen. Rama und Sita kehrten gemeinsam zurück nach Indien. Seine unverwüstliche Treue zu Rama, seine Hilfsbereitschaft und die unglaublichen Kräfte, die Hanuman bei seinen Kämpfen für das Gute entwickelt, machen den tierischen Helfer zu einem Vorbild für alle Gläubigen. Die Languren-Affen werden bis heute von den Hindus als wahre Nachfahren des Helden Hanuman verehrt. Denn wie er tragen sie noch heute die Zeichen seiner Heldentaten. Schwarzes Fell an Händen, Füßen und Gesicht zeugen von den Verbrennungen, die sich Hanuman bei seiner Flucht auf der Insel Lanka zugezogen hatte.

Welche Varianten kennt ihr noch?
erzählt sie hier.

Angi

Schlagworte: affengott, geschichte, hanuman, mythos, story

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Antworten zu dieser Diskussion

da weiss ich auch nicht mehr..........nur noch dies:

Wegen seiner großen Hingabe (Bhakti) wird er von der Bhakti- Bewegung als mächtiger Magier und Meister über Zauberkräfte (Siddha) verehrt.
was mir so nicht bekannt ist! Ich liebe Hanuman, und die Kraft, für die er steht. Ich liebe, die Hanuman Chalisa zu singen, und Kirtan, aber ich verehre Hanuman-Ji nicht als mächtigen Magier, das ist mir eher fremd.

ram ram

bhakti yogi
Ich liebe die Geschichte des großen Sprungs Hanuman über den Ozean nach Lanka. er traut sich den Sprung nicht zu, und alle reden ihm zu, es zu wagen. er nimmt sich ein Herz, und aus lauter Liebe zu Ram überkommt er sich selbst und wagt, den großen Sprung, der ihm gelingt.
Unsere spirituelle Lehrerin Sri durgamayi Ma weist uns immer wieder darauf hin, das es keine Kraft von außen ist, sondern eine Kraft in uns. Wenn wir vor einer Aufgabe stehen, können wir in uns auch die Kraft finden, diese aufgabe zu bewältigen. Auch dafür steht Hanuman.

Sri Hanuman-Ji Ki Jay !!

bhakti yogi
ja, ähnlich wie die Liebe einer Mutter zu ihrem Kind welches unter einem auto eingeklemmt ist...
....sie bringt in solch einem Moment soviel innere Kraft auf um es zu befreien, das es fast "übermenschlich" wirkt. Hanuman´s greetings... ;-))

angi
aha, wenn du die original story weißt, kannst du sie uns erzählen? ;-)

wäre echt interessant.
danke fürs aufschreiben.

sicher das es eine frau umformuliert hat?
eigendlich ja auch egal wer es abgeändert hat. schade nur das!
mich würde interessieren wieso.
hanumanasana ist ja auch als spagat bezeichnet wegen dem bekannten sprung über das meer.
wie lautet deine meinung über diese aussage?

angi

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