yogapad.de | Yoga - Community - Forum - Kurse - Lehrer - Übungen

Normalerweise erlebe ich dass die Leute während Yoga und besonders danach fröhlich sind. Aber gestern habe ich erlebt dass jemand so traurig war und ich wußte nicht wie ich damit umgehe. Offensichtilich handelt es sich um eine hypersensible Person die sowieso wegen etwas anderes sehr traurig ist. Ich glaube plötzliche Traurigkeit und Tränen während Yoga gehört zum Prozess der Reinigung, aber was kann ein Yogalehrer in diesem Fall tun? Was sind euere Erfahrungen?
Lg

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 314x ANGESCHAUT

Antworten auf diese Diskussion

Hm, komisch, ich habe hier schon einige Antworten bekommen und die sind jetzt verschwunden!! Ja, Max, das habe ich ihr gesagt und sogar dass es zu mir auch passiert ist, finde ich auch normal....
Manchmal weint man weil sich etwas aufgelöst hat, manchmal auch vor Freude. Die Grenze entsteht vielleicht wenn man nicht mehr weiss ob es um psychische Störung geht und wenn es länger andauert.......Obwohl, was und wo sind die Grenzen für ein Individuum?
Es interessierte mich einfach wie ein Yogalehrer damit umgehen kann wenn er/sie nicht so viel Wissen aus der Psychologie/Psychiatrie hat.
Lg
Hallo,

hast du schon abgeklärt, ob deine Schülerin psychische Probleme hat/in Behandlung ist?

Vielleicht könntest du außerdem noch nachsehen, auf welche Körperregion die Haltungen in dieser Stunde abgezielt haben. Oft ist es ja so, dass gerade in bestimmten Gelenken (Hüfte, Schultern) und oder anderen Körperbereichen (Brustgürtel) viele Emotionen festsitzen. Zum Beispiel habe ich, als ich mit Yoga begonnen habe, häufig eine riesige Wut während/nach dem Yoga verspürt. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich verstanden habe, dass das vom Hüftöffnen kommt, dass meine Wut auf mich vor allem in diesen Gelenken steckt und einfach aufgeschwemmt wird. Das hat mir geholfen, diesem Vorgang mit Neugier und Offenheit zuzusehen.

Du könntest also deiner Schülerin empfehlen, bei jenen Dehnungen und Öffnungen sanft und losgelöst vorzugehen, die bei ihr emotionale Altlasten aus dem Körpergedächtnis hochholen.

Achja, und noch was :) Mach auf keinen Fall einen großen Wind um die Sache. Manche Menschen können nach der Extra-Aufmerksamkeit, die sie durch so einen Meltdown bekommen, süchtig werden. Wenn sie nicht psychisch krank ist, dann wird sie das, was hochkommt, auch verarbeiten können (sonst würd es sich ja nicht lösen). Behandle sie auf keinen Fall als arm oder bemitleidenswert. Bleib einfühlsam und verantwortungsbewusst, aber mach klar, dass sie auf ihren eigenen Beinen steht und die Verantwortung trägt.

Sie leistet sehr gute Arbeit, wenn sie in ihrer Yogapraxis so tief geht...

Viele Grüße!
hopla,

ich hatte das Datum deiner Anfrage übersehen, Tihana ;)

na, ich hoffe, die Traurigkeit hat sich in der Zwischenzeit aufgelöst...
lg
Hallo Lily,
danke für dein interessanten Beitrag. Es ist immer gut die Meinungen auszutauschen.... und die Anfrage ist auch nicht so alt :)......
Die Frau kam leider nie mehr zum Yoga.... es ist auch schwer als Yogalehrer ohne psychotherapeutische Erfahrung etwas festzustellen; ob jemand eine psychische Krankheit oder nur vorübergehende Störung hat oder einfach hypersensibel und emotional ist.....
Schreib ruhig weiter drüber wenn Dir was einfällt,
lg
Tihana
Hi,
ich finde Lilys Beitrag auch sehr gut, vielen Dank dafür.
Zum Thema Weinen im Unterricht kann ich nur sagen, dass ich es bei mir selbst (während einer White Tantric Yoga Meditation) als sehr befreiend empfunden habe.
Im Kundalini Yoga ist so etwas aufgrund der Intensität vieler Übungen / Meditationen nicht sooo ungewöhnlich. Da werden unverarbeitete Emotionen aus dem Körper gelöst / erlöst und treten dabei evtl auch als Bilder / Erinnerungen ins Bewusstsein. Da wirkt Yoga wirklich tief und therapeutisch weil es hilft seelische Schmerzen / Traumata zu erlösen. Wenn die Schüler sich darauf nicht einlassen wollen oder nicht wissen das so etwas möglich ist sind sie evtl von den aufkommenden Gefühlen geschockt oder wehren diese ab.
Hier ist es gut, klar zumachen das es OK ist zu weinen und das Yoga wirklich tief gehen kann und unverarbeitete Emotionen und Traumata welche im Körper (als Spannungen) und/oder im Nervensystem (als Muster) eingelagert werden, lösen kann.

Yoga ist eben mehr als Wellness.

Liebe Grüße,
Tobias
Hallo zusammen,
ich weiß ja nicht ob ihr alle Yogalehrer seit oder nicht.
Ich mache seit 2 Jahren Yoga und habe seit ein paar Stunden genau das gleiche Problem, ich bin total traurig nach dem Yoga, hab aber keine Ahnung warum. Da ist nur das Gefühl was am Ende der Studne hochkommt aber keine Gedanken dazu. Meine Yogalehrerin meinte, ich sollte vielleicht eine Yogapause machen, weil sie auch nciht so genau weiß, was das sein kann.
Wäre dankbar über Antworten!!
Hallo,
Yoga löst Blockaden auf allen Ebenen und daher kann es passieren, dass dabei Traurigkeit auftaucht. Dies trifft besonders bei Rückbeugen und brustöffnenden Übungen wie Matsyasana/Fisch zu. Traurigkeit gehört zum Leben dazu und ich halte es für gut, wenn unterdrückte Emotionen wieder gelöst werden. Hinter der Traurigkeit kann viel Freiheit und Freude gefunden werden.

Mir ist es einmal passiert, dass eine Yogaschülerin nach Matsyasana den Yogaraum mit Tränen in den Augen verlassen hat - tatsächlich gab es in ihrem Leben zu diesem Zeitpunkt Grund zur Traurigkeit. An diesem Tag wollte sie nicht mehr weiterüben, kam aber weiterhin zum Unterricht.

Meine Tipps:
- Raum geben. Klarmachen, dass Traurigkeit auftauchen darf.
- Fokus auf die Atmung anleiten, besonders Ausatmung - auf diese Weise bleibt der Schüler bei sich und unterdrückte Gefühle können fliessen. Ein flacher oder stockender Atem blockiert.
- Achtsamkeit - welche Bilder, Gedanken, Gefühle tauchen auf? Wenn ich die Ursachen kenne, bin ich weniger hilflos.
- Nachfragen, was passiert und ob Unterstützung benötigt wird.
- Wenn der Lehrer sich von der Situation überfordert fühlt oder die Schülerin sich nicht gut aufgehoben fühlt, sollte die Intensität der Übungen verringert oder der Unterricht mit dieser Person ganz abgebrochen werden.

Herzliche Grüße,
Mario
Hallo Sacha,
vielen Dank für deine Antwort!
Mich würde interessieren, ob es wirklich immer positiv ist, oder auch negativ sein kann, wenn man anch dem Yoga traurig ist. Denn mir fällt absolut kein grund für die Traurigkeit ein, nur das Gefühl ist da und ich fühle mich meist auch den Tag danach noch schlecht. Kann es sein, dass Yoga dann nicht das richtige für mich ist? Oder ist das nur eine Phase, und wenn ich die überwunden habe, wie auch immer, geht es wieder besser?
Lg Johanna
Yoga hat auch sehr viel mit Hormonen zu tun. Es kann auch sein dass einige Yogastellungen im Moment zu viel sind. Hormonausschüttung und Stimulierung durch Yoga wirkt meist positiv auf Gehirn und Laune, aber es kann auch anders sein (vorübergehend oder entsprechend der aktuellen Lebenssituation). Zum Beispiel werden mit Kobrastellung oder Fischstellung die Schilddrüse stimuliert. Wenn man da eine Unregelmäßigeit schon hat zum Beispiel, kann es dazu führen dass sich eine Störung verschlechtert oder verbessert. Ich bin der Meinung dass Traurigkeiten, Auflösungen von Blokaden eher positiv und vorübergehend sind und durch regelmässige Praxis kommt zum Einklang. Vielleicht bist Du auch noch nicht bewußt welcher Grund für Traurigkeit gibt, weil eigentlich mehr auf unbewußte Ebene passiert.
Lg
Hallo Johanna,
die Antwort, ob Yoga gerade das Richtige für Dich ist, überlasse ich Dir! Vielleicht hast Du bereits eine Ahnung? Wenn Du das Gefühl hast, Du steckst da gerade fest, könnte eine Veränderung helfen - andere Übungen, sanfter oder fordernder üben, andere Lehrerin, eine Pause einlegen oder eine andere Bewegungskunst wie Thai Chi. Ich selbst halte von den Ansätzen der Körpertherapie (Boysen, ...) sehr viel, auch wenn man nicht wirklich psychisch krank ist.
LG,
Mario
Vielen Dank für eure Antworten. Habe hetzt nochmal mit meiner Yogalehrerin gesprochen und sie hat mir eine MMeditation fürs Herz rausgesucht, die ich jetzt jeden Tag mache. Seit dem geht es besser, ich habe nicht mehr diese "tiefen Einbrüche". Auch wenn es nicht ganz einfach für mich ist, jeden Tag Yoga zu machen..
Lg Johanna
ah! schön das ich diesen threat gerade gefunden habe!
mir ging es gestern und heute nämlich auch so..
ich hab gerade die 2jahresausbildung zum yogalhrer bei yoga vidya angefangen und praktiziere täglich yoga.. gerade am freitag einen intensivworkshop mitbgemacht und dann am sonntag offene stunde, gestern morgen zu hause und abends dann ausbildung..
gestern gings mir dann emotional tagsüber gar nicht gut und heute hätte ich den ganzen vormittag eigentlich heulend verbringen können..
ich hab psychotherapeutische erfahrungen als patient und weiß deshalb wie sich ungefähr anfühlt, wenn sich da was in der psyche "regt" ..
ist es also tatsächlich so, das sich da vielleicht was "gelöst" hat? ...
ist es dann sinnvoll, wenn ich als "psychisch sensibler" mensch gleich wieder in die offene yogastunde fahre?..
was hab ich als, in der jugend u.a. als depressiv bis borderline" eingestufer, vielleicht noch so zu erwarten?
lieben gruß,
stefan

RSS

Was passiert gerade?

Cordula antwortete auf die Diskussion 'Kollektive Darmentleerung in der Dusche'
Vor 2 Stunden
Blog-Beiträge von Sivananda-Inspirationen
Vor 5 Stunden
Sabine Sternberg hat das Profil aktualisiert.
Vor 10 Stunden
Manu Sarona antwortete auf die Diskussion 'Kollektive Darmentleerung in der Dusche'
Vor 10 Stunden
Manu Sarona antwortete auf die Diskussion 'Kollektive Darmentleerung in der Dusche'
Vor 10 Stunden
vera boklin hat einen Status gepostet.
"hey unbekannter sage mir mal steht auf meiner stirn, die göttin venus ohne einschränkung?"
Vor 13 Stunden
vera boklin hat das Profil aktualisiert.
Vor 14 Stunden
dankeanke antwortete auf die Diskussion 'Wer kann eine Yoga-Ausbildung in Köln empfehlen?'
Vor 23 Stunden

© 2012   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Yoga-Forum | Yoga-Kurse | Yoga-Magazin | Vegetarier-Forum | Werbeagentur Münster

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen