yogapad.de | Yoga - Community - Forum - Kurse - Lehrer - Übungen

Om Shanti,
Ich liebe die Musik überalles und habe sie auch gerne in meinen Kursen (ich habe nix gegen die stille manchmal, aber ich merke oft wie die Teilnehmer besser "loslassen" können wenn Musik im Hintergrund spielt)
Nun find ich persönlich das man nicht nur Mantren oder Klassik bzw. Naturklänge/ Trommeln spielen muß!!!! (welches ohne Frage die häufigst genutze Yogamusik ist!)
Ich sehe das im Grunde wie die Jivamuktis....warum nicht angenehme Pop, Hip Hop oder Rock Musik??? Kommt es nicht eh auf den Text an??? Ich verstehe kein Sanskrit an sich, habe es nie richtig gelernt, also warum nicht auch die "Muttersprache" im Unterricht.
Wenn man Xavier Naidoo zuhört oder Michael Bublé...sie beruhigen genauso gut!
Na, was meint ihr????

Tags: Musik, Musikstile, Pop, Yoga, und

DIESER BEITRAG WURDE BISLANG 5x ANGESCHAUT

Antworten auf diese Diskussion

Hi Angi,
na ja, die Schubladendenke der meistens Hörer (Adorno hatte ja auch ziemlich verkorkste Vorstellungen hinsichtlich eines guten Hörers). Musik als direkteste aller Künste spricht einen direkt im Herzen an, manchen geht sie auch direkt in die Füße. Andere bleiben dabei jedoch völlig kalt, je nach musikalischen Vorlieben, Erziehung, Hörkonditionierung durch Medien. Manchmal ist es schwierig, exotisch klingende Musik einzusetzen. Ein livegespieltes, antiquiert blasebalgbetriebenes Harmonium ist beim Erstkontakt meist etwas wunderliches für den Hörer. Was der eine für eine Bereicherung für sein Leben ansieht, findet der andere abstoßend. Möglich wäre, einen teilnehmerzentrierten Ansatz zu verfolgen: Erlaubt ist, was gefällt, was beim Teilnehmer ankommt, womit er entspannen kann. Musik würde demnach funktionalisiert, benutzt und bewusst eingesetzt. Dabei ist das Genre sekundär: Egal ob U- oder E-Musik, Pop, Rock, Klassik, World, Hip Hop, Avantgarde, Ambient oder mongolischer Obertongesang :-) Vokalmusik lenkt meiner Meinung nach eher die Aufmerksamkeit auf die Worte, wenn der Teilnehmer der gesungenen Sprache mächtig ist (interessant wäre vielleicht mal mittelalterliche Gregorianik). Natürlich gibt es wahnsinnig gute Songtexte, die dann aber eher die Denkmaschine stimulieren. Instrumentale Musik würde ich für die Entspannung bevorzugen. Bei uns im Unterricht lief auch schon mal am Anfang Grönemeyers "Stück vom Himmel". Warum nicht? Als Lehrer sollte man auf Abwechslung achten und nicht immer die "eigene" Musik einlegen, was leicht in Egoismus abgleiten kann auch in dem hehren Versuch, andere damit beglücken zu wollen. Ich persönlich denke, dass man bei Musik immer seine Lauscher offen halten sollte, um neues für sich entdecken zu können. Musik kann meiner Ansicht nach auch nicht gekauft werden, sie ist unbezahlbar, egal wie viele Medien man in seinem Plattenschrank hat. Ich betrachte sie mittlerweile als "geliehen" bzw. "geschenkt": von Musikern, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen und mit ihrem Talent unsere Welt bereichern. Dafür bin ich dankbar, entrichte gerne meine Obulus und halte mich von Raubkopien fern.
Liebe Grüße
Ulli
Om Angi,
ich finde Musik mit konstruktiven Wörtern und Botschaften, wie z.B. X.Naidoo vor oder nach der Stunde inspirierend, aber ob alle Teilnehmer so empfinden ist eine Frage...
sonst bin ich pro Sanskrit und Mantren oder nur instrumental während der Yogastunde. Wenn es sein muß!

Ich persönlich möchte die Musik lieber weg lassen.....Manchmal, wenn die Leute Musik möchten, dekonzentriert mich ein Bißchen weil Musik "übernimmt" die Yogastunde. Der Om muß sich an die Musik anpassen, die Bewegungen...... finde ich eigentlich belastend.
Musik beim Yoga ist wie eine Flucht von sich selbst und in sich selbst einzutauchen. Mit Musik festigt sich der Geist wieder auf das Äußere. Es können durchaus innere Bilder, verschiedene Emotionen und Empfindungen entstehen, der Geist beginnt zu träumen, unser Gehirrn verarbeitet die ganze Zeit und es hat schon sowieso viele Reize durch den Tag und durch das ganze Leben bekommen und sollte sich endlich davon ausruhen oder zumindest versuchen ......
Ein Bedürfniss nach Musik während Yoga oder in der Endentspannung zeigt dass die Leute nicht wirklich in sich selbst ruhen möchten/können......
Aber für Leute die eher introvertiert, depressiv und zu viel mit sich selbst beschäftigt sind, kann Musik beim Yoga hilfreich sein um sich mehr nach außen zu geben, aber vielleicht auch nur für eine bestimmte Zeit.
Wir kommen schon wieder auf das gleiche..... Konstitutionstyp, Individuum.......aber das ist auch die Schönheit des Yoga und spirituellen Wegs, du kannst vom Yoga nehmen wieviel du brauchst, was du brauchst, du kannst kombinieren, neues und modernes erfinden :)) und langsam langsam....... vielleicht kommst du auch auf den "richtigen" Weg...

Aber z.B. Musik am Anfang der Endentspannung als leise Begleitung und dann absolute Stille für mindestens 5 min finde ich ok.....
Und nach der Stunde, wenn man die Effekte des Yoga langsam spüren beginnt, die Fröhlichkeit und Kraft, dann kann man ja auch rocken!

Hari Om
danke für eure promte meinung.
klar yoga in vollkommender stille, warum nicht, aber wo hat man noch vollkommende stille?
ist es nicht grad auch die herrausforderung im totalen trubel abschalten zukönnen.
(eigentlich sollte man dann strassenlärm, gehämmer, etc.,... aufnehmen und abspielen...;-))
natürlich knalle ich nicht die kompliziertesten textgesänge in die stunde, ich habe auch viel "sogenannte" chilloutmusik (instrumental). und das der geist dann abdriftet, sorry, das kann - eventuell tut - er das auch so!
aber grad in herausfordernden übungen - grad wenn der geist abschweift - kann man der musik lauschen und so wieder zurück zur konzentration finden!
ich möchte in mich selbst ruhen, owohl musikalische klänge um mich rum ertönen sollen....
....und ich bin sicher nicht introvertiert, depressiv, etc.,... ganz im gegenteil, ich habe viel lebensfreude und bin einfach mal offen für vieles.
und so wie manche sich als fokus den atemrhythmus setzten, machen das manche mit der musik!
so oder so ist es doch erstmal ein lernprozess die konzentration auf eine "sache" zu halten!
ohne das der geist hin und her springt!
na, was kommt für antowrt von euch....
....mit klangvoller erwartung....
angi
Morgen!

natürlich ist absolute Stille nicht möglich (mein falscher Ausdrück, sorry),
besonders in der Meditation oder Entspannung orintiet sich der Geist auf jedes Geräusch und plotzich hören wir was wir sonst nicht hören würden......
Autos die vorbeifahren, ein Geschrei, Notarztwagen, Flugzeug, einen Hund........ ist eine Situation...... ist einfach gegeben. Aber wenn wir Musik einsetzen, geben wir es selber, sozusagen - geben dazu und dann haben wir noch mehrere Geräusche. Musik ist schön und kann eventuell die äußere "nicht so schöne" Geräusche "überdecken", aber das Gehirn hört alles, bewußt oder unbewußt...

Ich bin nicht 100% gegen Musik im Yoga, aber auf jeden Fall ist (mindestens für mich) schwer die richtige Musik zu finden.
Bei anderen Yogalehrer hat mir z.B. gefallen Sonnengruß mit Musik zu machen...... womit alles eine ganz andere Dimension bekommen hat....ist alles gewöhnungsbedürftig...... und wenn man sich schon mit Musik oder Mantras gewöhnt hat ist schwer Sonnengruß wieder in der Stille zu machen......

Ich bin auch der Meinung dass man Ruhe in aller Lärm finden sollte, ist eine große Herausforderung..... ich meditiere manchmal auch in der U-Bahn........aber manchmal sehne ich mich nur auf die Geräusche die rein aus der Natur kommen

Mein erster Yogalehrer hat in der Endentspannung Musik eingesetzt (Mantras - Sacred Chants of Shiva - was mich am Anfang immer zum Heulen gebracht hat), aber als die Musik fertig war ließ er uns in der "Stille" und dann öffnete er die Tür und ließ den Straßenlärm rein und so kamen wir aus der Endentspannung Schritt für Schritt zurück (den Geist mit Musik lenken, in der Stlle zu sich kommen, mit der Lärm sich wieder nach außen in "die Realität" geben (meine Interpretation).......und das war nach meiner Meinung eine gute Kombination von allem.......

Und noch was wichtiges!...... ich dachte sicherlich nicht dass Du introvertiert o. depressiv bist........ ich erlebe dich ganz im Gegenteil.........
der ganze Text war generell gemeint......obwohl es gab ein Teil wo ich "du" geschrieben habe, z.B. "du kannst aus dem Yoga nehmen was du brauchst" aber damit meinte ich auch generell (manchmal übersetze ich einfach aus meiner Sprache und wir benutzen das wort "du" aber meinen "alle"..... sorry für mißverständniss!)

*~* Shanti Shanti Om *~*
kein ding, habe ich nicht persönlich genommen - nur aufgegriffen.
lass mal gut sein.
ich find´s halt gut zu variieren:
mit diverse musikstile oder stille - beides schön.
angi
wieder die üblichen verdächtigen... ;-)
jaaa, teile begrenzt die meinung. habe festgestellt umso mehr künstler und musiker im gruppenunterricht sind, umso mehr ist die nachfrage nach musik.

ich selber sehe es ähnlich wie du. brauche normalerweise keine musik, aber an tagen wo ich aus irgendwelchen gründen mehr energie in die asanas legen möchte, höre ich dann doch schon die passende musik (die die stimmung widerspiegelt)

oder wenn ich merke meine gedanken sind irgendwo, nur nicht grad bei mir, lege ich eines meiner lieblinsmantras ein und wiederhole es immerwieder.

ach, übrigens, schön das du dann auch am sonntag dann beim yogafestival bist!

angi
Ich mag es überhaupt nicht, wenn während des Yoga Musik läuft...das einzige, was an Musik geschieht sind evtl. Mantras, die ich zwischendurch hineinstreue. Aber ich selbst habe für meine Praxis festgestellt, dass ich mehr 'bei mir' bin ohne Musik. Allerdings ist in mir sowieso permanent Musik und ich bin froh auch mal einfach die Stille genießen zu können.

Ich denke, dass ist eher sehr individuell zu nehmen und in der Gruppe mag ich es lieber still...allein manchmal mit Mantra Begleitung, die ich mir dann z.B. wie das Surya Mantra während des Sonnengrußes aufgenommen habe und während meiner Praxis abspiele.

LG, Saradevi

RSS

Was passiert gerade?

Cordula antwortete auf die Diskussion 'Kollektive Darmentleerung in der Dusche'
Vor 2 Stunden
Blog-Beiträge von Sivananda-Inspirationen
Vor 5 Stunden
Sabine Sternberg hat das Profil aktualisiert.
Vor 10 Stunden
Manu Sarona antwortete auf die Diskussion 'Kollektive Darmentleerung in der Dusche'
Vor 10 Stunden
Manu Sarona antwortete auf die Diskussion 'Kollektive Darmentleerung in der Dusche'
Vor 10 Stunden
vera boklin hat einen Status gepostet.
"hey unbekannter sage mir mal steht auf meiner stirn, die göttin venus ohne einschränkung?"
Vor 13 Stunden
vera boklin hat das Profil aktualisiert.
Vor 14 Stunden
dankeanke antwortete auf die Diskussion 'Wer kann eine Yoga-Ausbildung in Köln empfehlen?'
Vor 23 Stunden

© 2012   Copyright howtobegood | Tipps der Redaktion: Yoga-Forum | Yoga-Kurse | Yoga-Magazin | Vegetarier-Forum | Werbeagentur Münster

Badges  |  Problem melden  |  Nutzungsbedingungen