Neulich kam mir die Idee, dass es doch angenehm wäre, wenn man mit eigens ausgesuchten Klängen am Ende der Meditation in die Wirklichkeit zurückfände. Also aufgemacht und nach Meditationschronometern geschaut – zu teuer, zu groß, umweltbelastend wegen Batteriebetrieb und zu beschränkt in der Musikauswahl.
Halt, da war doch was: die Weckfunktion des iPod – klar, nehme ich. Dazu noch ein Klinkenkabel und einen alten (passiven) Desktoplautsprecher. Das ganze schnell zusammengestöpselt, ein paar sounds gebastelt am Computer, hochgeladen und die Weckfunktionen eingegeben.
Der Praxistest des Morgens: sanfte Tampuraklänge holen mich aus dem Schlaf. Am Ende der Meditation die Obertöne einer Klangschale. Klare, longitudinale Wellen. Da sind sie wieder die zwei Kategorien a priori – Raum und Zeit. Prima!
Der große Vorteil: alle erdenklichen Klänge des Kosmos sind verwendbar, die sich vernullen und –einsen lassen (ok fast, nur nicht das Klatschen einer Hand;-) wie z.B. Nachbars Töle, Gamel(an)musik, kosmisches Hintergrundrauschen (damit das auch mit dem kosmischen Bewusstsein funktioniert), Moby Dick, madegassische Eule, indische Basare oder Dschungellöwen, ein "Wachet auf", ein Lieblings OM etc.
Denkbar wäre noch die Luxusversion, wenn man den iPod an die 5.1- Anlage hängt, diese per synchronisierter Zeitschaltuhr zur Weckzeit an- und auch wieder ausschaltet und das Klangbad genießt.
Oder die Dschungelabseitsversion für jegliche Lebenslagen: kleinen (aktiven) Lautsprecher mit eingebautem Akku, betrieben mit einem Solarladegerät. Musik von der Sonne – gibt's was schöneres?
LG
Tags: Meditationsuhr, iPod