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---> Die Lehren der Wüstenväter 

Entscheidend auf dem Weg der Erleuchtung (inneres Glück, im Licht leben) ist der Umgang mit den Gedanken. Der spirituelle Mensch muss einen Weg finden, seine inneren Verspannungen (Blockaden, falschen Geisteshaltungen) so weit wie möglich aufzulösen. Er muss seine Ängste, seine Süchte und seine Wut überwinden. Dann gibt es irgendwann einen inneren Umschwung und der Mensch ist im Glück. Er ist in sich heil geworden. Der Sieg über alles Leid ist das Erwachen des inneren Lichts.

Michael Cornelius rät, dass man sich hinsetzen, schweigen und still werden solle. Man solle seine Gedanken beobachten, untersuchen und bearbeiten. Wer zum inneren Frieden gefunden habe, der ruhe in sich selbst, sei ganz da und könne jetzt seinen Geist offen der Welt um sich herum zuwenden.Der indische Yogameister Patanjali rät sich den negativen Gedanken (das Problem) genau anzusehen und dann einen positiven Gegengedanken zu finden, mit dem der negative Gedanke aufgelöst oder überwunden werden kann. Anschließend verweilt man dann in einer ruhigen Meditation, läßt die Gefühle und Gedanken kommen wie sie wollen, von alleine zur Ruhe kommen und sich so ganz ausheilen.

Ein wichtiges Problem der Wüstenväter war der Umgang mit der Sexualität. Sie haben offen darüber geredet. Wer seine Sexualität verdrängt, blockiert in sich die innere Heilung. Andererseits kann das freie und zu große Ausleben der Sexualität die Süchte verstärken und einen Menschen vom spirituellen Weg abbringen. Die Wüstenväter haben versucht, sensibel den persönlichen Weg der Auflösung von sexuellen Süchten und Beziehungssehnsüchten zu finden. 

Ein Wüstenvater überzeugte sich vom Alleineleben mit dem Gedanken, dass er für eine Beziehung viel arbeiten müsse. Das Leben als Eremit sei ruhiger und angenehmer. Ein anderer Wüstenvater versuchte sich dahin zu bringen, Frauen nur noch als Menschen (Schwestern, Töchter, Mütter, Göttinnen) und nicht als sexuelle Wesen zu sehen. Ein dritter Wüstenvater hatte eine Freundin in einem nahegelegenen Ort. Als er von seinen Mitmönchen besucht wurde, versteckte er sie in einem geflochtenen Korb. Ein heiliger Vater entdeckte sie, verschwieg es jedoch vor den anderen Mönchen. Sanft nahm er nur nach dem Besuch den Eremit zur Seite und ermahnte ihn besser auf sich Acht zu geben. Das lässt sich auch so verstehen, dass man eine Beziehung leben kann, ohne jedoch seinen spirituellen Weg zu verlieren. Es gilt, das persönlich angemessene Maß zwischen körperlich-seelischen Bedürfnissen und spiritueller Zielstrebigkeit finden.

 

 

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Tags: Sexualität, Süchte, Yoga, Ängste

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